Auweia

Unser Baby ist ja so ein kleiner Wildfang, die ganze Welt muss erkundet, erobert, erstürmt, erklettert, erfühlt und ausprobiert werden. Die meiste Zeit ist das ja auch gut so. Aber heute…

Wir waren fertig mit dem Abendbrot und wollten gerade aufstehen. Da dreht sich unser Baby mit dem Kopf hin und her, dann kniet es plötzlich in seinem Hochstuhl, dann steht es, da war der Papa zum Glück schon neben unserem Schatz, denn keine zwei Sekunden später schwingt es auch schon das erste Beinchen aus dem Stühlchen…. AUWEIA!

Doch anders überlegt…

So, ich habe mir das mit dem Kuchen jetzt doch noch mal anders überlegt. Ich werde einen zuckerfreien Karottenkuchen backen, entweder den:

http://kleinegourmets.blogspot.de/2012/10/zuckerfreier-karottenkuchen.html

oder den:

http://mutternatur.wordpress.com/2008/02/06/karottenkuchen-backrezept-ohne-zucker/

da bin ich mir noch nicht so sicher. Und dann werde ich noch einen Obstboden backen und auch dort den Zucker durch Datteln ersetzen. Ich bin gespannt auf das Ergebnis.

Wieso ich es mir anders überlegt habe? Nun ja, mein Mann hat den letzten Kuchen probiert, massakriert und am Ende habe ich die Hälfte ohne Zimt auf den Äpfel wegschmeißen müssen – also scheint er nicht so der Bringer gewesen zu sein….

Sie kam doch noch pünktlich…

.. und schmückt jetzt die Wand im Kinderzimmer. 🙂

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Da Omas Spielzeugkiste schon in Beschlag genommen wurde und im Wohnzimmer steht,

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habe ich für das Kinderzimmer noch passende Spielzeugkisten besorgt:

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Die sind gleich auf viele Weise praktisch. Zum einen lassen sie sich super zwischen Wickelkommode und Wand stellen (das habe ich vorher ausgemessen), daher füllen sie ungenutzten Platz und nehmen nicht noch zusätzlich welchen. Zum anderen lassen sie sich aufeinander stapeln und dann sind sie (außer von oben mit dem  Deckel) auch noch seitlich (das Bild ist die Klappe) zu öffnen, so dass das Spielzeug vom Baby/Kind “rausgeangelt” werden kann…

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Na toll!!!

Heute war ja der Termin beim Arbeitsamt in der Sonnenallee. Wir sind pünktlich aufgestanden und haben uns fertig gemacht. Da hatte das Baby die Windel bis zum Hals vollgekäckert… Na toll…. Aber gut, das bekam ich hin… inzwischen habe ich ja Übung in solchen Situationen.

Wir sind los gegangen, waren natürlich jetzt echt spät dran, aber es war noch zu schaffen. Da wir (mein Baby und ich) ja mit dem Kinderwagen unterwegs waren, waren wir auf die Aufzüge angewiesen. Na toll! Ich wusste schon vorher, dass mich das wieder aufregen wird.

Kaum aus unserem Aufzug ausgestiegen, fuhr auch schon unsere S-Bahn vor…. Dann umsteigen… Na wer hätte das gedacht: auch mit dem Aufzug ging es schnell und problemlos… ein Blick auf den Fahrplan sagte mir, unser Zug würde in 3 Minuten kommen. Na das sah doch gut aus… und voll im Zeitplan… Ja, denkst`e Puppe! Auf der Anzeigentafle stand.: “Aufgrund einer Weichenstörung kommt es zu Unregelmäßigkeiten” Kaum hatte ich das gelesen, sagte auch schon eine Stimme aus dem Lautsprecher, dass unser Zug ausfällt. Na toll! Das war es dann wohl mit unserem Zeitplan…

Zum Glück mussten wir nur wenige Stationen fahren. An unserer Endhaltestelle ist uns der Aufzug dann vor der Nase weggefahren… Na toll! Aber sooo lange dauert es ja nicht, bis der wieder kommt (wenn man es allerdings eilig hat, ist schon jede Minute warten zuviel). Okay, oben angekommen… Wo lang? Zum Glück hatte mein Mann am Vorabend noch “Google Street View” bemüht und es mir gezeigt, so hatte ich Anhaltspunkte, an denen ich mich problemlos orientieren konnte. So, die letzte Hürde war eine rote Ampel… boah, wie lange wollte die denn noch rot sein??? Endlich! Grün!

