Mitbringsel und wieder mal Garten

Heute waren wir wieder bei Schwiegermama im Garten. Die Prinzessin konnte wieder Trampolin springen, rutschen, planschen, Oma beim Blumen gießen helfen… Sie hatte wieder einen sehr schönen Tag.

Die Nachbarn von Oma haben der Kleinen etwas aus Bosnien mitgebracht. Das letzte Mal waren es Süßigkeiten und dieses Mal Schuhe:

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Was ich total süß finde, ist die Geste, ich weiß nicht mal, ob sie die Prinzessin persönlich kennen… Klar, habe ich gequietscht, die sind ja auch süß, ABER: als Mama und Tanzpädagogin bin ich dagegen, dass sie die Schuhe (außer zum Spielen) anzieht. Also damit meine ich, wenn sie mal “große Dame” oder “Prinzessin” spielen möchte, darf sie die gerne mal anziehen, aber ich würde sie nie damit raus oder den ganzen Tag damit laufen lassen. Natürlich musste die Kleine die Schuhe gleich ausprobieren und da merkte sie schon, dass es sich auf dem Rasen schwer damit laufen ließ.

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Klettermaxi und Welterklärerin

Unsere Prinzessin ist momentan so eine richtig kleine Klettermaxi (oder heißt es Trine? Wie ist die weibliche Form von Max? Klettermaxima hört sich auch irgendwie nicht richtig an). Überall muss rauf geklettert werden. Gestern Nachmittag waren es Papas Autofelgen (ja, am Auto!); zum Glück war der Papa noch auf Arbeit und hat das nicht gesehen. Gestern Abend war es die Waschmaschine, bei der sie auf die Innenseite der Trommel geklettert ist, um zu schauen, was es denn auf der Arbeitsplatte zu sehen gibt. Sie versucht, auch auf die Lehne der Couch zu klettern, wie so ein Bergsteiger. Sie stellt sich auf ihr Gitterbett (also von außen mit den Füßchen zwischen die Stäbe) und was weiß ich, was noch alles nicht vor ihr sicher ist. Bei uns im Flur stehen zwei  Aufbewahrungsboxen, die mit ausrangierten Kinderklamotten voll sind und auch da klettert sie total gerne rauf. Da kann sie es sich so richtig schön gemütlich machen. Nur der Papa und ich haben immer Angst, dass der Plastedeckel unter ihr nachgibt und sie sich weh tut. Aus dem Grund soll sie da nicht drauf, was sie inzwischen auch weiß. (Aber wissen heißt noch lange nicht, dass sie sich auch daran hält). Heute morgen ist sie auch wieder auf die Kisten geklettert und ich habe sie gebeten, das doch bitte nicht zu tun. Sie: “Warum, Mama?” Ich: “Weil der Deckel kaputt gehen kann und dann tust du dir ganz doll weh! Gehst du jetzt bitte da runter?” Sie: “Dut Mama, ich mach das!” Na also! Ging doch.

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Heute Nachmittag hat der Papa ein Päckchen bekommen. Das habe ich erst mal in den Flur vor die Boxen gestellt. Die Kleine fragte: “Mama; is da drin?” Ich: “Schuhe!” Sie: “Für mich?” Ich: “Nein, für andere! Die passen nicht mal der Mama!” Damit war sie erst mal zufrieden. Einige Zeit später ist sie wieder auf die Boxen geklettert. Ich: “Das sollst du doch nicht! Du kannst dir weh tun! Das habe ich dir doch heute Morgen erst gesagt!” Sie: Ich wei das Mama!” Ich: “Und warum machst du es dann trotzdem?” Sie: “Weil ich mag das!!” (Tja, was willst du dazu noch sagen?). Dann ist ihr Blick wieder auf das Päckchen gefallen und sie: “Is da drin?” Ich: “Schuhe!” Sie: “Für Leuten?”  Ich: “Ja, für Leuten.” (Denkt ihr, mir ist das Wort “Leute” eingefallen?!) Sie: “Bist du auch ein Leut?” Ich: “Ja, ich bin auch ein Leut”  (Jetzt war es eh schon zu spät!) Sie: “Was für ein Leut?” Ich: “weiß nicht…” Sie: “Mama! Bit eine Mama!!!” (Gut, dass sie mir die Welt erklärt!)

