Jetzt wissen`s auch der Chef & Co.

So, heute (08.06.2012) wollte ich nun mal dem Chef “beichten”.  Zunächst muss ich aber mal sagen, dass eine Kollegin mir vorher voll Angst gemacht hat, weil sie meinte, Festangestellte die schwanger sind, müssten sich jetzt immer krank schreiben lassen und ich MÜSSTE es sofort sagen, wenn ich es weiß! Also erst Mal: Ich MUSS hier mal gar nichts! Im Mutterschutzgesetz steht „soll“ und wer sich mal ein wenig mit Gesetzestexten auseinander gesetzt hat, weiß dass zwischen „kann“, „soll“ und „muss“ jeweils himmelweite Unterschiede bestehen. Und in den „Richtlinien“ steht sogar drin: „es besteht keine Meldepflicht!“ Ha! Also hab ich alles richtig gemacht. (Mag ja sein, dass das früher anders war, aber das betrifft ja nicht mich)
Und dann: was soll das denn bitte, dass man sich krankschreiben lassen muss!? Da muss man sich doch total ausgestoßen und abgeschoben vorkommen und bekommt Depressionen. Was`n das bitte wieder für `ne dämliche Vorschrift? 😦
Also hatte ich heute schon ein wenig Bauchgrummeln, dem Chef das zu sagen…. Ich hatte Feierabend und der Chef und seine Stellvertretung saßen hinten im Büro  und haben gerade ausgetauscht, was gestern auf der Filialleiterversammlung besprochen wurde… Als ich dann ins Büro bin, sah er mich und meinte dann: „Also wenn Frau …  sich das Bein brechen sollte, dann wird das dort eingetragen…“ Dann fragte er mich: „Haben Sie ein gebrochenes Bein, Frau …?“ (Na, wenn das mal keine Steilvorlage war!? 😉 ). Da meinte ich: „Nein, ich hab aber trotzdem schlechte Nachrichten!“ Keine Fragen? Okay, dann weiter: „Ich werde dieses Jahr nicht am Weihnachtsdings (denkt ihr mir ist das Wort „Stress“ oder „Geschäft“ eingefallen?) mitmachen“. Er fragte: „Wieso? Wollen Sie etwa auch kündigen?“ Ich: „Nein, ich will nicht kündigen! Aber ich werde ab 18. Oktober nicht mehr arbeiten dürfen. Dann gehe ich nämlich in Mutterschutz!“ *strahl!* 🙂 Und bevor ich noch sagen konnte: „Ich bin schwanger“, fragte er: „Sind Sie schwanger?“ (nee, ich gehe in Mutterschutz, weil ich einen Hund aus dem Tierheim hole! Also echt!). Aber anstatt ihm seine Gesichtszüge entgleisen, gratuliert er mir freudestrahlend! (???) Dann meinte ich, das würde er ja besser aufnehmen, als ich gedacht habe, da meinte er, das wär doch was Tolles (Naja, so lange ist es wohl noch nicht her, dass er Vater geworden ist). Dann habe ich ihm von den Horrorstories der Kollegin erzählt und er meinte, da müsste er sich erst mal erkundigen, wie das bei mir aussehen würde, er müsste aber auf jeden Fall die Personalabteilung) informieren. Aber jetzt mal ehrlich: was will er denn machen? Die können mich doch nicht zwingen, mich krank schreiben zu lassen! Außerdem bin ich Privatpatient, ich entscheide, wann ich eine Krankschreibung bekomme und wann nicht. Kündigen kann er mich auch nicht, ich bin ja nicht doof. Ich habe natürlich erst abgewartet, bis ich einen neuen Vertrag habe (den habe ich seit 01.06. und er geht jetzt erst mal bis 31.08.). Das einzige was sie machen können, ist mir die Stunden kürzen, aber das wollen wir doch erst mal sehen! Wie will er denn MEINE Arbeitskraft auffangen. Ich arbeite trotz Schwangerschaft besser als manch anderer (man, bin ich heute wieder bescheiden! 😉 ).
So, ihr Süßen, jetzt drückt mir mal kräftig die Daumen, damit alles glatt geht und ich weiter arbeiten „darf“, wie bisher.

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