Meningokokken?

So, da waren wir heute bei unserer Kinderärztin. Wir mussten ja den letzten Termin zur Impfung absagen bzw. verschieben, weil mein Baby ja so krank war. Heute war also der neue Termin, um 11.15 Uhr. Wir waren kurz vor 11 Uhr da. Bei der Anmeldung habe ich der Schwester dann gesagt, dass ich die Impfung wie immer getrennt haben möchte (und das war mit der Ärztin auch so abgesprochen, dass ich Bescheid sagen sollte) und heute wär ja dann wieder die 6fach Impfung dran. Da guckt die Schwester mich an und meinte, heute wäre aber die Meningokokken Impfung dran. Wie jetzt? Was bitte? Was sind Meningokokken? Und wieso wusste ich nichts davon? Ich habe doch darüber noch gar nichts in meinem Buch gelesen. Normalerweise lese ich vor jeder Impfung in “Impfen Pro und Contra” von Martin Hirte und entscheide dann, ob ich die Impfung machen lasse oder nicht, denn nicht jede Impfung ist sinnvoll und notwendig. Außerdem hatte die Ärztin doch letzte Mal zu mir gesagt, ich solle bei der Anmeldung gleich Bescheid sagen, wegen der getrennten Impfung… Das habe ich der Schwester auch gesagt. (Das ergibt doch dann gar keinen Sinn). Da meinte die Schwester mit den getrennten Impfungen Pneumokokken/6fach sind wir durch und zählte im Impfbuch meines Babys “ein, zwei, drei – fertig!” und lächelte mich an. Also das muss ich mal anmerken, egal welche Problem man dort gerade hat, die Schwestern und Ärzte da sind immer super lieb und freundlich. Also fragte ich die Schwester, was denn bitte Meningokokken sind und sie meinte “Gehirnhautentzündung”, sie bot mir aber auch an, erst mal noch nichts aufzuziehen, damit ich erst noch mal mit der Ärztin sprechen kann… Das fand ich sehr gut, so machten wir es dann auch. Kaum hatte ich mein Baby von Jacke und Hose befreit und mich angefangen, mit einer Mama zu unterhalten, da kam auch schon die Ärztin und wir waren dran. Wow, das ging ja heute schnell! Auch die Ärztin meinte, heute wären Meningokokken dran und die andere Impfung (Pneumokokken/6fach) erst wieder in ein paar Wochen… Wie jetzt? Was war denn jetzt mit “ein, zwei, drei – fertig!”? Die Ärztin klärte mich über die Impfung und über die Nebenwirkungen auf, hat mir all meine Fragen dazu beantwortet, mein Kind durchgecheckt (es ist ja leicht erkältet) und dann habe ich mich für die Impfung entschieden (hoffentlich war das jetzt kein Fehler! mein Buch befrage ich später!). Dann hatte ich noch zwei Fragen außerhalb der Impfung und die Ärztin meinte, dann machen wir das lieber vor der Spritze. Also gut!

Als erstes habe ich mit ihr besprochen, dass das Baby (seit ca. 2 Wochen) die halbe Bude zusammenschreit, sobald ich länger als 10 Minuten weg bin. Der Papa ist immer fix und alle. Tja, das scheint wohl die Fremdelphase zu sein… Die Ärztin meinte, auch wenn der Papa oder die Oma auf das Kleine aufpassen und es würde die Bude zusammenschreien und weinen, ist das fremdeln. Denn in dem Moment fehlt unserem kleinem Liebling die Hauptbezugsperson und die bin im Moment ja nun mal ich. Sie meinte auch, da kann man aktiv gar nichts machen, nur abwarten und das aussitzen… sie könnte mich aber beruhigen, das wäre nur eine Phase und die geht auch irgendwann vorbei. Und dass das Kleine so schluchzt, als würde es keine Luft mehr bekommen (es bekäme ja Luft), wäre nur die Eigenart unseres Babys zu weinen. “so herzerweichend” (das musste es natürlich gleich demonstrieren, als die Ärztin ihm die Spritze gab)…

Und das zweite: wir möchten unsere Physiotherapie gerne weiter machen und haben das ja auch schon mit der Physiotherapeutin besprochen, die das auch befürwortet. Das Problem ist nur, dass wir die 50 Stunden nächste Woche voll haben und so eine “Verordnung außerhalb des Regelfalles” bräuchten. So viel ich gehört hatte, schien das wohl etwas schwer zu sein… Aber nein, wohl nicht für unsere Ärztin… sie meinte sofort, bei den tollen Fortschritten, die wir mit der Physiotherapie erzielen würden und so lange wir damit um eine OP herum kommen würden, wäre sie auch für die Verordnung und wir würden sie bekommen.

Ich bin immer wieder froh, dass wir damals unsere Kinderärztin gewechselt haben – sie ist einfach so viel netter, kompetenter, einfühlsamer unserem Kind gegenüber und nimmt sich immer die nötige Zeit. Von solchen Ärzten/Ärztinnen sollte es echt mehr geben!

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