Blog Award #3

Die liebe Katja von UɐɹɟʇɐʞıuU² hat mich auch für einen Blog Award nominiert. Vielen lieben Dank dafür! Sehr gerne beantworte ich auch deine Fragen:

1. Woran glaubst du?

Das kommt auf die jeweilige Situation an: mal an Magie, mal an eine höhere Macht, mal an Vorbestimmung, mal an Schicksal (vielleicht ist Schicksal, Vorbestimmung und eine höhere Macht aber auch das Gleich), manchmal an Kama und dann wieder kann ich an gar nichts glauben.

2. Frühaufsteher oder Nachteule?

Eigentlich eher Nachteule, aber durch die Kleine jetzt Frühaufsteher 😉

3. Wenn du dir ein Leben aussuchen könntest, in welcher Zeit, wie und wo würdest du leben wollen?

Bei mir müsste die Frage wohl eher heißen wann ODER wo…. Ich habe schon oft gedacht, ich wäre einfach gerne ein paar Jahre später geboren, dann hätten sich mir persönlich ganz andere berufliche Perspektiven geboten. Mit dem “Wo” bin ich eigentlich ganz zufrieden, aber auch da hätten sich mir andere Perspektiven geboten, wenn ich nicht in der DDR sondern in der BRD gelebt hätte bzw. dort geboren worden wäre. So, war ich immer bei den “Pilotprojekten” dabei und nichts war wirklich ausgereift….

4. Was muss passieren damit du mit einem Lächeln im Gesicht aufwachst?

Meine Tochter und meinen Mann neben mir sehen 🙂

5. Warum bloggst Du?

Angefangen habe ich damals um mit meinem Gefühlchaos klar zu kommen und weil ich mich fragte, was ich eigentlich will… das war aber ein anderer Blog. Als ich dann erfahren habe, dass das kleine Wunder in mir wächst, drehte sich einiges darum und das hat sich überhaupt nicht mit meinem anderen Thema vertragen. Also bin ich “umgezogen” und der Schwerpunkt des bloggens hat sich natürlich verschoben… aber Gefühlschaos herrscht bei mir immer mal wieder und das ist meine Art mich damit auseinander zu setzen.

6. Wie kamst Du auf Deinen Bloggernamen?

Ich bin eine Mama aus Berlin und der Name war noch frei

7. Welcher Beitrag gefällt Dir persönlich in Deinem Blog am Besten und warum?

Bisher? Dieser: https://mamaberlin.wordpress.com/2015/06/28/ihr-kosmos-ist-ja-noch-klein/ *seufz*

8. Und welcher Beitrag hat Dich auf einem anderen Blog besonders berührt oder hat Dir besonders gefallen?

Oh, da gibt es so viele wundervolle Beiträge von so vielen tollen Blogs… ich fürchte, dafür reicht der Platz, die Zeit und die Ausdauer nicht, um alle aufzulisten.

9. Was sollten wir unbedingt noch über Dich wissen ???

Ich kann Ignoranz und Unhöflichkeit nicht ausstehen! Außerdem hasse ich es, wenn in “zweierlei Maß” gemessen wird.  Ach ja, ob das jetzt unbedingt so wissenswert ist, weiß ich nicht, aber: ich bin als Kind als Dauercamper aufgewachsen und das fehlt mir… und ich habe meinem Mann zu Liebe vor ein paar Jahren erfolgreich die Anglerprüfung abgelegt…

10. Du als Superheld. Was wäre deine Superkraft?

Hm…vielleicht Telekinese oder Astralprojektion…

11. Was würdest Du gerne tun, wenn Du 1 Tag mal dem anderen Geschlecht angehören würdest?

Ich bin ganz froh, zum weiblichen Geschlecht zu gehören. Was ich mich aber schon immer gefragt habe, ist, wie die Männer es schaffen 30-50kg schwere Säcke in den dritten Stock zu schleppen… wo unsereiner diese noch nicht mal angehoben bekommt…

Laaaangweeeeiiiiiliiig!!!

