Diesmal war es KEINE Einbildung – er hat es bestätigt! :)

Das war vielleicht merkwürdig! Da stehe ich vorhin (es dämmerte schon leicht und das Licht war aus) vor dem Spiegelschrank im Bad und die linke Pupille war größer als die rechte (Wie jetzt? Das rechte Auge, ist das was operiert wurde und bei welchem die Pupille nicht kleiner wird). Das fand ich ja irgendwie verkehrte Welt…. Also habe ich das Licht am Badschrank angemacht und die rechte Pupille hat sich tatsächlich merklich zusammen gezogen. Ich habe das ja gestern auch ab und zu mal getestet und bin der Meinung, da hätte sie schon minimal reagiert, war mir aber nicht sicher, ob das nur Einbildung war. Dann habe ich gestern meinen Mann mit der Taschenlampe ins Auge leuchten lassen, aber er war sich nicht sicher, ob sich was tut. Da die Kleine heute die einzig funktionierende Taschenlampe mit in die KiTa genommen hat, fiel dieser “Test” heute aus. Da ich mir aber so unsicher bin/war, habe ich ihn “genötigt”, mit ins Bad zu kommen und auch zu gucken. Also haben wir noch mal das Licht am Spiegelschrank angemacht und die Pupille hat sich wieder zusammen gezogen. (Ob es daran lieg, dass ich die Tropfen aus einem Bauchgefühl heraus nicht mehr nehme?) Und nicht nur ich habe es bemerkt, auch mein Mann hat es gesehen. Und daher bin ich mir jetzt ganz sicher: Diesmal war es KEINE Einbildung – er hat es ja bestätigt. 🙂

Jetzt muss ich lernen, los zu lassen…

Heute ist es soweit! Die KiTa-Übernachtung steht an. Mein kleiner Schatz soll die erste Nacht ohne Mama und Papa verbringen. Sie hat ja schon ein paar Mal woanders als zu Hause übernachtet, auch ohne den Papa und sie hat auch schon mehrere Nächte ohne Mama verbracht (musste sie ja zwangsweise, als ich im Krankenhaus war), aber noch nie hat sie eine Nacht ohne Mama UND Papa verbracht. Ich bin gespannt, ob es überhaupt dazu kommt… Ich habe sie, so gut es ging, darauf vorbereitet. Unsere Lektüre der letzten Zeit:

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Das war eine super Überleitung, ihr zu sagen, was genauso sein wird und was anders. Zum Beispiel haben sie genau wie in dem Buch bereits den Bettenplan gemacht, den Eltern einen Zettel mitgegeben und jeder darf eine Taschenlampe und ein Kuscheltier mitbringen auch wie in dem Buch. Aber in der KiTa wird es heute Pizza geben und im Buch gibt es Würstchen und Stockbrot. Sie mag das Buch, ich musste es ihr in den letzten Tagen immer wieder vorlesen und irgendwann hat SIE MIR dann erzählt, dass es in der KiTa aber Pizza geben wird.

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Heute morgen habe ich sie wie gewohnt zur KiTa gebracht und diese Normalität hat sich schon seltsam angefühlt. Müsste heute nicht irgendwas anders sein? Hätte ich sie nicht heute später hinbringen sollen? Sie hat mir auf dem Weg zur KiTa erklärt: “Mama, erst Kita flafen, dann abholen, ja?!” Ach meine Süße! Ja! Ich weiß nicht, ob ihr in dem Moment bewusst war, dass es ums Nachtschlafen geht… Die Leiterin der KiTa fragte mich dann, ob es das erste Mal für die Kleine ist. Ich habe ihr das bestätigt und meinte, der Papa und ich sind bestimmt viel aufgeregter als die Prinzessin. Sie meinte, wir könnten ja mal ausgehen. Ich glaube nicht! 😉 Sie meinte, das würden die meisten sich nicht trauen, beim ersten Mal. Ich sah mich im Geiste schon vor dem Telefon sitzen… Der Leiterin habe ich dann noch gesagt, sie könnten uns jederzeit anrufen auch mitten in der Nacht. Sie versicherte mir, das würden sie. Dann habe ich mich von der Prinzessin verabschiedet und bin zur Arbeit gegangen.

