Eis und die Logik von Motte

Heute Morgen: “Mama, kann ich ein Eis?” “Nein, Süße!….”

Heute Mittag: “Weißt du, warum du heute Morgen kein Eis durftest?” …. “Da, wo wir heute Mittag essen, kannst du Eis zum Nachtisch essen. Aber von zu viel Eis bekommst du Bauchschmerzen, deswegen hast du heute Morgen keins bekommen.”  “Mama, du musst nich…. maht dir Sorgen – iz kann käckern!” Mein Mann saß neben mir im Auto und hat Tränen gelacht.

“Süße, ich habe dich doch zu Hause gebeten, du möchtest dir den Mund waschen. Du hast ja immer noch eine Milchschnute.”  ”Mama!?” “Ja?”  “Da, wo wir heute essen gehen, gibt es auch Waschbecken!!!”  (Die passende Mimik stelle man sich bitte vor!)

Heute Abend: “Mama, kann iz Eis zum Nahztisch?” “Hast du dein Abendbrot denn schon aufgegessen?” “Nein, iz schaff niz mehr” “Aber dann schaffst du doch auch keinen Nachtisch!”  “Mama, iz möhste Eis, iz geh auht käckern!”

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Jetzt hat auch Murmel eins

Heute ist das Pampers Shirt für Murmel angekommen. Da steht sein Vorname, das Geburtsdatum, das Geburtsgewicht, die Geburtsgröße und der Geburtsort drauf. Also eigentlich sollte da das Krankenhaus und Berlin drauf stehen, aber bei Murmel haben sie das Krankenhaus einfach weg gelassen – keine Ahnung wieso, auf dem Formular habe ich es eingetragen…Die Prinzessin hatte damals eins (das habe ich natürlich aufgehoben) und jetzt hat Murmel auch eins.

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Darum

Wer sich fragt, warum es hier zur Zeit etwas ruhiger ist und sein wird und  ich immer erst ein paar Tage warte(n muss), bis ich ein paar Beiträge der letzten Tage ausformuliert habe/ausformuliere und veröffentlicht habe/veröffentlichen werde… Das liegt einfach daran, dass ich zur Zeit mit Geburtstagsgeschenken besorgen/gestalten beschäftigt bin: für meinen Opa, für Schwiegermutter und für meinen Mann. Ganz “nebenbei” sitze ich auch noch über meiner Steuererklärung – bei 3 Jobs und Krankengeld ist die nicht so schnell gemacht….

Ach ja, ich habe ja auch noch zwei kleine Kinder, die die Mama brauchen… 😉

Da sitzt noch was ganz schön tief :’( oder: Da haben wir die Quittung

Morgen heißt es mal wieder Augenklinik und Kontrolltermin dort (es ist übrigens das Krankenhaus, in dem heute ein Arzt erschossen wurde) Mein Mann hat der Kleinen natürlich erzählt, dass ich morgen zum Augenarzt muss (wir wollen sie ja nicht anlügen) und sie daher bei der Oma ist und mit ihr zur Physiotherapie geht. Die Kleine hat solche Angst, dass ich morgen da hin muss. Sie hat so einen Weinkrampf bekommen und sich so sehr an mich geklammert. Sie sagte, sie möchte nicht, das ich da hin gehe. Sie hat auch gesagt, sie würde mich so vermissen Ich habe ihr versprochen, dass ich morgen Nachmittag auf jeden Fall wieder bei ihr bin, dass mir keiner weh tun wird und dass der Papa ja auf mich aufpassen wird. Außerdem meinte ich, ich würde mich auch beeilen. Sie schluchzte: sie möchte nicht, dass ich mich beeile, weil ich mir sonst weh tun würde.Ach Motte!

Heute am Spätabend habe ich das Bastelzeug weg geräumt – die Oma hat bald Geburtstag und sich u.a. Geburtstagskarten zum Verschenken gewünscht, daran arbeite ich gerade (wenn sie fertig sind, könnt ihr sie bei bastel-kathinka sehen) und als ich über den Flur gegangen bin, habe ich Motte herzerweichend weinen gehört.  Normalerweise ruft sie nach uns oder kommt zu uns, aber das sie im Bett liegt und weint, kenne ich nicht. Natürlich bin ich sofort zu ihr und habe sie gefragt, was sie denn hat. Sie schluchzte: “Iz möhzte niz, dass du, dass du, dass du morgen zun Augenarzt gehst!” Och, meine arme Motte!!! Da haben wir nun die Quittung, dafür, dass sie sie im letzten Jahr nicht zu mir ins Krankenhaus gelassen haben! Und wer darf es jetzt ausbaden: Motte und ich – da bricht einem das Herz! Ich habe sie in den Arm genommen, ihr noch mal versprochen, dass ich nachmittags auf jeden Fall wieder komme und dass mir nichts passiert. Ich habe sie so lange gehalten und mit ihr gekuschelt, bis sie in meinen Armen eingeschlafen ist.

