Das erste Mal “Süßes oder Saures”

IMG_9291

Mein Plan war so, dass ich Motte heute Mittag von der KiTa abhole, sie sich verkleiden darf (da sie ja zum Fasching al Hexe gegangen ist, haben wir das passende Halloween Kostüm ja schon hier), sie dann verkleidet zum Tanzen geht und wenn wir wieder nach Hause gehen, darf sie hier im Haus klingeln und “Süßes oder Saures” sagen. Der Vorteil, dass sie nur im Haus klingelt (dachte ich), ist, dass sie die Leute kennt, täglich mit ihnen zu tun hat und so auch keine Süßigkeiten von Fremden annimmt. Ein weiterer Vorteil sollte sein, dass sie nicht zu viel Süßkram bekommt…

IMG_9296-1

Motte wusste bis heute nicht, was Halloween ist (von Geistern und deren Vertreibung habe ich ihr auch nichts erzählt, da sie momentan wieder so sensibel ist und sich viel mit dem Thema “Tod” beschäftigt). Ich habe ihr heute Morgen nur erzählt, dass ich sie heute früher abholen werde, sie sich dann verkleiden und so zum Tanzen gehen darf. Schon das alleine brachte sie zum Strahlen und mir eine dicke Umarmung ein. Beim Tanzen war noch ein Mädchen als Hexe verkleidet (heute waren sie nur drei) und auch beim Tanzen durften sie ihre Kostüme anbehalten, es gab auch einen Hexentanz und Halloween Gummibärchen.

Bei uns im Haus habe ich ihr erlaubt, dass sie ihre Jacke ausziehen darf (damit man das schöne Kostüm sehen kann) und dann habe ich ihr gesagt, sie darf klingeln und “süßes oder saures” sagen. Die erste Klingel gehört einer Familie, die auch ein kleines Mädchen hat (wenn auch ein paar Jahre älter als Motte) und da fiel der Einstieg dann natürlich leicht. Nicht alle Leute im Haus waren da (und die Klingel von der unter uns haben wir natürlich auch ausgelassen), aber die meisten, die da waren, gaben viel zu viel. Also ich würde mal sagen, die Kleine hatte ein Erfolgserlebnis und das erste Mal “Süßes oder Saures” lief super.

IMG_9357

Werbeanzeigen

Und jetzt?

Heute waren wir auf der Suche nach einem geeignetem Raum für die Geburtstagsfeier von Motte. Nachdem wir beim Arzt waren (der Verband meines Mannes wurde gewechselt und die “Wunde” kontrolliert), haben wir uns zunächst den anderen Raum von der Firma meines Mannes angesehen. Der Raum ist für uns leider ungeeignet. Für 12 – 15 Erwachsene, die alle still sitzen, mag er gehen, aber für ein paar Kinder, die toben wollen, samt Eltern ist er leider definitiv zu klein.

Wieder zu Hause angekommen, wollte ich mich mit unserem Nachbarschaftsheim in Verbindung setzen, aber da waren die Sprechzeiten heute 14.30 Uhr – 15.30 Uhr (telefonisch) bzw. 15.30 – 16.30 Uhr (persönlich). Da heute Tanzen war, war es eher unwahrscheinlich, dass ich mich mit denen heute noch in Verbindung setzen konnte.

Als wir vom Tanzen kamen, sind wir um 16.20 Uhr am Nachbarschaftsheim vorbei gekommen – also noch 10 Minuten Zeit – nichts wie rein dort und nachgefragt. Die Frau war sehr nett, weiterhelfen konnte sie mir leider nicht. Denn an dem Tag, an dem wir einen Raum bräuchten, wäre ein Raum ab 17.30 Uhr zu mieten und der andere von 12.00 – 15.30 Uhr – beide Möglichkeiten sind leider für 3-4jährige nicht wirklich geeignet.

Und jetzt?

Morgen werde ich mal in der Kirchengemeinde nachfragen…

Ach so ist das ;)

Wir sind heute zum einkaufen gefahren und Motte durfte wieder vorne sitzen, damit ich hinten bei Murmel sitzen kann und er nicht weint. Sie hat ihre wahre Freude daran. “Ich sitze jetzt für immer hier vorne” Äh… nein! Nur so lange bis Murmel vorwärts gerichtet fahren darf und somit nicht mehr weint. “Papa, wir haben so ein tolles Auto! Das ist das allerbeste Auto von die ganze weite Welt!” Ja, sehe ich genauso. “Papa überhol das Auto! Unsern Auto is viel schneller!” Sie wird mal Rennfahrerin 😉

Heute stand auch mal wieder Finger- und Fußnägel  schneiden bei den Kindern auf dem Plan. Bei dem, was Motte nicht mag, (wie Haare kämmen, Nägel schneiden) hilft es meist, wenn ich das zuerst bei Murmel mache und dann sage, wie tapfer er doch ist. Also habe ich Murmel zuerst die Nägel geschnitten und zu ihm gesagt, dass er das toll gemacht hat und ganz tapfer war. Dann habe ich Motte gefragt, ob es bei ihr auch so sein wird. Da baute sie sich vor mir auf, stemmte die Hände in die Hüften, legte die Stirn in Falten und sagte doch tatsächlich: “Mama!!! Ich bin sicher, dass ich das super mache, aber jetzt spiele ich!!!” Ach so ist das… 😉 (Eine viertel Stunde später hat sie sich ganz ohne Murren die Nägel schneiden lassen)