Jetzt muss ich lernen, loszulassen … Der Papa schläft und die Kleine wird ungefähr jetzt (17.00 Uhr) wieder in der KiTa sein. Ich bin gespannt, wie der Abend und die Nacht so wird… und ob sie wirklich in der KiTa schläft. Ich habe uns jetzt erst mal Abendessen bestellt, denn der Papa wollte auch nicht essen gehen (dabei wäre unser Thailänder zu Fuß zu erreichen, da wollte ich schon so lange mal wieder hin… aber dazu blogge ich ein anderes Mal).

Wie soll man denn da vergessen und wie soll ich mich verhalten?

Ich versuche nicht mehr an die Mama des besten Freundes der Prinzessin zu denken und mal klappt das ganz gut (wenn man tagsüber anderweitig beschäftigt ist oder mit der Kleinen spielt) und mal droht mich das Ganze wieder zu überrollen (besonders abends/nachts wenn alle anderen schon schlafen), weil ich es immer noch nicht verstehe, aber gut… Auch wenn ich ab und an doch mal auf fb bin, sagt meine Startseite mir alle zwei bis drei Tage, dass sie ihr Titelbild geändert hat. Auf denen sieht sie so glücklich aus (und das freut mich wirklich für sie) und mir gefallen die Fotos meist sehr gut; ich klicke aber trotzdem nicht “gefällt mir” – ich ziehe mich jetzt komplett zurück – es ist ihr Wunsch und den (und sie) respektiere ich!

Heute war es aber wieder ganz schlimm! Auf dem Weg zur Klinik muss ich an einem Park vorbei – das gab wieder ein Stich ins Herz… Das ist der Park, in dem wir vier gemeinsam so schöne Spaziergänge gemacht und tolle Gespräche geführt haben  – ich wollte da in dem Moment eigentlich nicht weiter darüber nachdenken – ich hatte und habe jetzt andere Sorgen…

Sie macht es einem aber nicht gerade einfach 😉 Denn dann kam es dicke: Nichts ahnend kam ich von der Klinik nach Hause und hatte einen Paketschein im Briefkasten, zur Händen der Prinzessin. Da wusste ich genau, das kann nur von der Mama des besten Freundes der Prinzessin stammen. Sie hatte ja bei unserer letzten Begegnung gesagt, dass sie noch das Geburtstagsgeschenk der Prinzessin zu liegen hat und dass sie es zu unpersönlich fand, es zu schicken… Jetzt hatte sie es sich wohl anders überlegt und es doch getan… und richtig, sie war der Absender…(Wieso hat sie nicht noch zwei Wochen gewartet und der Kleine hätte es der Prinzessin auf meiner Geburtstagsfeier selber geben können? Na, die Frage beantworte ich mir mal gleich allein: Weil sie nicht kommen werden!!!) Wie soll man denn da vergessen und wie soll ich mich verhalten? Die Höflichkeit gebietet, dass ich mich (auch im Namen der Kleinen) bedanken sollte, aber dann muss ich mich bei ihr melden. Das steht dem im Weg, dass ich mich komplett zurück ziehen möchte/sollte… Und: gebe ich der Kleinen das Geschenk? Es gehört ja schließlich ihr! Aber wie erkläre ich ihr, warum sie ein Geburtstagsgeschenk mitten im Sommer bekommt, wo sie doch im Winter Geburtstag hat? (Gut, ich müsste es ihr nicht als Geburtstagsgeschenk “verkaufen”, sondern nur als Geschenk.. aber wie erkläre ich ihr, warum sie mal so eben zwischendurch was eingepacktes geschenkt bekommt? Zumal die Mama des Kleinen es wieder viel zu gut gemeint hat) Ich müsste ihr ja dann auch sagen, dass das Geschenk von ihrem besten Freund ist. Aber dann wird sie wieder so unendlich traurig, dass sie ihn nicht sehen und nicht mit ihm spielen kann. Wie soll ich mich denn jetzt verhalten???IMG_2923

(passend zu unserer Biene-Maja Geburtstagsfeier im letzten Jahr hat sie sich wieder mit viel Liebe etwas einfallen lassen)

und wieder Krankenhaus… oder: Ich bin ein Sonderfall – Na toll! :(

Heute hatte ich wieder einen Termin im Krankenhaus, um 11.15 Uhr – na wir wissen ja inzwischen wie genau wir die “Termine” nehmen können…

Ich habe heute morgen erst mal die Kleine zur KiTa gebracht. Wir haben uns auch vorher richtig viel Zeit genommen, wir haben ein pixi-Buch gelesen, gespielt, Seifenblasen gemacht.. und als ich sie dann zur KiTa gebracht habe, bin ich von dort aus gleich zur Klinik weiter gegangen. Dort angekommen, sprang einem gleich überall “Streik” entgegen

