Das wird ja immer besser…

Ich habe mich ja schon über den  Zettel auf meiner Lohnabrechnung gefreut, weil es persönliche Worte waren, aber die Post vom Arbeitgeber meines Mannes toppte ja heute wohl alles.

Der Betrieb feiert dieses Jahr 90jähriges Bestehen und wollte sich bei seinen Arbeitnehmern bedanken, hier ein Auszug aus dem Brief:
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Also darüber würde sich doch wohl jeder Arbeitnehmer freuen. 🙂 Mein Mann konnte es erst gar nicht glauben und musste es mehrmals lesen 😀

Ich bin wieder da!

So, ich bin wieder da! Aus dem Krankenhaus zurück bin ich ja schon seit dem 15.05., aber zuerst sollte ich nur liegen (auf dem Bauch und auf der rechten Seite) und auch danach durfte ich noch nicht an den PC. Und so ganz ohne PC bloggt es sich schlecht. 😉

Die Kleine haut in letzter Zeit eine Schoten aus, ich hoffe, ich bekomme wenigstens die Hälfte davon noch zusammen…

“Kleiner Schisser”

Heute ging es mit der Oma auf den Rummel. Aber im Gegensatz zum letzten Jahr, als sie wirklich mit jedem Karussell und das auch am liebsten gleich mehrmals fahren wollte und auch viel gefahren ist, war sie dieses Jahr gar nicht dazu zu bewegen. Für mich war und ist das vollkommen okay. Die Oma wiederholte gebetsmühlenartig “Sie ist müde!” Ja, sie war müde, aber das eine hatte nichts mit dem anderen zu tun. Dann weiß man als Mama natürlich, wann sein Kind müde ist und wie viel man ihr noch zumuten kann und irgendwann kann man dann “Sie ist müde!”  nicht mehr hören. 😦 Und was sagt der Papa zur Prinzessin: “Du bist ein kleiner Schisser” 😉 Er sagte das mit einem Augenzwinkern, weil sie ja sonst immer vorne mit dabei ist und alle ausprobieren (höher, schneller, weiter) möchte, aber ich habe ihn trotzdem gebeten, zu meinem Kind bitte nicht “Schisser” zu sagen. 🙂 Woran er sich dann auch gehalten hat. 🙂

Ich erzähl dir mal was…

Heute war das ins Bett bringen bzw. bis sie dann eingeschlafen ist, mal wieder eine einzige Katastrophe. Die Kleine scheint genau zu spüren, dass Mama nur “Halbkraft” hat und das auch auszunutzen. Also habe ich mich heute (nachdem sie mit mir schon alles von: noch was trinken, Papa und sämtlichen Kuscheltieren noch einen Gute-Nach-Kuss geben zu müssen, rein und raus aus dem einen in das andere Bett und Papa muss sich mit neben uns legen, durch hatte) aus der Diskussion heraus gehalten und mich in die Rolle der Beobachterin begeben. Auch  mit Papa fing sie dann an Spielchen zu spielen und wollte wieder in ihr Bettchen. Inzwischen ging das schon zwei Stunden (!!) Ich hätte ja schon längst mal durchgegriffen und sie im (großen) Bett festgehalten, natürlich macht sie dann Lärm und der Papa hat dann Angst, dass sich jemand beschwert, also lässt er sie gewähren… Irgendwann wurde es aber auch ihm echt zu bunt und er meinte, wenn sie sich jetzt für ihr Bett entscheidet, dann bleibt sie auch in dem. Sie sagte ja und legte sich hin… (Als ob!) Nur um kurz darauf zu sagen: “droßes Bettchän”, der Papa sagte “Nein”… Aber unsere Prinzessin hat einen echten Dickschädel und versuchte irgendwie an Papa vorbei oder unter seinen Beinen hindurch in das große Bett zu kommen, das ging aber nicht… also fing sie an zu quengeln… Der Papa, inzwischen am Ende seiner Kräfte, hob sie aus ihrem Bettchen, hielt sie hoch und sagte zu ihr: “Ich erzähl dir jetzt mal was: Du musst schlafen, ich muss schlafen, Mama muss schlafen. Ich muss morgen wieder früh aufstehen und arbeiten gehen und du musst in die KiTa. Die Kinder wollen doch mit dir spielen und dann möchten die eine ausgeschlafene Prinzessin. Mit einer müden Prinzessin wollen die nicht spielen! Bist du jetzt artig und legst dich hin?” Sie sagte “Ja dut Papa”  und legte sich tatsächlich hin. Eine halbe Minute lang war es ruhig. Dann stand sie in ihrem Bettchen wieder auf, stellte sich im Bett an die Gitter und sagte: “Papa? Azähl dia ma was: Du flafen, früh auftehn, Abeit; Ich KiTa dehn” Nach außen hin haben wir uns echt nichts anmerken lassen, aber innerlich haben wir uns eins gegrinst. 😉

Organisation: 6!!!