So: im Arbeitsamt eine riesige Schlange am Empfang und es ging schleichend voran. Na toll! Aber warte! Da stand “OHNE Einladung nach links” und “MIT Einladung nach rechts”… Ich hatte doch eine Einladung… Aber die Schlange vor dem Fahrstuhl war auch nicht viel kürzer! Na toll! Eigentlich haben die zwei Aufzüge, aber der eine war außer Betrieb. Na toll! Der funktionierende Fahrstuhl fuhr los (wir waren natürlich noch Wartende), dann kam er wieder und war noch nicht leerer, als bei seiner Abfahrt. Na toll! JETZT waren wir definitiv zu spät… Endlich! Der Aufzug war da. So, reingequetscht mit diversen anderen Leuten (MINDESTENS die Hälfte von denen war jung, dynamisch (vielleicht sogar Mitglied im Fitnessstudio) und hatte gesunde Beine! Müssen die denn wirklich immer ALLE den Aufzug nehmen. Als ich noch nicht mit Kinderwagen unterwegs war, WUSSTE ich noch nicht mal, wo sich die jeweiligen Aufzüge befinden…. So was regt mich echt auf… aber da hatte ich gerade keine Zeit mich aufzuregen….

Erst fuhr der Fahrstuhl in das Untergeschoss. Na toll! Da ist weder einer ein- noch ausgestiegen, es hat auch keiner da unten gewartet. Sehr merkwürdig! Dann hat der Fahrstuhl natürlich wieder im Erdgeschoß gehalten, weil da ja immer die Wartenden auf den Knopf drücken… Endlich waren wir im 3. Stock angekommen! So, wo mussten wir denn jetzt hin??? Auf meiner Einladung stand: “Zimmer: 3.Etage”. Na toll! Woher sollte ich denn jetzt wissen, wo genau ich hin sollte? Ah, da kam ja eine Frau vom Amt, die habe ich gefragt. Sie wollte die Einladung sehen und meinte, da würden auch keine Namen drauf stehen, sondern nur Plätze. Na toll! Wie persönlich! Auf meiner Einladung stand “Platz 6”, okay! Wohin jetzt? Hier stand “Platz 7”, an der nächsten Tür “Platz 19”, danach “Platz 12”, und dann anschließend “Platz 2” Na toll! Wie soll ich denn bei dem Wirrwarr Platz 6 finden? Geht`s noch? Schon mal was von “nummerischer Reihenfolge” gehört? Ich war am Verzweifeln… oh, da hielten gerade zwei Damen Kaffeeklatsch… die habe ich angesprochen und gefragt, ob sie mir sagen könnten, wo Platz 6 wäre. Die eine schaute mich total vorwurfsvoll an  (na toll!) und meinte ja, zeigte auf die nächste Tür und ich bin ihr mit den Kinderwagen glatt in die Hacken gefahren. Wie sich herausstellte war das die Dame von Platz 6. Na toll! Ich meinte, ich wäre etwas spät dran, da verdrehte sie die Augen. Na toll! Was sollte das jetzt wieder? Sie meinte, sie hätte nicht so viel Zeit. Sie bräuchte meinen Antrag. Den habe ich ihr dann gegeben, wir sind ihn durchgegangen… ich hatte ein Datum vergessen, das habe ich nachgetragen. Dann fragte sie, ob ich meine Nebentätigkeit immer noch ausübe (ja, tue ich, steht auch auf dem Antrag). Dann habe ich mir bescheinigen lassen, dass ich alles abgegeben habe und habe dann noch zu ihr gesagt: “Na sehen Sie, das ging doch schnell” Da meinte sie: “Ich muss das ja aber noch bearbeiten” Ach nee!?  Es hat nur fünf Minuten gedauert und wir standen wieder auf dem Flur. Kann mir mal bitte jemand erklären, warum ich da unbedingt PERSÖNLICH erscheinen sollte? Hätte man das nicht alles auch per Post erledigen können? Punkt 10.11 Uhr standen wir wieder “auf der Straße”

Nun gut, wir hatten ja Zeit, also sind wir zwei Haltestellen gefahren, um für meinen Mann noch Kruskovac zu besorgen…. An dem Laden angekommen, steht da dran: “Öffnungszeiten Montags: 13.00 – 18.00 Uhr”. Na toll! Heute war irgendwie nicht so unser Tag…. Aus irgendeinem Grund hatte ich aber heute morgen eine Tageskarte gekauft… so konnten wir dann nachmittags noch mal los…

Äh? Wie jetzt?!