Es geht wieder los…

…mit den Geburtstagsvorbereitungen für Motte. Da sie vier Jahre alt wird, darf sie auch vier Kinder einladen (wobei sie ihren Bruder nicht mitzählen braucht). Der erste Name, den sie mir jedes Mal sagt ist “Benjamin”, also ihr Cousin und genau da, fängt die Schwierigkeit bereits an. Da Motte unter der Woche Geburtstag hat, möchte meine Schwester nicht zum eigentlichen (Kinder)Geburtstag kommen, sondern am Wochenende mit den Verwandten. Ihre Begründung: “Dann spielt sie eher mit ihm”  Ahja… Der Oma hat sie bereits ganz traurig erzählt, dass Benjamin nicht zu ihrem Geburtstag kommen kann. Ich hoffe, ich kann meine Schwester noch umstimmen und die Kleine hat mal einen Geburtstag, an dem die nicht von irgendjemanden enttäuscht wird bzw. sie traurig macht…

Dann die Einladungen… Da sie unbedingt noch mal “Sofia, die Erste Party” feiern möchte, sollte ich mir wieder was einfallen lassen. Letztes Jahr hatte ich ja die Einladungen als Schloss gestaltet, beim stöbern im Internet habe ich eine raffinierte Einladung als Kleid gestaltet gesehen, die fand ich gar nicht mal schlecht. Allerdings möchte sie mal wieder zwei Jungs einladen, daher fällt Kleid als Einladung ja schon mal weg. Also bin ich jetzt am überlegen, ob die Einladungen als Krone, als Spiegel oder als Kutsche gestaltet werden, wobei mir letzteres momentan am meisten zusagt (aber wahrscheinlich auch am meisten Arbeit machen wird)

Auch die Suche nach einem Raum hat wieder begonnen. Der Raum, in dem wir letztes Jahr gefeiert haben, ist an dem Tag leider schon belegt. Die Firma von meinem Mann hätte noch einen anderen Raum zum mieten in der Nähe.  Da wissen wir aber noch nicht, wie groß dieser ist. Heute habe ich im Internet gesehen, dass auch unser Nachbarschaftsheim seine Räume vermietet, da werde ich Montag mal anrufen…

Motte wünscht sich zwar wieder so eine tolle Geburtstagstorte wie letztes Jahr, aber daraus wird dieses Jahr nichts werden. Ich glaube, da mache ich es mir mal leicht und werde dieses Jahr Muffins machen oder etwas schwieriger und wieder Cake Pops machen. Letzteres sollte ja einfacher sein, als die bei ihrem zweiten Geburtstag.

Deko haben wir noch einiges vom letzten Jahr, da muss nur wenig besorgt werden. Da aber fast die gleichen Kinder kommen wie letztes Jahr, muss ich aufpassen, dass nicht alles gleich aussieht/wird… Mama steht mal wieder vor einer Herausforderung…

Ihre Geburtstagswünsche? Total “bescheiden” mein Kind: ein Sofia Roller (das Sofia Fahrrad soll der Weihnachtsmann bringen) eine Sofia Uhr und ein Buch.

Die Motte nun wieder ;)

Heute saß die Motte an ihrem Tisch, tat so als wenn sie schreibt und fragte uns, was wir einkaufen müssen. Wir sagten Sachen wie “Nudeln, Obst, Wurst…” Das heißt WIR haben es versucht, aber als der Papa auch was sagte, meinte sie: “Nein, Papa! Nur Mama darf reden! Wenn du redest, kriegst du ein Kreuz” (Was bitte? Was ist denn ein Kreuz? Und wo hat sie das schon wieder her?) Also hab ich ihr einiges gesagt und dann hat sie irgendwann auch dem Papa “erlaubt” zu reden…

Dann wollte sie aufschreiben, wie wir heißen. “Papa, wie heißt du mit Vornamen?” “Tommy” “Gut, ich schrieb das mal auf? Und wie heißt du mit Nachnamen?” “Abc” “Gut, abc, schreib ich mal auf!” “Mama wie heißt du?” “Mit Vornamen oder Nachnamen?” “Mit Vornamen!” “Kathinka” “Gut, schreib ich auf! Und mit Nachnamen?” “Xyz” “Schreib ich auch auf. Papa heißt Abc und Mama heißt Abc…” “Nein, Süße, Mama heißt nicht Abc, Mama darf erst Abc heißen, wenn Papa sie heiratet.” “Papa, warum heiratest du die Mama nicht?” Die Motte nun wieder 😉

Samstagmorgen um 7.00 Uhr

Heute Morgen um 07.00 Uhr  waren wir alle schon mehr oder weniger wach, da unsere Kinder der Meinung sind, um 06.00 Uhr hat die Nacht vorbei zu sein. Da Motte schon seit einiger Zeit quängelte “Hunger!” “Hunger!” “Hunger!” (Was ja auch kein Wunder war, da sie gestern Abend von ihren Dinos genau einmal abgebissen hat) war der Papa mit ihr aufgestanden. Ich döste so vor mich hin, als plötzlich der Fernseher anging und ein Bild zeigte (der geht öfter mal mitten in der Nacht an, zeigt dann aber bloß einen hellen Bildschirm). Ich wunderte mich. Ich habe mich weder auf die Fernbedienung gelegt, noch ist der Fernseher allein angegangen. Nein! Murmel hat die Fernbedienung gefunden (wir müssen sie gestern im Bett liegen gelassen haben) und munter auf die Knöpfe gedrückt. 😉 Guten Morgähn, Mama! 😉