Da bin ich also wieder in der Klinik. Nachdem die Ärztin ja gestern zu mir gesagt hat, ich solle erst mal auf die Station kommen und die Schwester mich gebeten hatte, mich erst mal in der Aufnahme zu melden, damit man mich dort in den PC eintragen kann, habe ich mich für letzteres entschieden…

10.00 Uhr da bin ich nun – unten in der Aufnahme, ziehe eine Nummer und warte… Die Anzeigentafel sagt: “712”, meine Nummer ist die 741… wenn ich jetzt damit rechne, dass für jede Nummer 5 Minuten gebraucht werden, heißt es mal wieder: warten…

10.10 Uhr – oh, schon Nummer 719 *freu*

10.15 Uhr – erst Nummer 720, hab mich wohl zu früh gefreut…

10.30 Uhr – wir sind bei Nummer 724…

10.45 Uhr – Nummer 725… bei manchen Nummern geht es sehr schnell, für andere werden 20 Minuten benötigt und wieder andere Nummern sind gar nicht (mehr) da…

11.00 Uhr – Nummer 734

11.15 Uhr – Nummer 738 – nur noch 3… 739 – nur noch 2…

11.20 Uhr – Ich bin dran… und das Chaos nimmt seinen Lauf… Der Typ hinter der Scheibe ist mir gleich unsympathisch… Warum bin ausgerechnet ich bei dem und nicht bei einer der Frauen gelandet? Und wie arrogant der ist (scheint aber von seinem Aussehen, Outfit und seinem Stil darauf bedacht zu sein, dass man in ihm einen Freidenker vermutet)!

“Guten Tag” ist überhaupt nicht drin – sehr unhöflich! Ich werde auch nicht nach meinem Namen gefragt und vorstellen tut der Typ sich natürlich auch nicht. Alles was er sagt, ist: “Welche Station?” Ich: “2a!” Er: “Ich brauche ihren Einweisungsschein und die Kostenübernahme!”  Bitte was??? DAVON hat mir keiner was gesagt! Es ist ja auch nicht so, dass ich das hier alle Tage mache. Ich sage ihm, was man mir gestern gesagt hat und dass ich nichts (außer meiner Tasche) mitbringen sollte… Er ist total überfordert, aber weiterhin arrogant und herablassen mir gegenüber. “Ärzte hätten vielleicht Ahnung von Krankheiten, aber sonst nichts…” ist seine Meinung/Aussage. Weiterhin meint er, ich würde nicht im PC stehen. Ach nee?! Genau DAS sollte er ja auch GERADE JETZT erledigen! Ich sage ihm noch mal, was man mir gesagt hat, nämlich, dass ich mich unten melden solle, damit man mich im PC eingibt und ich dann stationär aufgenommen werde. Er telefoniert mit der Station… Na, da wird sich die Sache ja jetzt klären! Tja, denkst`e Puppe! Die wissen scheinbar auch wieder von nichts und der Typ meint, dann würde er mich in die Ambulanz schicken… NEEEEEEIIIIIIIINNNNNN!!!! DA werde ich jetzt auf keinen Fall hingehen und wieder 3-4 Stunden warten!!! Ich sage ihm das auch! Es ist ihm egal! Er hört mir ja nicht mal zu! Ich soll nachher operiert werden, ich stehe auf dem OP-Plan, ich habe alles so gemacht, wie man es von mir verlangt hat, ich habe keine Nerven und keine Kraft mehr, jetzt noch mal 3 bis 4 Stunden zu warten. Ich bin so wütend! Die Organisation hier hat ne glatte 6 verdient! Auf dem Weg zum Fahrstuhl schlägt meine Wut in Verzweiflung um, ich steige beinahe auf der falschen Etage aus… Ich gehe nicht in die Ambulanz, sondern auf die Station und breche dort weinend zusammen… (Am Besten, sie weisen mich gleich in die Psychische Abteilung ein). Die Schwester fragt, ob ich mich erst mal hinsetzen möchte, was ich auch tue… ganz kurz darauf  kommt Frau Dr. Nürnberg (die war das letzte Mal so lustig und ist auch ne ganz liebe Ärztin) und fragt, ob ich mit ihr reden möchte. Ich nehme das Angebot sehr gerne an. Sie kümmert sich um alles. Ich darf auf der Station bleiben, sie macht alles fertig und es wird auch ein Bett für mich frei sein. Während sie noch mit mir spricht, kommt Oberarzt Dr. Rehak vorbei, der mich ja heute auch wieder operieren wird und fragt auch nach. Frau Dr. Nürnberg meint: “Verwaltungsprobleme!” Ja, so kann man das auch nennen! 😉

12.00 Uhr – ich habe mein Bett bezogen (Dreierzimmer, Mittelbett)…

12.30 Uhr – die Schwester bringt mir mein OP Hemd, meint aber, es hätte noch Zeit das anzuziehen… Ich will mir keine allzu großen Hoffnungen machen, aber ich nehme das mal als Zeichen, dass ich heute WIRKLICH noch operiert werde und nicht wieder vom Plan gestrichen werde…