So, heute war ja nun Totensonntag und ich hatte ja meinen Mann schon mal gefragt, wann wir denn mal zu seiner Oma auf den Friedhof gehen wollten. Heute bot es sich ja nun an. Schwiegermama hat uns abgeholt und dann sind wir gemeinsam auf den Friedhof. Ich hatte unser Baby auf dem Arm und sie zerrte ständig daran rum 😦 So leicht ist das Kleine jetzt auch nicht mehr, da erschwerte es das noch zusätzlich. Auf dem Friedhof war es nasskalt 😦 und ich merkte sofort, dass ich mir was eingefangen hatte. Na toll! Das hat mir gerade noch gefehlt….

Danach sind wir zu Schwiegermama nach Hause gefahren. Irgendwie war die Stimmung “komisch”. Klar, sie war bedrückt, weil wir gerade vom Friedhof kamen und mir ging es nicht gut, weil ich etwas ausbrütete… Es hätte also alles ruhig werden können…. Aber nein…. Schwiegermama hat ein Liederbuch geholt und es mir gezeigt (es war echt süß). Unser Baby bekommt aber von meiner Schwester schon ein Liederbuch zum Geburtstag (das war mit ihr schon ewig so abgesprochen). Das hatte ich meinem Mann vor einiger Zeit auch erzählt, als er mir berichtete, dass Schwiegermama für das Kleine ein Liederbuch gekauft hätte. Ich schaute es mir an und sagte ganz brav: “Danke” Da sagte meine Schwiegermama: “Du brauchst gar nicht meinen, dass du das mitnehmen kannst” RUMS! DAS hatte gesessen. Wieso zeigt sie es mir dann???? Okay, es war ein Missverständnis, aber hätte sie das nicht “diplomatischer” ausdrücken können? Am Besten ich sagte jetzt gar nichts mehr. Ich war bedient! Und mein Mann? Der hielt sich mal wieder schön aus allem raus.

Etwas später fragte mich meine Schwiegermama, welchen Kuchen ich zum Geburtstag unseres Sonnenscheins backen würde. Da ich es noch nicht wusste (wir erinnern uns, ich wusste noch nicht ob Apfel oder anderes Obst ob Muffins oder nicht usw), habe ich ihr das auch so (in ganz normalem Tonfall) gesagt…. ich wusste aber, dass meine Mama (auf meinen Wunsch hin) einen Käsekuchen backen wird und auch das habe ich ihr gesagt. Dann sagte sie, sie würde auch einen Kuchen backen und als ich fragte, was für einen (damit ich nicht den gleichen backe), meinte sie total pampig: “Das sage ich dir nicht!” Was sollte`n der Blödsinn? Habe ich was verpasst? Mein Mann hielt sich mal wieder raus. Ich war den Tränen nahe, der merkte überhaupt nicht, wie sie heute mit mir sprach. Ich wär am liebsten gegangen! Aber da war ja noch mein Baby, vor dem kleinen Sonnenschein wollte ich mich nicht streiten. Ich wusste, dass mein Mann sich wieder auf ihr Seite stellen würde. 😦

Ich sagte jetzt gar nichts mehr!!!! Meine Schwiegermama meinte andauernd zu MEINEM Baby, SIE würde nächstes Jahr mit ihm zum Laternenumzug gehen! Was sollte das denn jetzt wieder? ICH habe schon vor ein paar Wochen gesagt, dass ICH nächstes Jahr mit dem Kleinen gehe, weil ich es dieses Jahr noch zu klein dafür fand… ICH werde gehen, nicht sie!!! Das ist immer noch MEIN Baby!!! VIELLEICHT, aber wirklich nur vielleicht nehmen wir sie nächstes Jahr mit, aber dann hat sie zu fragen und das nicht zu bestimmen. Merkte mein Mann überhaupt noch was????