Spielplatz getestet

Schon letztes Jahr hatte mir eine Tanzmama von einem “Wasserspielplatz” bei uns in der Nähe berichtet und auch ein Buch mit Tipps erwähnte den Spielplatz in diesem Jahr. Allerdings hieß es da nur, er hätte auch einen “Wasserspielbereich”. Und nach der Pleite im letzten Jahr, wo ich einen Wasserspielplatz gesucht und ein Hügel mit einer Pumpe gefunden habe, war ich doch etwas skeptisch. Zumal ich auch keine Fotos im Netz finden konnte. Aber gut, wir haben beschlossen, ihn zu testen. Die Freundin der Prinzessin samt Eltern kamen mit…

Ich muss sagen, das ist ein echt schöner Spielplatz, der alles hat: Vier Schaukeln (drei verschiedene), jede Menge Klettermöglichkeiten,

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zwei Rutschen (eine für die ganz Kleinen –

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für die sind Motte und ihre Freundin inzwischen ein wenig zu groß und die große Rutsche hatte so viel Speed, dass sie dafür noch zu klein sind), so ein Drehkarussell, zwei Schaukeltiere, eine Seilbahn, ein in den Boden eingelassenes Trampolin und einen kleinen süßen Wasserspielbereich. Der Spielplatz ist riesig groß – viel Laufarbeit für Mama und Papa. Die Kinder hatten jede Menge Spaß und wir haben beschlossen, auf jeden Fall wieder zu kommen. Und als Bonus liegt er auch in unmittelbarer Nähe unserer Lieblingsfrühstückslokalität. Und wer jetzt wissen möchte, um welchen Spielplatz es sich handelt: es ist der Am Bäkequell 9.

Ist es dafür nicht etwas früh? oder: Ein Hoch auf Hilfe von Nachbarn und Freunde

War der Kleine heute schräg drauf. Von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr hat er nur geschrien. Er sabberte total, er hatte ständig das Händchen im Mund, er “kaute” auf allem herum, auch wie ein Irrer auf seinem Beißring und schrie, als hätte er Schmerzen. Nichts hat geholfen.

Ist es nicht noch etwas früh, fürs Zahnen? Der Kleine ist jetzt ca. 3 Monate alt. Das finde ich doch arg früh. Aber scheinbar schossen die Zähne ein. Denn nachdem uns die Rettung in Form unserer Nachbarn und Freunde (heute ist Sonntag und da ich mit so was  jetzt überhaupt (noch) nicht gerechnet habe, habe ich natürlich weder Globuli noch Gel hier) mit einer Tube Dentinox Gel zu Hilfe kam, hat Murmel sich halbwegs beruhigt. Im Tuch ist er dann eingeschlafen und schluchzte noch eine Weile im Schlaf. Mein armes Baby!

Zeit, dankbar zu sein

Ich weiß, ich bin hier immer viel am rumjammern und einige werden sich sicher denken: “Boah, was hat die denn?! Die kann froh sein, dass es ihr so gut geht!” Und man lese und staune: Das bin ich auch! Ich habe so vieles, für das ich wirklich dankbar bin:

Zuerst mal wohnen wir in einem Land, in dem Frieden herrscht; wir müssen nicht alles zurück lassen, nur um zu (über)leben.

Ich habe einen wundervollen Mann, der mich liebt, zusammen haben wir zwei wundervolle süße und gesunde Kinder. Ich kann erst mal zu Hause bei meinem Baby bleiben (auch das Privileg ist nicht in jedem Land gegeben) Auch mein Mann und ich  sind gesund (vom Auge mal abgesehen, aber da habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben). Wir haben ein Dach über dem Kopf, unsere Kinder haben ihr eigenes Zimmer (wenn auch ein gemeinsames) und was zu essen auf dem Tisch. Mein Mann verdient sogar ausreichend, dass wir ab und zu mal essen gehen oder bestellen können (auch das ist ja heute nicht mehr selbst verständlich) Wir können auch in den Urlaub fahren, wenn wir das möchten.

Wir haben unsere Familien, die uns den Rücken stärken und auf die wir uns verlassen können. Wir haben Freunde und Nachbarn, die auch helfend eingreifen würden, wenn es nötig sein sollte.

Ich hatte das Glück im meinem Leben viele wundervolle Menschen und Freunde kennen zu lernen (auch wenn einige davon nicht mehr Teil meines Lebens sind oder sein wollen, so möcht ich die gemeinsamen Wege, die wir gegangen sind und die tollen Erfahrungen, die wir gemacht haben, nicht missen).

Bestimmt habe ich noch viele wundervolle Kleinigkeiten vergessen, für die ich genauso dankbar bin…

Danke, an wen auch immer, dass es unserer Familie und mir so gut geht!!!