Für alle drei Buchhaltungen, die ich auf Arbeit zur Zeit eigentlich machen müsste, fehlen mir Belege und ohne Belege kann ich nichts buchen; also habe ich meine Kolleginnen gefragt, ob sie was für mich zu tun haben… Ich “durfte” Ordner aus einem Regal in einen Schrank stellen/sortieren, das Regal putzen (okay, ich gebe zu, das war meine Idee; ich dachte: “Wenn das Regal schon mal leer ist und ich eh nichts zu tun habe…”), Ordner aus bzw. umsortieren, zur Post gehen, Telefonrecherche machen und beim Finanzamt anrufen. Das war soooo langweilig! Ich kam mir vor, wie eine Praktikantin, nur Hiwi-aufgaben… Was hätte ich eigentlich in den drei Monaten zu tun gehabt, in denen ich krankgeschrieben war???

Bin ich gemein?

Diese Frage habe ich mir vorhin gestellt.

Mein Mann hat ja morgen Geburtstag und wartet auf einen Brief von seiner Firma (zum Geburtstag). Gestern sind wir zur gleichen Zeit zu Hause angekommen und er hat die Post aus dem Briefkasten genommen. Da war kein Brief von seiner Firma dabei und er war schon etwas enttäuscht. Ich habe ihm gesagt, dass heute ja auch noch ein Tag ist und dann kommt der Brief bestimmt. Als wir heute vom einkaufen nach Hause gekommen sind, war der ersehnte Brief wieder nicht in der Post und er war schwer enttäuscht. Mir hat es fast das Herz gebrochen, ihn so leiden zu sehen. Was er nicht weiß: Ich habe den Brief! Nachdem wir gestern gemeinsam zu Hause angekommen sind und nichts im Briefkasten war, bin ich mit der Kleinen noch mal einkaufen gegangen und als wir wieder nach Hause kamen, war der Brief schließlich doch im Kasten. (Ich denke jedenfalls, dass es der ersehnte Brief ist. Er ist an ihn adressiert, es steht kein Absender, aber: “Aber erst Sonntag öffnen!” drauf. Und ich denke, die Schrift habe ich schon mal auf einer Oster- und/oder Weihnachtskarte von seiner Firma gesehen.)

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Ich habe es ihm aber noch nicht gesagt; er wird ihn erst um Mitternacht bekommen. Ich denke, dann wird seine Freude um so größer… Aber als ich vorhin sein schwer enttäuschtes Gesicht gesehen habe, habe ich mich zwei Dinge gefragt: “Was ist so Tolles an oder in dem Brief?” und: “Bin ich gemein?”

Die Hoch und Tiefs von heute

Aufgrund meiner “Krankheit” hatte mein Chef ja gesagt, er würde gern meine Probezeit verlängern. Wenn man bedenkt, dass ich Mitte Februar erst angefangen habe und von Mitte April bis Ende Juli fast durchgehend (bis auf ein paar Tage) krankgeschrieben war, kann man das ja verstehen und ich war auch einverstanden. Mündlich hatten wir das also schon ausgemacht und heute sollte ich das schriftlich erhalten. Aber vorher kam der Chef zu mir und fragte mich, ob er da noch einfügen soll, dass ich in der Zeit auch bis 10 Tage Urlaub nehmen darf. Na, das fand (und finde) ich ja mal nett! Von allein hätte ich da nicht nachgefragt, aber da er es mir schon angeboten hat, habe ich das Angebot natürlich auch gerne angenommen. Vielleicht können mein Mann, die Kleine und ich dann doch wenigstens eine Woche wegfahren…an einen See oder an die Ostsee… Ich muss hier mal raus (und die zwei auch)! Und so sehr ich Berlin auch mag; manchmal brauchen wir einfach unsere Ruhe (am Wasser!!!)