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Besonders einladend sah das ja nicht gerade aus… na mal sehen…(Verstehen kann ich sie auf jeden Fall! Meine Kolleginnen haben mich gestern auch schon gefragt, ob das Klinikum nicht mitstreikt, schließlich gehören die ja auch zur Charité… mein Mann wiederum sagte, da ja “nur” das Pflegepersonal streikt, müssten die Ärzte ja heute alle Zeit der Welt haben und ich schnell rankommen… denn ohne Pflegepersonal könnten/würden die Ärzte ja auch nicht operieren)

8.40 Uhr  – Ich bin oben! Die Tafel zeigt Nummer 17, meine gezogene Nummer lautet 27. Das stimmt auch mit der Anzahl der Wartenden überein. Es bringt also wohl auch nichts, früher da zu sein. Da scheint es nur voller zu sein und man wartet vielleicht innerhalb einer Stunde satt auf 4 eben auf 10 Nummern…. aber gut, ich gebe ihnen mal noch eine Chance. Ich gehe erst mal auf Toilette und als ich wieder komme springt die Anzeige der Tafel gerade von 18 auf 19 – oh, schon zwei Nummern weiter und das in nur 5 Minuten.

9.10 Uhr – Nr. 22…. 9.18 Uhr – Nr. 23…. 9.22 Uhr – Nr. 24…. 9.29 Uhr – Nr. 25 – scheint aber nicht da zu sein… 9.30 Uhr – Nr. 26…. Schließlich bin ich dran… ich gehe rein, sie fragt nach meinem Namen, findet meine Akte und um 9.36 Uhr sitze ich wieder mang all der anderen Wartenden in der Ambulanz.

10.09 Uhr – Ich werde aufgerufen – von einem Arzt! Wie jetzt? Heute kein Sehtest, keine Messung des Augendruckes? Ich gehe zu dem Arzt rein – Dr. Klein. Das ist der, der mir auch das linke Auge gelasert hat. Er fragt, ob ich gute Nachrichten für sie (die Ärzte) habe. Wie jetzt? Ich dachte, die hätte ER für MICH!? Er fragt nach, ob ich eine Besserung oder Verschlechterung gemerkt habe. Letzteres nicht, aber ersteres wohl leider auch nicht… obwohl ich mir das ab und zu mal einbilde… Ich gebe ihm den Zettel von meiner Augenärztin, die aufgeschrieben hat, sie möchten doch heute bitte ein OCT machen. Daraufhin sagt er, dass der Zettel unnötig war, da sie das sowieso machen würden. Er fragt nach, ob ich links wieder die Kontaktlinse drin habe… Da sieht man mal wieder, dass die Ärzte einen nicht ansehen, denn sonst hätte er bemerkt, dass ich heute eine Brille auf habe. Dann macht er einen Sehtest.. Leider kann ich nur die größte Zahl erkennen (immerhin schon mehr als beim letzten Mal). Die Zahlen danach kann ich nicht erkennen, ich sehe auch ab und zu nur, dass auf der Tafel Zahlen sind. Meist “schiebt” sich da so ein graues Kästchen vor. 😦 Er fragt dann weiter, ob die Pupille schon weit getropft wurde. Nein, die ist so!!! Ich sage ihm also, dass die doch nicht kleiner wird. Da sagt er auch so ungefähr ach ja, da war ja was… Dr. Klein fragt auch, ob ich was dagegen hätte, wenn er mir das linke Auge weit tropfen würde oder ob das beim letzten Mal gemacht wurde. Ich sage ihm, dass das zwar beim letzten Mal gemacht wurde, ich aber trotzdem nichts dagegen habe, wenn auch noch mal das linke Auge getropft und kontrolliert wird. Sicher ist sicher! Also bekomme ich Tropfen. Noch während Dr. Klein mein Auge kontrolliert, höre ich wie Dr. Rehak in den Raum kommt. Sollte ich heute tatsächlich mal VOR dem Termin oder wenigstens zeitnah fertig sein??? Der Oberarzt kontrolliert auch gleich. Er fragt Dr. Klein, wie der Augendruck ist und dieser meint, okay, wie beim letzten Mal. Wie jetzt? Heute hatte doch noch gar keiner den Augendruck kontrolliert oder hatte ich was nicht mitbekommen? Das sage ich dann auch. Und Dr. Klein stellt fest, dass das ja der Druck “von letzter Woche” war (komisch, ich war doch letzte Woche gar nicht da). Also misst Dr. Rehak den Druck und stellt 9 fest, wie beim letzten Mal, immer noch etwas niedrig. Dann kontrolliert der Oberarzt mein rechtes Auge und sagt dabei nicht: “nach oben rechts, zur Seite rechts, nach unten rechts, nach unten…” usw, also der Reihe nach, sondern heute springt er hin und her: “nach oben rechts, ganz nach links, nach oben, nach links unten…” usw. Ich habe mich gefühlt, als würde er die Reaktion testen, wie schnell ich merke, wo rechts und links ist 😉 Dann meint er, nasal oben hätten sich jetzt Narben auf der Netzhaut gebildet und das ist immer problematisch, aber nicht so problematisch wie unten. (Von der letzten OP her haben sich Narben gebildet und wenn diese zu dick ist/sind (die Narbenbildung ist wohl bei “jüngeren Menschen” problematischer, als bei älteren), dann wäre der Zug auf die Netzhaut so stark, dass diese sich wieder ablösen kann) Eventuell muss aber noch mal operiert werden. NEIN!!! Ich will nicht noch mal!!! Hat er nicht das letzte Mal gesagt, er könne das lasern??? Also frage ich ihn genau das. Er sagt, wenn die Narbenbildung noch nicht zu stark ist und noch nicht in …. (das fachchinesische Wort habe ich leider vergessen) ist, dann wäre das noch möglich, aber sonst nicht. Das würde das OCT zeigen. Hm… Hat er nicht auch das letzte Mal gesagt, er wolle einen Test/eine Messung wegen des Sehnervs machen? Keine Ahnung, ob die das jetzt noch machen?! Ich habe jedenfalls Schiss! 😦 Dr. Rehak meint, dass mit dem Sehnerv und der Pupille kann er sich auch nicht erklären, er sagt: “Sie sind halt ein Sonderfall” Na toll! Man möchte ja gern mal was Besonderes sein, aber so ein “Sonderfall” zu sein – Nein Danke!!! Darauf kann ich verzichten!!! Ich soll mich jetzt vor das Fotolabor setzen, er bringt mein Zettel persönlich hin.

