So ein Tag, so wunderschön wie heute…

Heute war es soweit: Für Murmel stand die U6 samt Impfung auf dem Plan und für Motte der Sprachtest. Keine Ahnung, ob ich es schon erwähnt habe, aber wir sind wieder in unsere alte Kinderarztpraxis zurück gekehrt. Der Weg ist einfach kürzer, die Sprechstundenhilfen kennen uns schon und der Arzt ist kompetent und nett.

Die U6 von Murmel

Heute war dort mal wieder das “Irrenhaus los”, wie sich die Sprechstundenhilfe ausdrückte. Da wir aber einen Termin hatten, sind wir gleich ins Vorsorgezimmer geschickt worden und sooo lange mussten wir gar nicht warten… Wir haben uns gerade ein Buch angesehen und zwei kurze Geschichten gelesen, da kam die Sprechstundenhilfe auch schon. Sie hat Murmel gewogen und gemessen. Er ist mit 8.940g und 72cm zwar immer noch an der unteren Kurve, aber Sorgen mache ich mir da nicht. Und auch hier wurde mir gesagt, er wächst ja und nimmt zu, also brauche ich mir auch keine Sorgen machen. Dann mussten wir wieder eine Weile warten… Murmel und Motte fühlten sich wohl, guckten sich Bücher an und ich habe der Kleinen noch was vorgelesen. Nach einer Weile kam dann auch der Arzt. Er checkte Murmel durch, fragte wie es mit dem Essen, dem Rede, dem Spielen und dem Schlafen aussehen würde und stellte ihm ein Steckspiel hin. Diese Spiele liebt Murmel, er ist ein kleiner Feinmotoriker und hat auch den Test des Arztes mit Bravour bestanden. Dann wurde der Kleine noch geimpft und schon waren wir fertig. Der Arzt wollte uns verabschieden, da fragte ich ihn, wer denn jetzt den Sprachtest mit Motte macht – wie sich herausstellte: er.

Was erzählt sie denn da?

Während der Arzt sich mit Motte unterhielt, zog ich schon mal Murmel an. Da wir alle im selben Zimmer waren, konnte ich zuhören und manchmal musste ich echt schmunzeln, weil ich mir dachte: “Was erzählt sie denn da?” Ein paar Beispiele: Der Arzt: “Was spielst du denn am liebsten in der KiTa?” Motte: “Eisenbahn!” Wie jetzt? Eisenbahn? Die Erzieherinnen sagen, sie würde am liebsten Rollenspiele in der KiTa spielen und ich sehe sie dort immer verkleiden spielen. Aber gut…. “Ist das ein é Holzeisenbahn oder eine elektrische Eisenbahn?” “Elektirschz!” Soweit ich weiß, hat die KiTa gar keine elektrische Eisenbahn. Aber gut… “Was sind denn deine Lieblingsfarben?” “Drün und rosa” Hm… Soweit ich weiß und die Kleine mir ständig sagt, sind grün und lila ihre Lieblingsfarben. Aber gut… “Was ist denn dein Lieblingsessen?” “Nudeln mit Spaghetti!” *grins* “Kocht die Mama dir auch Nudeln mit Tomatensoße oder schmeckt das in der KiTa besser?” “Zu Hause gibt es Nudeln mit Ketchup” Und schon bin ich geoutet 😉 Tatsache ist, dass sie Ketchup (meinen) Soßen vorzieht, wie wahrscheinlich sie Hälfte aller Kinder es tun. “Spielst du denn auch manchmal mit deinem Brüderchen?” “Ja.” “Was spielt ihr denn am liebsten zusammen?” “Traktor!” Hä? Wir haben gar kein Traktor zu Hause mit dem sie spielen könnten. Aber gut… Vielleicht meint sie den Abschleppwagen, mit dem spielen sie nämlich wirklich beide immer wieder super zusammen…

Resultat: Der Arzt meinte, Motte braucht überhaupt keine Logopädie, er würde sogar aufschreiben, dass das ausgeschlossen ist. Und sie wäre sogar sprachlich weiter als sie es in ihrem Alter sein müsste. Das freut mich doch zu hören! 🙂 Vielleicht bringt ja das viele Vorlesen und singen doch was. Sie hätte mit g,d und sch, ch noch ein paar Schwierigkeiten, aber das müsse sie erst mit Schuleintrittsalter beherrschen. Er würde es immer wieder erleben, dass KiTa`s mit Logopäden zusammen arbeiten und dann schnell mal sagen, das Kind bräuchte Logopädie. Man könne die Kinder auch übertherapieren und ich könne doch meinem Mutterinstinkt trauen (dieser Mutterinstinkt hat mir wirklich gesagt, dass Motte keine Logopädie braucht, weil ich ja fast täglich Fortschritte in ihrem Sprachgebrauch feststellen kann). Also wenn jetzt zwei Ärzte und mein Mutterinstinkt sagen, dass das Kind keine Logopädie braucht, dann ist das auch so. Zumal ich dem Arzt auf seine Frage, warum die KiTa das denn meinen würde, nicht antworten konnte – einfach, weil es mir nicht gesagt wurde.

