Sein letzter Urlaubstag oder: Warten…

Heute bestand unser halber Tag nur aus warten. Das fing schon heute Morgen an. Motte musste ja wieder zur Daumenkontrolle ins Krankenhaus, um 10.00 Uhr hatten wir dort einen Termin. Dort angekommen, habe ich uns angemeldet, den Papierkram abgegeben und dem Menschen am Empfang Bescheid gesagt, dass wir heute zum röntgen sollten. Er nahm alles entgegen und sagte, wir sollen im Warteraum Platz nehmen. Eine Dreiviertelstunde später wurde die Kleine aufgerufen, die Frau gab was in den PC ein und schickte uns zum röntgen – das war natürlich in einem ganz anderen Haus auf dem Gelände. Wenn da nur einer was hat in den PC eingeben müssen, hätten sie das nicht auch gleich machen können? Aber gut! Also sind wir zum röntgen gegangen. Für uns war klar, dass der Papa mit der Kleinen rein geht und ich mit dem Kleinen, der ja im Tuch saß, draußen warte. Aber kaum, dass Motte aufgerufen wurde, fing sie an zu weinen und nach Mama zu weinen, wo sie doch in letzter Zeit totales Papakind ist. Ich muss sagen, die Frau vom röntgen ist total super mit der Situation umgegangen. Sie hat mich mit reingenommen und mich so hin gestellt, dass ich in einem Raum stand, der keine Strahlen abbekam, aber gleichzeitig total nah (im Türrahmen) bei meinem Kind. Das war Motte aber nicht nah genug. Also wurde Murmel an den Papa übergeben, der mit ihm draußen wartete und ich habe der Kleinen beim Hinlegen der Hand und stillhalten geholfen.Da ging es auch alles relativ schnell und wir durften wieder in das andere Haus zurück. Der Papa meinte, der Kleine hätte in die Windeln gemacht. Ich wusste, dass in dem Haus, in das wir zurück mussten, auch das Babyschwimmen von denen stattfindet – also habe ich dort nach einem Wickelraum gefragt. Motte und der Papa wollten schon mal hoch fahren und sich zurück melden… Ich habe also gefragt. Einen Wickelraum haben sie nicht, aber ich durfte in die Damenumkleide, in der sich zwei Wickeltische befinden. Wie sich herausstellte, hatte der Kleine “nur” gepullert. Wieder zurück im Vorraum sitzen meine zwei anderen beiden noch am Tisch und spielen mit dem dort vorhandenen Spielzeug. Der Papa hat mir erzählt, dass Motte nicht ohne Mama nach oben wollte. Sie hat alles ein- und aufgeräumt (was sie zu Hause übrigens so gut wie nie macht) und ordentlich weg gestellt. Danach sind wir alle vier nach oben gefahren und haben uns vom röntgen zurück gemeldet. Dann sind wir erstaunlicherweise schnell dran gewesen und man fragte und sagte uns das, was wir jedes Mal hören: Benutzt sie auch die rechte Hand? Kann sie damit greifen? Eine OP ist jetzt nicht nötig. Wenn sie im Grundschulalter ist, kann entschieden werden, ob eine OP nötig ist oder nicht…. Wir sollten doch in einem Jahr wieder kommen…

Inzwischen war Mittagszeit, also haben wir unterwegs angehalten und gegessen und als wir endlich wieder zu Hause waren, war es bereits 14.00 Uhr.

Der Papa wartete schon den ganzen Tag auf einen Anruf der Mercedes-Werkstatt, denn heute sollte er endlich sein Auto wieder abholen können. Aber weder auf dem Handy noch zu Hause auf dem AB hatte jemand angerufen und eine Nachricht hinterlassen. Also rief er bei Mercedes an. Die sagten, dass Auto ist  wohl so weit fertig, sie erreichen aber gerade den Verantwortlichen nicht, würden aber zurück rufen. Ab 15.00 Uhr saß der Papa dann hier wie auf Kohlen und wartete auf den Anruf. Die meiste Zeit verbrachte er dabei rauchend auf dem Balkon. Um 16.30 Uhr ungefähr kam er vom Balkon herein gestürmt und meinte, da hätte gerade ein LKW mehrere Autos in der Straße gerammt, er geht mal runter. Ich ging auf den Balkon und sah, dass sein Firmenwagen auf der einen und der Mietwagen genau gegenüber auf der anderen Straßenseite parkte. Ein LKW stand an der Ecke quer an einem Käfer – den hatte es richtig erwischt. Als mein Mann wieder oben war, sagte er, der Mietwagen hat zum Glück nichts abbekommen, aber sein Firmenwagen habe auch etwas abbekommen, der Außenspiegel und eine Schramme quer über die Seite. Wenn man bedenkt, dass wir unser Auto eigentlich letzten Freitag schon wieder bekommen sollten… (Nur weil sie noch mehr Schaden festgestellt haben, war es immer noch in der Werkstatt). Ich dachte nur: “Zum Glück ist unser Auto noch nicht wieder hier! Wer weiß, ob es nicht gleich das nächste abbekommen hätte”.

Der Chef von meinem Mann war auch unten und hatte zu ihm gesagt, wenn er die Papiere von dem Fahrzeug bräuchte, ruft er ihn auf dem Firmenhandy an…

Um 17.30 Uhr war es meinem Mann dann mit der Warterei zu viel und er hat noch mal bei Mercedes angerufen. Die sagten, er könne sein Auto jetzt abholen, muss den Mietwagen aber erst mal selber bezahlen. Na, das hat ihm gerade noch gefehlt, hatte er doch heute erst die Rechnung vom Krankenhaus für das Familienzimmer bekommen.  Als mein Mann gerade zur Tür raus wollte, hat sein Chef wegen der Papiere des Firmenautos angerufen – na das nenn ich mal Timing!

Dann holte er sein lang ersehntes Auto ab und zahlte mal eben € 1400,00 für den Mietwagen. Die Rechnung muss jetzt an den Anwalt weiter geleitet werden und dann sollte er den Betrag von der Versicherung/der Unfallgegnerin wieder bekommen, aber das kann dauern…

Das war er nun: der letzte Urlaubstag meines Mannes für den ersten Urlaub in diesem Jahr. Von diesem Urlaub hat er irgendwie gar nichts gehabt.

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2 Gedanken zu „Sein letzter Urlaubstag oder: Warten…

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