10.25 Uhr – Ich sitze vor dem Fotolabor und warte. Ich mache mir Stichpunkte davon, was der Arzt gesagt hat, damit ich nicht alles vergessen habe, wenn ich es meinem Mann erzählen und bloggen will…

10.40 Uhr – Ich habe meine Notizen noch nicht mal beendet, da werde ich schon aufgerufen. Die Frau im Fotolabor ist lustig wie immer! Ich sage ihr, ich wüsste jetzt wo die Tasche hingehört, ich bin ja lernfähig und die Ärzte wohl auch, denn heute haben sie genau aufgeschrieben, was sie haben wollen. Sie sagt ja und der Oberarzt hat den Zettel sogar persönlich vorbei gebracht. Sie hat auch noch darüber gescherzt, wie viel sie machen soll, wo doch Bergfest ist, naja Mittwochs um 12.00 Uhr… Ich sage ihr, dass mein Termin eigentlich erst um 11.15 Uhr ist, da meint sie im Scherz ich solle doch wieder rausgehen… Vor Termin, wo gibt`s denn so was? 😉 Dann beginnt sie mit der Kontrolle. Ich sehe mal wieder ihren blauen Punkt nicht, da macht sie mir wieder ihr Lämpchen an. Sie macht drei verschiedene Dinge/Untersuchungen u.a. auch dieses OCT und auch diese Sehnerv-Weiterleitung (allerdings ohne flackernde Karos und Elektroden). Nach einer ganzen Weile sagt sie, sie hat jetzt alles gemacht, was die Ärzte aufgeschrieben haben und wenn sie noch was bräuchten, sagen sie das schon, nachdem sie sich die Fotos angesehen haben und dann sehen wir uns evtl noch mal wieder. Ich soll mich doch wieder vor Raum 4 setzen.

11.13 Uhr – Da sitze ich nun immer noch vor Raum 4. Eine Schwester geht über den Flur und verteilt großzügig Augentropfen, um Pupillen zu erweitern. Sie fragt fast jeden (mich nicht, keine Ahnung wieso, denn sie hat mich nicht mal angesehen), ob er oder sie schon Tropfen hat oder noch welche braucht. Dann schreit sie quer über den Flur, dass jetzt erst mal kein Arzt mehr da ist und es jetzt dauern wird…. Soviel zu heute zeitnah fertig zu sein…

11.33 Uhr – Hier ist noch alle unverändert. Ich tausche mit einem anderen Patienten Erfahrungen mit dem Krankenhausessen u.a. aus.