Es ist so einfach, sie glücklich zu machen

Zufrieden konnten wir die Arztpraxis verlassen und ich habe mal wieder festgestellt, wie toll der Arzt mit meinen Kindern umgeht. Motte hatte ich versprochen, dass wir nach dem Arztbesuch noch kurz auf den großen Spielplatz gehen könnten, wenn es nicht regnet. Es regnete nicht, also machten wir uns auf den Weg. Zuerst kamen wir aber an einem kleinen Spielplatz vorbei… Motte fragte, ob sie da auch rauf darf und da wir nichts zu tun hatten, Murmel ruhig war und schönes Wetter war, durfte sie natürlich. “Nur dreimal rutsen, ja Mama!?” “Ja!” Und einmal schaukeln, ja Mama?!” “Ja!” “Und einmal über alle Hängebrücken, ja Mama!?” “Ja!” “Motte, du kannst alle Spielgeräte ausprobieren, dreimal rutschen und dann sehen wir weiter, okay?!” “Okay!” Und schon war sie mit strahlenden Augen davon – es ist so einfach Kinder glücklich zu machen…

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Es ist so einfach, mich glücklich zu machen

Nachdem sie eine ganze Weile gespielt hatte, konnten wir auch weitergehen, schließlich wollten wir ja noch auf den großen Spielplatz… Ich fragte sie, ob wir unterwegs noch was zum Mittag einkaufen wollen und als sie “Nein” sagte, war das auch okay. An der nächsten Ecke war ein Buchladen und die hatten ganz tolle Bücher für Kinder über Berlin zum Ausmalen oder einen Kinderführer für Berlin im Schaufenster – die muss ich mir unbedingt irgendwann mal näher ansehen. Auf der anderen Seite stand ein Ständer mit Pixi Büchern und an denen kommen wir ja nie vorbei. Motte hat sich ein Sticker-Pixi ausgesucht mit dem Titel “Im Zoo”. Wir haben bezahlt und sind weiter. Plötzlich wollte Motte doch was zum Mittag einkaufen, also sind wir in den nächsten Supermarkt. Ich habe zu ihr gesagt, sie möchte mir das Buch so lange geben, damit ich es in die Tasche stecken kann, weil es dort diese Bücher auch zu kaufen gibt. Sie hat das gemacht, dann sind wir in den Laden und sie wollte sofort sehen, wo es denn dort Pixi Bücher gibt. Also habe ich es ihr gezeigt. Sie hat es sich angesehen und meinte: “Du bist eine liebe Mama!” Ohhh, wo kam das denn her? Wir sind weiter gegangen, ich sagte: “Oh, Dankeschön!” Und dann sagte sie: “Du bist die beste Mama von die ganze Welt!” *Seufz* Es ist so einfach, mich glücklich zu machen. ❤

Und schon wollte sie weiter

Wie versprochen sind wir danach auf den großen Spielplatz gegangen…

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Dort wollte sie aber nur einmal rutschen und einmal klettern und dann wollte sie auch schon weiter. Denn auf dem Nach Hause Weg wollten wir noch den Papa beim Arbeiten besuchen und ihm vom Test erzählen. Stolz wie Bolle hat sie das dann auch getan…

Dann war auch schon Mittagszeit und wir eilten nach Hause, denn ich wollte mit dem Mittag fertig sein, bevor die Handwerker kommen (bei uns werden dieses Jahr die Fenster neu gemacht und daher kam heute jemand, ob alles auszumessen). Motte und Murmel aßen beide gut Mittag, der Handwerker, der mit dem Papa im Schlepptau kam, war auch relativ schnell fertig, so dass Murmel Mittagsschlaf machen konnte… Kaum war Murmel eingeschlafen und in seinem Bett, sind auch Motte und ich beim kuscheln eingeschlafen. So viel frische Luft hat uns einfach mal müde gemacht.

Motte hat eine Stunde geschlafen (sonst macht sie gar keinen Mittagsschlaf mehr) und das rächte sich leider heute Abend, als sie erst gegen 22.00 Uhr eingeschlafen ist. 😥

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