Na toll!!!

Heute war ja der Termin beim Arbeitsamt in der Sonnenallee. Wir sind pünktlich aufgestanden und haben uns fertig gemacht. Da hatte das Baby die Windel bis zum Hals vollgekäckert… Na toll…. Aber gut, das bekam ich hin… inzwischen habe ich ja Übung in solchen Situationen.

Wir sind los gegangen, waren natürlich jetzt echt spät dran, aber es war noch zu schaffen. Da wir (mein Baby und ich) ja mit dem Kinderwagen unterwegs waren, waren wir auf die Aufzüge angewiesen. Na toll! Ich wusste schon vorher, dass mich das wieder aufregen wird.

Kaum aus unserem Aufzug ausgestiegen, fuhr auch schon unsere S-Bahn vor…. Dann umsteigen… Na wer hätte das gedacht: auch mit dem Aufzug ging es schnell und problemlos… ein Blick auf den Fahrplan sagte mir, unser Zug würde in 3 Minuten kommen. Na das sah doch gut aus… und voll im Zeitplan… Ja, denkst`e Puppe! Auf der Anzeigentafle stand.: “Aufgrund einer Weichenstörung kommt es zu Unregelmäßigkeiten” Kaum hatte ich das gelesen, sagte auch schon eine Stimme aus dem Lautsprecher, dass unser Zug ausfällt. Na toll! Das war es dann wohl mit unserem Zeitplan…

Zum Glück mussten wir nur wenige Stationen fahren. An unserer Endhaltestelle ist uns der Aufzug dann vor der Nase weggefahren… Na toll! Aber sooo lange dauert es ja nicht, bis der wieder kommt (wenn man es allerdings eilig hat, ist schon jede Minute warten zuviel). Okay, oben angekommen… Wo lang? Zum Glück hatte mein Mann am Vorabend noch “Google Street View” bemüht und es mir gezeigt, so hatte ich Anhaltspunkte, an denen ich mich problemlos orientieren konnte. So, die letzte Hürde war eine rote Ampel… boah, wie lange wollte die denn noch rot sein??? Endlich! Grün!

So: im Arbeitsamt eine riesige Schlange am Empfang und es ging schleichend voran. Na toll! Aber warte! Da stand “OHNE Einladung nach links” und “MIT Einladung nach rechts”… Ich hatte doch eine Einladung… Aber die Schlange vor dem Fahrstuhl war auch nicht viel kürzer! Na toll! Eigentlich haben die zwei Aufzüge, aber der eine war außer Betrieb. Na toll! Der funktionierende Fahrstuhl fuhr los (wir waren natürlich noch Wartende), dann kam er wieder und war noch nicht leerer, als bei seiner Abfahrt. Na toll! JETZT waren wir definitiv zu spät… Endlich! Der Aufzug war da. So, reingequetscht mit diversen anderen Leuten (MINDESTENS die Hälfte von denen war jung, dynamisch (vielleicht sogar Mitglied im Fitnessstudio) und hatte gesunde Beine! Müssen die denn wirklich immer ALLE den Aufzug nehmen. Als ich noch nicht mit Kinderwagen unterwegs war, WUSSTE ich noch nicht mal, wo sich die jeweiligen Aufzüge befinden…. So was regt mich echt auf… aber da hatte ich gerade keine Zeit mich aufzuregen….

Erst fuhr der Fahrstuhl in das Untergeschoss. Na toll! Da ist weder einer ein- noch ausgestiegen, es hat auch keiner da unten gewartet. Sehr merkwürdig! Dann hat der Fahrstuhl natürlich wieder im Erdgeschoß gehalten, weil da ja immer die Wartenden auf den Knopf drücken… Endlich waren wir im 3. Stock angekommen! So, wo mussten wir denn jetzt hin??? Auf meiner Einladung stand: “Zimmer: 3.Etage”. Na toll! Woher sollte ich denn jetzt wissen, wo genau ich hin sollte? Ah, da kam ja eine Frau vom Amt, die habe ich gefragt. Sie wollte die Einladung sehen und meinte, da würden auch keine Namen drauf stehen, sondern nur Plätze. Na toll! Wie persönlich! Auf meiner Einladung stand “Platz 6”, okay! Wohin jetzt? Hier stand “Platz 7”, an der nächsten Tür “Platz 19”, danach “Platz 12”, und dann anschließend “Platz 2” Na toll! Wie soll ich denn bei dem Wirrwarr Platz 6 finden? Geht`s noch? Schon mal was von “nummerischer Reihenfolge” gehört? Ich war am Verzweifeln… oh, da hielten gerade zwei Damen Kaffeeklatsch… die habe ich angesprochen und gefragt, ob sie mir sagen könnten, wo Platz 6 wäre. Die eine schaute mich total vorwurfsvoll an  (na toll!) und meinte ja, zeigte auf die nächste Tür und ich bin ihr mit den Kinderwagen glatt in die Hacken gefahren. Wie sich herausstellte war das die Dame von Platz 6. Na toll! Ich meinte, ich wäre etwas spät dran, da verdrehte sie die Augen. Na toll! Was sollte das jetzt wieder? Sie meinte, sie hätte nicht so viel Zeit. Sie bräuchte meinen Antrag. Den habe ich ihr dann gegeben, wir sind ihn durchgegangen… ich hatte ein Datum vergessen, das habe ich nachgetragen. Dann fragte sie, ob ich meine Nebentätigkeit immer noch ausübe (ja, tue ich, steht auch auf dem Antrag). Dann habe ich mir bescheinigen lassen, dass ich alles abgegeben habe und habe dann noch zu ihr gesagt: “Na sehen Sie, das ging doch schnell” Da meinte sie: “Ich muss das ja aber noch bearbeiten” Ach nee!?  Es hat nur fünf Minuten gedauert und wir standen wieder auf dem Flur. Kann mir mal bitte jemand erklären, warum ich da unbedingt PERSÖNLICH erscheinen sollte? Hätte man das nicht alles auch per Post erledigen können? Punkt 10.11 Uhr standen wir wieder “auf der Straße”

Nun gut, wir hatten ja Zeit, also sind wir zwei Haltestellen gefahren, um für meinen Mann noch Kruskovac zu besorgen…. An dem Laden angekommen, steht da dran: “Öffnungszeiten Montags: 13.00 – 18.00 Uhr”. Na toll! Heute war irgendwie nicht so unser Tag…. Aus irgendeinem Grund hatte ich aber heute morgen eine Tageskarte gekauft… so konnten wir dann nachmittags noch mal los…

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