12.00 Uhr – Ich werde wieder von den Ärzten aufgerufen. Sie sehen nicht gerade begeistert aus, als sie sich die “Fotos” ansehen. Genau können sie noch nicht sagen, ob die Narbe schon zu doll an der Netzhaut “zieht”. Der Oberarzt möchte mich aber mit rüber zum lasern nehmen. Die Sehnerven-Weiterleitung funktioniert wohl. (Na wenigstens etwas!) Dr. Rehak kontrolliert mein linkes Auge und sagt, da wäre alles super. Dann wollen sie, dass sich noch eine Ärztin meine Augen ansieht. Da kommt sie auch schon. Ich nenne sie die “Pupillenexpertin”, aber ich glaube sie heißt Dr. Seibel. Der Oberarzt hat mir das gesagt, sie selbst stellt sich nicht vor. Sie schaut sich erst das eine, dann das andere Auge an, lässt mich einen Punkt fixieren, redet mit dem Oberarzt über mich als wäre ich nicht anwesend (so was mag ich ja gar nicht) und viel in “fachchinesisch”. Was ich aber verstehe ist, dass meine Pupille durch die OP(s) ein “Traumata” erlitten haben könnte und dass sie, wenn auch nur minimal, doch noch reagiert. Dann diskutieren sie über meine Papillen (ist das nicht der Sehnerv oder ein “blinder Fleck” darin?) und die Ärztin sagt “Vielleicht hat sie schon immer so fixiert?! Das wurde ja vor der OP nie kontrolliert” und “Der Sehnerv ist eben schräg; der ist ja auch auf dem anderen Auge schräg”. Dann sagt sie, dass ein bestimmter Test unnötig ist, weil er nichts bringt. Also so richtig habe ich noch immer kein Ergebnis. Der Oberarzt nimmt mich dann mit zum lasern und ich frage bei ihm noch mal nach. Er sagt, die Ärztin meint, dass das Band (oder wie der Arzt ständig sagte “der Band”) um mein Auge evtl. zu fest ist und die Pupille daher nicht kleiner wird. Er sagt, er könnte “den Band” zwar durchschneiden, aber dann würde sich die Netzhaut ja wieder lösen, außerdem denkt er nicht, dass dem so ist (Na, er hat das Band ja auch gelegt). Dr. Rehak möchte, dass ich nächste Woche Donnerstag noch mal komme, und zwar am Donnerstag, weil das Frau Dr. Hager (?) da ist, welche die Katarakt (Grauer Star) OP macht und sollte ich noch mal wegen der Netzhaut operiert werden müssen (ich will aber nicht!), dann machen die beiden das zusammen. Er legt die Netzhaut an und sie wechselt die Linse. Der Vorteil dabei ist, zum einen, dass ich nicht noch mal extra wegen des Grauen Stars operiert werden müsste und zum anderen, dass wenn die Linse raus ist, er besser an den Glaskörper ran kommt (Hm, jetzt wo ich das gerade aufschreibe, fällt mir auf: Hat er nicht vor ein paar Wochen zu mir gesagt, den Glaskörper hätten sie gleich draußen gelassen? Hat er heute wirklich Glaskörper gesagt?) Ich habe Schiss! Ich will nicht noch mal an der Netzhaut operiert werden!!! Er betäubt und lasert das rechte Auge.

12.30 – Ich bin in der Terminvergabe und lasse mir einen Termin für nächste Woche Donnerstag geben. Ich möchte gerne einen Nachmittagstermin. Das geht nicht. Termine werden nur bis 12.30 Uhr vergeben. Na klasse! Noch nie was von arbeitender Bevölkerung gehört? Sie gibt mir einen um 08.45 Uhr.

12.36 Uhr – Ich bin wieder vor der Klinik, rufe meinen Mann an, um ihm zu sagen, dass ich schon fertig bin (heute ging es wirklich alles relativ zügig) und dass ich wie gewohnt die Kleine abholen kann. Dann mache ich mich auf den Heimweg, schief guckend wie immer, wenn ich aus der Klinik komme: heute sehe ich links zu viel, da weit getropft und recht nichts, da betäubt… ich finde den Weg aber trotzdem…

Zu wenig Zeit :( oder Ich brauche Gummistiefel!

