Die Hoch und Tiefs von heute

Aufgrund meiner “Krankheit” hatte mein Chef ja gesagt, er würde gern meine Probezeit verlängern. Wenn man bedenkt, dass ich Mitte Februar erst angefangen habe und von Mitte April bis Ende Juli fast durchgehend (bis auf ein paar Tage) krankgeschrieben war, kann man das ja verstehen und ich war auch einverstanden. Mündlich hatten wir das also schon ausgemacht und heute sollte ich das schriftlich erhalten. Aber vorher kam der Chef zu mir und fragte mich, ob er da noch einfügen soll, dass ich in der Zeit auch bis 10 Tage Urlaub nehmen darf. Na, das fand (und finde) ich ja mal nett! Von allein hätte ich da nicht nachgefragt, aber da er es mir schon angeboten hat, habe ich das Angebot natürlich auch gerne angenommen. Vielleicht können mein Mann, die Kleine und ich dann doch wenigstens eine Woche wegfahren…an einen See oder an die Ostsee… Ich muss hier mal raus (und die zwei auch)! Und so sehr ich Berlin auch mag; manchmal brauchen wir einfach unsere Ruhe (am Wasser!!!)

Als ich nach Hause gekommen bin, hatte ich einen Brief im Briefkasten. Ich habe schon am Absender gesehen, dass das eine Kündigung ist (sonst schreiben mir die Tanzmamas nämlich nicht). Und tatsächlich! Es war eine… mit einem Brief gleich zwei Tanzkinder weniger (Geschwister). Zur Zeit liegen meine eigenen Tanzkurse ja still und ich weiß nicht, wie lange noch. Den Tanzmamas hatte ich in der letzten Rundmail u.a. auch geschrieben, dass ich es sehr sehr traurig finden würde, wenn sie sich nach einer Alternative umsehen und auch eine finden, aber es auch verstehen kann (und das habe ich auch so gemeint), aber trotzdem trifft mich jede einzelne Kündigung persönlich. Die Mama hat geschrieben, dass die Kinder so gerne wieder tanzen würden und sie sie nicht länger hin halten möchte, weil die Kinderzeit ja auch so schnell vorbei ist. Ich merke ja am eigenen Kind, wie Recht sie damit hat. Also kann ich sie voll und ganz verstehen, aber… trotzdem hinterlässt das wieder so ein flaues Gefühl in der Magengegend… Dann kommt auch wieder hoch, dass mein Mann möchte, dass ich das ganz aufgebe und meine Schwiegermutter und seine Tante da auch noch gesagt haben, ich solle das lassen (Beide haben nicht die geringste Ahnung!!! Ich frage mich, wie sie einfach wieder über mich bestimmen wollen, ohne meine Meinung dazu zu hören – das ärgert mich total!!!) Ich habe doch den besten Job der Welt, (auch wenn er mies bezahlt ist und die Konkurrenz groß), den kann ich nicht einfach hinschmeißen, dann wäre ich irgendwie nicht mehr ich…

Als ich die Kleine aus der KiTa abgeholt habe, war sie heute sehr verschmust und anhänglich. Auf der einen Seite habe ich mir Sorgen gemacht, weil ich nicht wusste, warum sie so ist. Ich möchte doch, dass es ihr gut geht!! Und auf der anderen Seite habe ich diese Kuscheleinheiten (wie immer, wenn sie mit mir “musen” möchte) sehr genossen; ich kuschle und schmuse so gerne mit ihr… Zu Hause angekommen, hat sie es sich auf ihrer Couch bequem gemacht, hat sich eine Decke (bei ca. 30°C) und ein Kissen geben lassen und kuschelte mit ihrer “Olisa” (Louisa, ihre Stoffgiraffe). Als die Kleine so weit zufrieden gestellt war, bin ich ins Schlafzimmer gegangen, um mich umzuziehen. Sie rief irgendwas, was sich anhörte wie: “Kann ich ein But haben, Mama?” Ich bin zu ihr hingegangen und habe sie gefragt, was sie möchte, da sagte sie: “Kann ich  was lesen, Mama?” Sie bringt mich doch immer wieder zum lachen: Jetzt wollte meine zweijährige Tochter also schon lesen…

Das waren meine ups und downs heute…. Dann habe ich diesen wunderbaren gestrigen Post von schimpfmalmama gelesen und mir ist aufgefallen, dass nicht Tanzpädagogin der beste Job der Welt ist, sondern, dass ich ja schon längst den besten Job der Welt habe – auch wenn dieser nicht mit Geld entlohnt wird: ich bin Mama!!! Und: Was will man ich mehr?

Werbeanzeigen

6 Gedanken zu „Die Hoch und Tiefs von heute

  1. Tanzpädagogin ist aber ein toller Job. Wenn es im Augenblick nicht passt, dann sicher bald wieder. Manchmal fällt alles in seinen Platz, wenn Du gar nicht damit rechnest. Ich wünsch es Dir jetzt schon einmal 😉

  2. Oh wie lieb, danke für deine Verlinkung 🙂 Ich muss mal nachfragen, das mit den Tanzmamas, ist das denn dein ‚Job‘ oder machst du das nebenher? Denn wenn das dein Job ist und er dir so viel Spaß macht, dann darfst du ihn auf gar keinen Fall aufgeben, nur weil jemandem das nicht gefällt!!!

    • Gern geschehen! 🙂
      Die „Tanzmamas“ sind die Mamas von den Kids, die ich unterrichte. Hauptberuflich mache ich das nicht mehr. Ich hatte dir ja schon mal geschrieben, dass ich als Selbstständige gescheitert bin und das war damit. Die Konkurrenz ist hier einfach viel zu groß.
      Ich habe mich 2006-2012 als Freiberufler versucht und 3-80jährige in Kindertanz, Folklore, klass. Grundlagen, Jazzdance, Seniorentanz, Linedance und ab und zu auch Hochzeitspaare unterrichtet. Inzwischen habe ich „nur noch“ die 3-12jährigen (Kindertanz und kreativer Tanz mit Schwerpunkt Jazzdance) und mache das „nur noch“ zwei mal die Woche (wenn ich hoffentlich bald wieder die Kraft dazu habe)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s