Oh ja, scheinbar hatte er was gemerkt… denn zu Hause meinte er, ob er mal mit mir reden könne… Klar konnte er! Da meinte er, ICH hätte kaum dass wir da waren, “eine Fresse gezogen”… Nein, das hatte ich erst, nachdem mir ein paar Mal ein Tiefschlag versetzt wurde und das kann man mir ja wohl nicht verübeln! Dann sagte er noch, wieso ich so zickig gesagt hätte, dass ich noch nicht weiß, welchen Kuchen ich backe. Erstens: ICH war hier nicht diejenige, die zickig gewesen ist und ich WEIß es WIRKLICH noch nicht und zweitens: Äh, wie jetzt? ICH??? SIE sagt, dass sie mir nichts sagt und ICH soll diejenige sein, die sich falsch verhalten hat??? Geht`s noch? Ich hab doch gesagt, er stellt sich wieder auf ihre Seite… Das ist echt zum k…! Ich könnte heulen! Ich habe auch geheult! Er bekommt überhaupt nicht mehr mit, wie gemein sie in letzter Zeit zu mir ist… Als Entschuldigung darf ich mir dann immer anhören, dass Oma ja vor Kurzem gestorben ist… Ja, Oma ist gestorben und ja, es ist sicher schwer. Aber ich war immer für Schwiegermama da, wenn sie mich gebraucht hat. Und ich möchte mir auch nicht mal vorstellen, wie es ist, die eigene Mama zu verlieren!!! Das ist ganz sicher furchtbar schwer und traurig…. Aber das kann doch nicht die Universalentschuldigung für alles sein!?!

Jetzt also doch!?

So, heute trafen wir die ersten Vorbereitungen für den Geburtstag unseres Babys nächste Woche. Wir sind ja mit der Wandgestaltung des Kinderzimmers total hinterher, wollten auch noch den Namen unseres Lieblings an dessen Tür anbringen… irgendwann müssen wir ja mal anfangen…

Das Zimmer unseres Schatzes ist im “Winnie the Pooh” Stil/Style eingerichtet, d.h. “Winnie the Pooh” Teppich und Gardinen, außerdem hatten wir noch Wandsticker im Schrank und die Oma hat auch schon die passende Spielkiste mitgebracht. (Wir wollten etwas neutrales und nichts “geschlechtsspezifisches”)

Wie ich ja schon mal berichtet hatte, wollte ich auch noch eine Spardose und eine Wanduhr haben. Heute habe ich gedacht: “Ich bestelle die Wanduhr jetzt trotzdem über “Conrad”, auch wenn sie erst ab 27.11. lieferbar ist. Die kann man ja auch noch später anbringen.” Also bin ich auf die Seite von “Conrad.de” gegangen und siehe da, bei der Uhr stand: “sofort lieferbar” Ach nee!? Jetzt also doch!? Das freut mich natürlich! Ich habe sie bestellt und lasse sie an die Filiale liefern, um Versandkosten zu sparen… Hoffentlich ist sie in den nächsten Tagen da, dann kann sie doch noch VOR dem Geburtstag unseres Babys an dessen Wand….

Wie nur?

Jedes Jahr die gleiche Frage: Wo, wann verbringen wir bei wem die Weihnachtstage? Seine Familie? Meine Familie?

Die letzten Jahre (und da meine ich mehr als drei) habe ich immer zurück gesteckt und zugestimmt, dass wir Heilig Abend bei der Mama meines Mannes sind. Davor die Jahre (lang lang ist`s her) war das viel gerechter aufgeteilt: Ein Jahr waren wir Heilig Abend bei seiner Mama und am ersten Feiertag bei meinen Eltern und das nächste Jahr waren wir Heilig Abend bei meiner Familie und am ersten Feiertag bei der Mama meines Mannes. DAS war gerecht und keiner konnte sich beschweren.

Dieses Jahr möchte ich, dass wir mal wieder an Heilig Abend bei meiner Familie sind! Ich möchte, dass wir zum Mittag schon hinfahren! Und ich möchte, dass wir da schlafen! Ich frage mich nur: Wie nur, soll ich das meinem Mann sagen? Das sagen an sich ist vielleicht nicht so schwer, dass sich durchsetzen schon eher.