Als ich nach Hause gekommen bin, hatte ich einen Brief im Briefkasten. Ich habe schon am Absender gesehen, dass das eine Kündigung ist (sonst schreiben mir die Tanzmamas nämlich nicht). Und tatsächlich! Es war eine… mit einem Brief gleich zwei Tanzkinder weniger (Geschwister). Zur Zeit liegen meine eigenen Tanzkurse ja still und ich weiß nicht, wie lange noch. Den Tanzmamas hatte ich in der letzten Rundmail u.a. auch geschrieben, dass ich es sehr sehr traurig finden würde, wenn sie sich nach einer Alternative umsehen und auch eine finden, aber es auch verstehen kann (und das habe ich auch so gemeint), aber trotzdem trifft mich jede einzelne Kündigung persönlich. Die Mama hat geschrieben, dass die Kinder so gerne wieder tanzen würden und sie sie nicht länger hin halten möchte, weil die Kinderzeit ja auch so schnell vorbei ist. Ich merke ja am eigenen Kind, wie Recht sie damit hat. Also kann ich sie voll und ganz verstehen, aber… trotzdem hinterlässt das wieder so ein flaues Gefühl in der Magengegend… Dann kommt auch wieder hoch, dass mein Mann möchte, dass ich das ganz aufgebe und meine Schwiegermutter und seine Tante da auch noch gesagt haben, ich solle das lassen (Beide haben nicht die geringste Ahnung!!! Ich frage mich, wie sie einfach wieder über mich bestimmen wollen, ohne meine Meinung dazu zu hören – das ärgert mich total!!!) Ich habe doch den besten Job der Welt, (auch wenn er mies bezahlt ist und die Konkurrenz groß), den kann ich nicht einfach hinschmeißen, dann wäre ich irgendwie nicht mehr ich…

Als ich die Kleine aus der KiTa abgeholt habe, war sie heute sehr verschmust und anhänglich. Auf der einen Seite habe ich mir Sorgen gemacht, weil ich nicht wusste, warum sie so ist. Ich möchte doch, dass es ihr gut geht!! Und auf der anderen Seite habe ich diese Kuscheleinheiten (wie immer, wenn sie mit mir “musen” möchte) sehr genossen; ich kuschle und schmuse so gerne mit ihr… Zu Hause angekommen, hat sie es sich auf ihrer Couch bequem gemacht, hat sich eine Decke (bei ca. 30°C) und ein Kissen geben lassen und kuschelte mit ihrer “Olisa” (Louisa, ihre Stoffgiraffe). Als die Kleine so weit zufrieden gestellt war, bin ich ins Schlafzimmer gegangen, um mich umzuziehen. Sie rief irgendwas, was sich anhörte wie: “Kann ich ein But haben, Mama?” Ich bin zu ihr hingegangen und habe sie gefragt, was sie möchte, da sagte sie: “Kann ich  was lesen, Mama?” Sie bringt mich doch immer wieder zum lachen: Jetzt wollte meine zweijährige Tochter also schon lesen…

Das waren meine ups und downs heute…. Dann habe ich diesen wunderbaren gestrigen Post von schimpfmalmama gelesen und mir ist aufgefallen, dass nicht Tanzpädagogin der beste Job der Welt ist, sondern, dass ich ja schon längst den besten Job der Welt habe – auch wenn dieser nicht mit Geld entlohnt wird: ich bin Mama!!! Und: Was will man ich mehr?