Heute morgen hatte ich leider irgendwie keine Zeit für die Kleine 😦 Sie wollte die ganze Zeit mit mir spielen, aber ich musste immer sagen: “Nein, ich kann jetzt nicht mit dir spielen, ich mache dir gerade dein Frühstück für die KiTa fertig”, “Nein, ich kann dir jetzt nichts vorlesen, ich ziehe mich jetzt an”, “Nein, wir können jetzt keine Seifenblasen machen, ich muss dich jetzt anziehen”… Das fühlte sich so gar nicht gut an. Normalerweise schaffen wir das alles morgens mit spielen oder vorlesen, aber heute hatte ich es echt eilig, weil ich VOR der Arbeit wieder einen Termin bei meiner Augenärztin hatte und daher die frühere Bahn erwischen, sie aber vorher noch in die KiTa bringen musste. Also war heute morgen alles sehr gehetzt 😦 und ich war traurig, weil ich so wenig Zeit für sie hatte. Kurz bevor wir losgegangen sind, haben wir dann doch noch ein paar Seifenblasen gemacht und sie lächelte wieder 🙂 Da es heute sehr regnerisch in Berlin war, habe ich ihr Gummistiefel angezogen und wir haben auf dem Weg zur KiTa Ausschau nach Pfützen gehalten. Leider haben wir nicht allzu viele entdeckt. Kurz vor der KiTa haben wir dann noch einen kleinen Schlenker gemacht, damit sie wenigstens in zwei kleine Pfützchen hüpfen kann…

Auf dem Weg zur Bahn habe ich dann hinter unserem Block ein paar richtig große Pfützen gesehen, die jedes Kinderherz höher schlagen lassen und ich habe mir geschworen, wenn die am Nachmittag auch noch da sind, gehe ich mit ihr um den Block nach Hause, damit ich die Eile von heute morgen wieder gut machen kann.

Nachmittags waren die Pfützen noch da und ich habe die Kleine gefragt, ob wir heute mal anders nach Hause gehen wollen, damit sie in ein paar Pfützen springen kann. Sie war sofort dabei. Wir sind von einer kleineren Pfütze zur nächsten “gerannt” bis wir schließlich hinter dem Block waren. Da strahlte sie! 🙂 Tat das gut, sie so lachen und ausgelassen rumspringen zu sehen.

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Sie wollte gern, dass ich auch reinspringe, aber ich hatte Turnschuhe an und ich habe auch gar keine Gummistiefel. Dabei hätte ich auch so gerne mitgemacht… (Noch mal Kind sein oder so zu tun, wär doch toll und MIT Kind hat man doch die beste Ausrede 😉 ) Fazit: Ich brauche Gummistiefel!!!

Sie braucht ein OCT…

Heute Morgen stand ja mal wieder ein Kontrollbesuch bei der Augenärztin an. Sie war nett wie immer und hat auch heute wieder alle meine Fragen geduldig beantwortet. Leider konnte sie mir noch immer nicht sagen, warum ich, abgesehen vom Grauen Star nicht richtig sehen kann. Wenigstens hat auch sie wieder gesagt, dass die Netzhaut jetzt komplett anliegt. Sie sagte, der Sehnerv sehe etwas blass aus, aber weder geschwollen noch entzündet. Die Pupille wäre für sie erst mal zweitrangig, aber dass ich nicht richtig sehen könnte, könnte verschiedene Ursachen haben. Es könnte genau da eine Linie sein, wo die Netzhaut abgelöst war und wieder angelegt wurde. Dann müsste kontrolliert werden, ob sich ein Ödem gebildet hat, also Wasser eingelagert hat. Denn auch das könnte eine Ursache sein. Wenn dem so wäre, würde man das mit Tropfen behandeln. Es könnten aber auch entzündete Zellen sein und das wäre gar nicht gut. Um das mit dem Ödem festzustellen, sollen die in der Klinik ein OTC machen (das ist ne Art “Foto”, das haben die mit mir schon zweimal gemacht). Dann habe ich sie noch gefragt, wie die kontrollieren wollen, ob die Sehnerv-Weiterleitung funktioniert. Sie meinte, da würde man flackernde Karos sehen und dabei Elektroden an den Kopf bekommen. Jedenfalls war das mal so, sie wüsste aber nicht, ob man das heute immer noch so macht…