Neulich war ja meine Familie hier bei uns, da kam natürlich die Sprache auch auf Weihnachten. Meiner Familie habe ich auch gesagt, was ICH möchte… als mein Mann dann von der Arbeit kam und ich ihm nur gesagt habe, dass ich dafür bin, Heilig Abend in Neuruppin zu sein, da blockte er schon ab und meinte, er hätte “Bereitschaft”. Wie jetzt? Seit wann hat man denn als Handwerker Bereitschaft? Wie sich herausstellte hat er das wohl jedes zweite Jahr (Wieso weiß ich nichts davon?), es wurde nur nie in Anspruch genommen…

Ich bin so traurig! Früher erfüllte mein Mann mir jeden Wunsch und das meist noch bevor ich ihn ausgesprochen hatte, ja manchmal sogar schon, bevor ich überhaupt WUSSTE, dass ich einen Wunsch hatte… Und jetzt? Kaum kommt die Sprache auf meine Familie ist er total “anti” eingestellt. Ja, ich geb`s zu: meine Familie ist nicht immer einfach (welche Familie ist das schon?) und manchmal machen sie mich auch traurig, aber es ist immer noch meine Familie und sie ist mir wichtig! Wie nur, mache ich das meinem Mann begreiflich?

Wer meinen Blog liest, weiß auch, dass die Oma meines Mannes dieses Jahr gestorben ist. Das ist total traurig und natürlich ist das für seine Mama (die Tochter seiner Oma) sehr schwer, besonders an den Feiertagen…. Nur: MEIN Opa, der 10 Jahre älter ist, als es seine Oma war, LEBT!!! Er ist natürlich nicht mehr so fit, uns ständig besuchen zu können und er hat mir schon mehrmals gesagt, dass er es traurig findet, unser Baby so selten zu sehen. (Er kommt auch mit meiner Familie nicht mit, wenn sie uns besuchen, weil er es nicht mehr drei Etagen hoch schafft). Und das ist GENAU der Grund, weshalb ich Heilig Abend nach Neuruppin möchte, dort bereits zum Mittag da sein möchte und auch dort schlafen möchte!!! Ich weiß einfach nicht, wieviel Zeit ihm und uns gemeinsam noch bleibt! Wie nur, mache ich das meinem Mann verständlich?

Natürlich haben wir schon mal darüber gesprochen… Er meinte, ich hätte Recht, wir wären schon ewig nicht mehr Heilig Abend bei meiner Familie gewesen. Aber er würde das keinesfalls schon zur Mittagszeit hinfahren und bestimmt würde er auch nicht da schlafen (Was soll ich dazu sagen? Es macht mich so unendlich traurig!!!). Seine Begründung war eher eine Frage, nämlich, ob wir dann erst am 2. Feiertag zu seiner Mama gehen sollten. (Ja, klar wird es stressig, wenn wir da schlafen, nach dem Frühstück zurück fahren und nachmittags auch noch zu seiner Mama gehen, aber es ist machbar!)Außerdem meinte er, meine Familie sollte doch auch mal bedenken, dass seine Oma gestorben ist. Da habe ich zu ihm nur gesagt: “Ja, aber mein Opa lebt!” Gedacht habe ich: “Wer weiß wie lange noch? Ich hab solche Angst!” Da ich aber schon wieder Tränen in den Augen hatte (übrigens genau wie jetzt), habe ich nichts weiter gesagt… Sollte man die Zeit nicht viel besser mit den Lebenden verbringen???

Wenn ich nur wüsste: Wie nur, ich meinem Mann begreiflich machen kann, wie wichtig das für mich und auch für meinen Opa ist?!?

Alle guten Dinge sind drei?!

Oder: Dritter Versuch eines zuckerfreien Kuchens

Heute versuche ich dieses Rezept:

http://mutternatur.wordpress.com/2008/05/14/apfelkuchen-rezept-ohne-zucker/

10.30 Uhr: Wir haben keine Eier und keine Äpfel mehr im Haus und die Datteln reichen auch nicht mehr für das Rezept. Also schnapp ich mir das Baby und wir gehen schnell einkaufen….

