Ausflug an den Tegeler See

Auf der Suche nach dem perfekten Platz

Heute haben wir einen Ausflug an den Tegeler See gemacht, gemeinsam mit der befreundeten Familie vom der anderen Straßenseite. Die Zeit im Auto dorthin war gerade lang genug, dass Murmel gerade anfing zu gnäckern, kurz vor dem Ziel… Wir parkten die Autos und mussten dann noch ein kleines Stück laufen, bevor wir an eine zum Baden geeignete Stelle kamen. Wie mein Mann sagte, war das wohl die zweite Hauptstelle an dem See, an der die Leute baden gingen. Wir waren uns nicht sicher, ob wir da bleiben sollten, denn trotz der frühen Uhrzeit war es schon ganz schön voll dort. Die Männer schwärmten dann aus, um eine ruhigere Stelle zu finden, fanden diese auch, aber natürlich waren diese bereits besetzt. Bella, die Mama von Motte`s Freundin hat dann vom Ufer aus eine Art Bucht gesehen und meinte, wir sollten doch da mal gucken, ob das was für uns wäre. Die Idee war gut. Damit wir aber nicht alle umsonst mit Sack und Pack durch den Wald liefen, ist der Papa von Motte`s Freundin vorgegangen, um “die Lage zu checken”. Er kam mit guten Nachrichten zurück. (statt uns anzurufen). Er hatte einen guten Platz gefunden, da waren auch nur vier Leute.. Also liefen wir los… bestimmt 10-15 Minuten durch den Wald (mit zwei kleinen Kindern (bzw. drei, aber Murmel hatte ich im Tuch) ist man frau halt etwas langsamer. Schließlich kamen wir aber doch an und mussten zugeben: die Stelle war perfekt – ein Stück Sand, viel freie Fläche, die Aussicht auf den See war klasse und vor allem waren da Bäume, die Schatten spendeten…

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Picknick

Wir breiteten unsere Decken aus, der Papa hatte noch die Strandmuschel mitgenommen und ließ diese auch aufploppen (na das konnte ja beim Einpacken wieder heiter werden) und da wir alle noch nicht gefrühstückt hatten, haben wir beschlossen, erst mal Picknick zu machen.

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Also verhungert wären wir sicher nicht. Denn zu dem Foto müsst ihr euch noch die Teigtaschen (die übrigens sehr lecker schmeckten), die “Sommerbouletten”, zwei Brotsonnen und noch mal Wassermelone von der anderen Familie denken. Ach Äpfel und Salzbrezeln hatte ich ja auch noch eingesteckt. Natürlich hatten wir auch ausreichend zu trinken dabei…

Der Kleine lag auf der Decke neben dem Essen und streckte die Händchen immer wieder Richtung Bouletten aus. Ich würde sagen: Papas Sohn! 😉

So lässt es sich leben

Die Kleinen schlüpften nach dem Essen sofort in ihre Badeanzüge und spielten mit den Füßen im Wasser und im Sand. Mehr braucht unsere Tochter auch nicht zum glücklich sein.

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Einer von uns Erwachsenen (erstaunlicherweise klappte das ganz ohne Absprache, dass das jede/r mal übernahm) war immer mit ihnen im Wasser, obwohl wir dicht genug dran waren, um sie im Auge zu behalten und reagieren zu können. Wir lagen und saßen auf den Decken, erzählten, spielten mit dem Baby, genossen die Aussicht, sahen unseren Kindern und den Schiffen zu und genossen es, dass wir plötzlich alleine da waren (leider hielt das nicht allzu lange und im Laufe des Tages wurden es mehr und mehr Leute – aber wir haben uns nicht so unwohl gefühlt, wie im Tropical Island) und dass  es sich hier den ganzen Tag überhaupt nicht wie 30°C anfühlte. Natürlich waren wir im Laufe des Tages auch im Wasser, allerdings nur einmal. Und ich muss sagen, teilweise war der Boden etwas weiter draußen total krautig. (man konnte noch stehen, wollte es aber nicht).

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Wir hatten uns am Morgen darauf geeinigt, dass jeder isst, wenn er Hunger hat und das haben wir auch so gemacht. Am Nachmittag haben wir allerdings noch mal alle zusammen gesessen und gegessen. Das fand ich besonders schön. Meine Kinder wohl aber nicht; denn zuerst gnäckerte der Kleine, weil er müde war und ich habe ihn ins Tuch gesetzt, bin mit ihm schlafliedersingend durch den Wald gegangen, bis er schlief (glücklicherweise gleich nach dem ersten). Kaum hatte ich mich wieder hingesetzt, meinte die Kleine, sie müsse auf Toilette – also bin ich mit ihr zur Toilette gelaufen (das war auch ein kleines Stück). Wieder zurück konnte dann auch endlich gegessen werden.

Wozu drei Männer, wenn es auch eine Frau erledigen kann

Irgendwann kam leider die Zeit, zu der wir wieder zusammen packen mussten. Ich packte unsere Taschen aus, um und wieder ein (damit die nassen und dreckigen Klamotten alle in einer Tasche landeten) und dabei haben die Kids gesehen, dass ich Äpfel dabei hatte und wollte SOFORT einen haben. Naja, Timing war schon immer unser Problem – dachte ich. Aber wahrscheinlich ahnten die Mädels schon, dass ihre Papas eine Weile brauchen würden. Denn mein Mann wollte nun die Strandmuschel zusammen legen – na da war ich ja mal gespannt. Schützenhilfe wollte ihm der Papa von Motte`s Freundin geben. Sie brauchten eine Weile und ein paar vergebliche Versuche. Ich habe den Kleinen inzwischen den Apfel geschält, geschnitten, verteilt und die Taschen zu Ende gepackt. Da gesellte sich ein dritter Mann dazu, fragte, ob er helfen und es mal versuchen solle und… scheiterte auch. Als ich mit packen und Kinderverpflegung fertig war, stand ich auf, ging zu ihnen und meinte: “Na, Jungs, braucht ihr Hilfe?” Ich gebe es ja zu, beim ersten Versuch hat es auch nicht geklappt (ist ja auch schließlich schon wieder ein Jahr her, dass ich sie zusammen gelegt habe), aber gleich der zweite war erfolgreich und ich konnte zusammen mit meinem Mann die zusammengeklappte Strandmuschel wieder in ihre Tasche stecken. Dann ging es auf den Rückweg…

Schöner Tag und glückliche Motte

Während Murmel den ganzen Rückweg Theater machte, schlief Motte ein. Zu Hause waren beide natürlich wieder wach. Motte hätte bestimmt auch sofort geschlafen, der Papa ist aber mit ihr in die Wanne, weil die NACH ihrem Bruder ins Bett gehen und schlafen wollte und Murmel dachte einfach nicht an Schlaf. Der Kleine schlief dann doch irgendwann ein, aber Motte hatte ihren müden Punkt wieder überwunden…

Da kam die Kleine zu mir und sagte: “Mama, es war so toll, wo iz heute war. Da konnte ihz so toll pielen. Und meine Freundin auht. Danke, Mama, dass wir da waren!” *seufz*

Ich muss aber sagen: Auch ich fand den Tag rundum gelungen und schön und auch Bella empfand das so, wie sie mir in einer Nachricht mitteilte. Also: Jederzeit wieder

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