Unterwegs mit Motte

Heute Morgen wollte ich noch mal “in die Stadt” und der Papa wollte noch mal zur Oma, um Fliesen zu kleben. Motte durfte sich aussuchen, mit wem sie mit möchte und sie hat sich dafür entschieden, mit mir einkaufen zu gehen. Hier die Aussagen von heute:

Kaum los gegangen, sah die Kleine einen Baum, dessen Stamm mit Blättern bewachsen war und sagte: “Guck mal, Mama, der Baum is ganz ausgefriert” Sie sah einen weiteren und sagte: “Und der da auch, der is auch ausgefriert” Was auch immer das bedeuten sollte…

Ein Stück weiter kamen wir an einem Discounter vorbei und die Kleine sagte, sie hätte Hunger und möchte eine Brezel. Ich sagte, ich hätte was dabei und wegen einer Brezel würde ich nicht durch den ganzen Supermarkt gehen und mich an die Kasse stellen. Sie könne unterwegs eine Brezel haben. Da stellte sie sich hin, stemmte die Hände in die Hüften und sagte in ziemlich schroffem Tonfall (schon kurz vor`m schreien): “Ich hab aba jetzt Hunger! Du hast keine Wahl!” Oh, doch Motte, die hab ich… 😉

Auf dem Rückweg waren wir noch in der Apotheke, um Hustensaft zu kaufen und Motte nahm Duschgel aus dem Regal und stellte es genau wieder dorthin, wo sie es her hatte. Als ich fertig war, habe ich ihr gesagt, dass wir jetzt fertig sind und gehen wollen. Da meinte sie, sie bräuchte das Duschgel und nahm es wieder aus dem Regal. Ich habe ihr gesagt, das ist nichts für Kinder, das ist für Erwachsene: “Aba, das is für meine Kinder Mama, sie sind schon erwachsen, die sind schon Mama!” (Je nach Tag und Laune hat sie zwei bis vier imaginäre Kinder, das Alter von denen wechselt auch ständig) “Stell es bitte zurück, wir brauchen es nicht und deine Kinder auch nicht” “Mama!!! Das is für meine Kinder! Die sind schon erwachsen, die sind schon Mama!” “Motte! Bitte stelle es zurück! Ja, ich habe gehört, deine Kinder sind schon erwachsen; wir brauchen es aber trotzdem nicht!”  “Ja, Mama, die brauchen das nicht. Die brauchen das erst, wenn sie Papa sind!”

Kurz vor zu Hause bekam sie wieder ihre “Ich vermisse den Papa so doll”-Stimmung. (kein Mensch weiß, woher das manchmal urplötzlich kommt und warum dann schlagartig ihre Stimmung umschlägt) Ich habe ihr gesagt, dass der Papa noch bei Oma ist, aber in einer halben Stunde, also ganz bald nach Hause kommt, um mit uns Mittag zu essen. Sie schluchzte etwas, dass ich nicht verstand, also habe ich nach gefragt. Da schrie sie schluchzend und ich verstand noch weniger. Also habe ich sie gebeten, nicht so doll zu weinen, damit ich auch verstehe, was sie sagt. Sie schluchzte: “Ich mach mir so Sorgen über den Papa!” “Wieso machst du dir denn Sorgen um den Papa, Süße? Papa ist doch nur bei Oma…” “Weil… weil er mein Lieblingspapa is!”

Und das alle noch vor dem Mittagessen…

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