11.10 Uhr: Die Äpfel sind geschält, jetzt geht es an den Teig. Hm, der schmeckt ja heute lecker und so überhaupt nicht nach zuckerfrei… Vielleicht liegt es auch daran, welche Datteln man nimmt?! Letztes Mal hatte ich die aus dem Bioladen von “Morgenland”, die waren total dröge und trocken. Und heute habe ich die von “Seeberger” gekauft, die sehen viel appetitlicher und saftiger aus. Zucker enthalten beide nicht, da habe ich extra drauf geachtet. So, noch schnell die Form ausgemessen… hm, na gut meine hat 23 cm und nicht 30 cm Durchmesser, aber das dürfte ja jetzt wohl kein Problem sein…. So, jetzt kommt der Teig in die eingefettete Form, die Äpfel drauf und auf eine Hälfte des Kuchens mache ich eine kräftige Prise Zimt. Ich liebe Zimt! Schon beim verteilen des Zimtes auf dem Kuchen schießen mir Ideen durch den Kopf: Wenn der Kuchen jetzt schmeckt und ich ihn noch mal machen sollte, könnte ich ein Viertel pur, ein Viertel mit Zimt, ein Viertel mit Rosinen und ein Viertel mit Walnüssen machen…. immer auf das Obst oben drauf, sonst ist das zuviel Arbeit. Denn das Rezept hier geht wirklich einfach und schnell, die meiste Zeit nimmt das schälen und schneiden der Äpfel in Anspruch. Sollte der Kuchen dieses Mal schmecken, könnte man auch Muffins draus machen, vielleicht auch mit Bananen oder Pflaumen…

11.30 Uhr: ab in den Ofen! Und warten… Meine Küche versinkt mal wieder im reinsten Chaos, aber schnell das Geschirr zusammen gestellt, dann sieht es nur noch halb so wild aus…

11.45 Uhr: Wow, riecht das hier lecker nach Apfel und Zimt… ich bin schon ganz gespannt, wie der Kuchen schmecken wird…

12.10 Uhr: Es riecht immer noch lecker nach Zimt… ich liebe Zimt… und jetzt ist genau die richtige Jahreszeit für diesen Geruch… So, den Brei für das Baby ins Wasserbad und dann mal langsam anfangen aufzuräumen… überall liegt Spielzeug rum…

12.20 Uhr: Mein Baby ist gnatschig und dabei an der Brust einzuschlafen… Es klingelt! Na toll! Das war`s dann wohl mit einem schlafendem Baby… Das wird sicher jemand von der “Apotheke 26” sein, der die Milchpumpe abholen möchte. Sie wollten ein Zeitfenster von 3 Stunden haben und ich hatte mit ihnen zwischen 12.00 Uhr und 15.00 Uhr vereinbart…. Denkst`e Puppe! Das sind der Schornsteinfeger und die Schornsteinfegerin, die wegen unsere neuen Therme kommen (und mit der übrigens 13.30 Uhr abgemacht war – können die sich nicht einmal an ihre besch… Zeiten halten???) Mein Baby sieht zwei schwarz gekleidete Menschen und fängt an zu schreien. Natürlich ist unsere Therme in der Küche, in der das reinste Chaos herrscht. Ich renn zwischen Baby (im Wohnzimmer), Brei (in der Küche) und Baby hin und her… Mein Kuchen muss auch gleich raus. Was haben die ein besch… Timing!!!! Überall (Flur, Wohnzimmer, Kinderzimmer, Schlafzimmer) liegen Bälle und Spielzeug rum. Und der Abwasch ist auch erst zu einem Viertel erledigt… Chaos pur in der Küche! Na selber Schuld! Was kommen die auch über eine Stunde zu früh!? Und seit wann kommen die überhaupt zu zweit??? Ich sage ihnen auch, dass ich erst in einer Stunde mit ihnen gerechnet habe und dass mein Kuchen gleich aus dem Ofen muss… Sie meinen, sie hätten zu meinem Mann “zwischen 12.30 und 13.30 Uhr” ausgemacht. Na, das halte ich für ein Gerücht!!! Denn erstens hätte er mir Bescheid gesagt und zweitens hat er noch gesagt, wenn die kommen, wär er ja auch schon fast zu Hause (er hat freitags schon um 13.30 Uhr Feierabend).

12.30 Uhr: Na zum Glück brauchten die nicht lange, Sie sind weg (sagten, es sei alles okay). So, dann kann ich ja endlich mein Kuchen aus dem Ofen nehmen… Hoffentlich war der jetzt nicht schon wieder zu lange drin!? Er sieht am Rand schon wieder ganz angebrannt aus. Für das Backen taugt (m)ein Gasherd echt überhaupt nicht bzw. wenig… Und endlich kann ich in Ruhe mein Baby füttern…

12.35 Uhr: Denkst`e Puppe! Es klingelt! Was haben die denn jetzt noch vergessen? Aber es sind gar nicht die Schornsteinfeger, JETZT ist es jemand von der “Apotheke 26”,  um die Milchpumpe abzuholen. Also dieser Service von denen ist echt super!!! Das geht auch ganz schnell. Mit der Pumpe ist alles in Ordnung (Kunststück! Ich habe sie ja auch nur ein einziges Mal benutz!). Kaution wieder bekommen, Small Talk gehalten, unterschrieben, fertig!

12.40 Uhr: So, jetzt kann ich endlich in Ruhe mein Baby füttern… Und ich? Der Kuchen ist noch warm. Ich kann nicht widerstehen…. Angeschnitten (nächstes Mal sollte ich die Äpfel mehr in den Teig drücken). Sehr lecker… schmeckt so überhaupt nicht zuckerfrei…. In der ganzen Eile habe ich natürlich vergessen, ein Foto vom fertigen Kuchen zu machen… das muss ich dann wohl das nächste Mal nachholen… ich esse gleich noch ein Stück, dieses Mal aber die Äpfel getrennt von dem Teig, damit ich weiß, ob es auch wirklich der Teig ist, der schmeckt… Ja! Der Teig schmeckt!

Für mich ist klar. DER Kuchen ist es!!! Die nächste Woche kann kommen!!!

Blog-kade

Wer bloggt, der kennt das ja: manche Tage sind so ereignislos bzw. alltäglich, dass sich kaum lohnt, darüber zu bloggen. Und dann gibt es da diese anderen Tage und Wochen, in denen man gar nicht weiß, was man zuerst bloggen soll und gar nicht mehr hinter her kommt. So ging es mir in der Schwangerschaft (und auch danach). Da ich aber aus verschiedenen Gründen (mal war ich außer Gefecht gesetzt, dann ging der Laptop nicht, dann war das WordPress Programm nicht mehr auf dem Laptop, dann ging es mir bescheiden oder ich hatte einfach mal keine Zeit), nicht immer dazu gekommen bin, zu bloggen, habe ich einige Beiträge nur angefangen zu schreiben. Ich wollte nichts vergessen, zu erzählen…Nach und nach soll(t)en diese dann ergänzt werden… Inzwischen war es aber so eine Menge Beiträge, dass es mir zuviel wurde, auch nur daran zu denken weiter zu schreiben… ich war sozusagen blog-kiert.

Wer meinen Blog liest (das wird ja bisher außer mir keiner oder kaum einer sein, weil ich ihn einfach noch nicht “beworben” habe), weiß, dass er immense Lücken in einigen Monaten der Schwangerschaft (und teilweise auch danach) aufweist. Diese sollen nach und nach gefüllt werden.Das kann allerdings noch eine Weile dauern. Denn erstens weiß man ja, umso mehr Zeit vergeht, desto mehr Details vergisst man (wenn noch Stilldemenz dazu kommt, dann wird es noch schlimmer). Und zweitens weiß man ja auch, je älter so ein Baby wird, desto mehr beansprucht es einen. Die Zeiten, wo es den halben Tag geschlafen hat, sind vorbei….

“lächeliche” Blümchen

Wow! Da haben sich für heute vier (!!!) Probekinder zu meinem kreativen Kindertanz (ab 3 Jahren) angemeldet und es waren sogar alle vier da!

Mit meinem Mann hatte ich verabredet, dass er in der Zeit mit dem Baby spazieren geht. (normalerweise hatte ich es mit in der Stunde, aber bei vier Probekindern auf einmal, gestaltet sich das doch etwas schwierig.) Also hatte er extra auf Frühstücks- und Mittagspause verzichtet, damit er pünktlich da sein konnte. Das klappte auch ganz gut. Nur das Wetter!? Es regnete in Strömen! Das ist natürlich das beste Wetter, um spazieren zu gehen…

Die Stunde machte so viel Spaß! Die neuen Kinder machten auch super mit. Eines war zwar etwas schüchtern, aber immerhin hing es nicht an der Hand der Mama, sondern an meiner – war ja auch schon mal was wert! Ich hoffe, alle vier kommen wieder! Dann muss ich diese Gruppe nicht zum 31.12. aufgeben!

Zum Abschluss haben wir “Gänseblümchen” getanzt und eines meiner kleinen süßen Tanzmäuse meinte: “Schau mal, ich bin eine lächeliche Blume” und grinste! (Sie meinte “lächelnde”). Besser konnte die Stunde nicht enden….