Urlaub Tag 3 – Hansedom Stralsund

Auch heute war der Himmel hier wieder trist, es regnete und es war nass und kalt. Also wollten wir in ein Erlebnisbad fahren. In der Ostseetherme in Scharbeutz war ich mit der Prinzessin bereits im Urlaub 2014, die war ganz gut. Allerdings verhältnismäßig teuer, da Motte inzwischen schon bezahlen muss und auch ziemlich weit weg, 170km um genauer zu sein. Da Murmel immer noch nicht so der Autofahrer ist und wir auch echt spät dran waren heute (die Kids haben doch tatsächlich mal bis 7.00 Uhr geschlafen) und als wir mit frühstücken und packen fertig waren, war es bereits 11.00 Uhr. Also sind wir “nur” 57km nach Stralsund, ins Hansedom gefahren. Hier braucht Motte auch noch nichts bezahlen.

Die Frau am Empfang war nett, es waren viele Familienumkleiden frei, so dass wir eine davon nehmen konnten. Die Schränke waren von der Größe her auch okay. Das Bad an sich ist liebevoll gestaltet, es kommt ein wenig Südseefeeling auf. Viele (künstliche) Palmen und sehr auf Piraten gemacht, hier mal ein Schiff, da mal eine Pyramide…. Natürlich war unser Hauptanlaufpunkt das Kleinkinderbecken. Es ist klein aber fein und für meine Kinder am wichtigsten: es hat eine kleine Rutsche.

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Motte hat ja in jedem Schwimmbad Spaß, so natürlich auch in diesem. Bei Murmel waren wir etwas skeptisch, weil er die letzten beiden Male, als er baden sollte, aus der Badewanne klettern wollte und totales Theater gemacht hat, obwohl er bis dahin auch eine totale Wasserratte war. Wir sind also sehr behutsam mit ihm vorgegangen, er hatte allerdings überhaupt keine Probleme mit dem Wasser. Zwar hat er am Anfang eher im Wasser gestanden, aber im Laufe des Tages hat er sich auch immer wieder hingehockt und gestrahlt. Die kleine Rutsche ist er auch runter, alleine und zusammen mit seiner Schwester. Im Laufe der Zeit ist er dann auch allein aus dem Becken geklettert, die Treppe der Rutsche hinauf und wieder runtergerutscht, mal auf dem Bauch, mal auf dem Po… natürlich habe ich ihn festgehalten…. Motte wollte natürlich auch die großen Rutschen ausprobieren. Gleich neben dem Kleinkinderbecken ist eine ganz breite Rutsche, die ordentlich Speed drauf bekommt. Die haben wir zuerst getestet und für gut befunden.

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Dann gibt es dort noch drei Röhrenrutschen, zwei “mittlere” und eine “schwere”. Motte wollte unbedingt die “schwere”, allerdings habe ich gemeint, wir sollten erst mal eine “mittlere” nehmen. Also haben wir die in der Mitte genommen, die war teilweise dunkel mit beleuchteten Bildern von Piraten u.ä., dann dunkel mit Lichtstreifen, dann wieder mit Bildern und dann rot. Sie ist sachte und wenn Murmel ein Jahr älter gewesen wäre, wäre ich auch mit ihm dort runter gerutscht… Im Laufe des Tages habe ich dann die anderen zwei erst mal allein getestet. Gut, dass ich Motte von der “schweren” abgebracht habe. Die ist echt für Adrenalinjunkies, weil sie fast steil bergab geht. Ich habe ganz schön gequietscht 😉 Die andere “mittlere” war stockdunkel, was ja für mich gar nichts ist, aber die findet Motte schon in den Spreewelten immer am Besten, also konnte ich mit ihr dort auch rutschen. Das haben wir natürlich im Laufe des Tages auch getan und wie erwartet, fand sie die stockdunkle am Besten. Nicht dass jetzt die Vermutung aufkommt, der Papa war mit dem Kleinen ganz alleine und ich nur mit der Prinzessin unterwegs… Wir haben uns schon abgewechselt. Mein Mann wollte nur nicht mit der Kleinen rutschen, bei der breiten Rutsche hatte er Angst, dass er zu schwer ist und sie zu viel Geschwindigkeit bekommen könnten und bei den Röhrenrutschen waren ihm die Treppenstufen zu viel… Natürlich war auch ich mal mit dem Kleinen alleine im Babybecken, während der Papa und die Prinzessin eine Runde gedreht haben. Eigentlich wollten sie ins Außenbecken, aber da war nicht nur die Luft sondern auch das Wasser kalt, also haben sie es gelassen und sind stattdessen noch mal in das Schwimmbecken, das ein Boot ist. Da waren wir vorher alle vier schon mal drin und mein Mann drückte es so aus: “Das Wasser ist hier gar nicht so schwer, es ist viel leichter” Ja, es fühlte sich irgendwie so an… Als Motte und der Papa vom Rundgang zurück waren. wollte er mal eine rauchen… Und als mein Mann rauchen ging, war ich mit den Kleinen im Kleinkinderbereich, wo die Prinzessin unbedingt mit ihrem Bruder rutschen wollte. Das sah einfach zu süß aus. Davon wollte ich ein Foto. Ich habe die zwei gebeten auf der Rutsche sitzen zu bleiben und habe von der Liege (die gleich neben dem Becken stand) den Apparat geholt. Dann habe ich ein Foto gemacht, wie die zwei da oben sitzen und eines wie sie unten ankommen. Danach habe ich das ganze gefilmt. Als sie wieder unten ankamen, ist Murmel weggerutscht und ich habe ihn wieder hochgezogen, natürlich mit rechts, weil ich Rechtshänder bin. In dieser Hand hatte ich aber auch den Fotoapparat und es fühlte sich so an, als wäre er dabei mit Wasser in Berührung gekommen. Ich war mir aber nicht sicher. Da er noch einwandfrei funktionierte, hatte ich mir das wohl (zum Glück!!!) nur eingebildet…

Irgendwann mussten wir auch was essen und auch das kann man natürlich dort machen. Abgerechnet wird übrigens am Ende beim rausgehen über einen Chip, so muss man kein Bargeld mit ins Schwimmbad nehmen. Nur ist es etwas ungünstig, wenn so wie heute keine EC-Zahlung möglich ist. Aber zurück zum Essen. Es gibt das Übliche: Fischstäbchen, Pommes, Schnitzel, Nuggets, Burger aber auch Milchreis, Kartoffelpuffer und auch Fischbrötchen… Der Essensbereich ist toll eingerichtet, man kann “unter Palmen” essen

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oder aber auch in einem Schiff (auf dem auch eine große Rutsche für die Kinder ist).

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Und im Essensbereich ist auch ein toller Spielbereich für Kinder, zum Glück in einem Extraraum, so dass meine Kinder erst mal was gegessen haben. 😉 Also kinderfreundlich ist es dort wirklich! Der Spielbereich ist mit einem Schiff (auch hier wurde das Thema wieder aufgegriffen, welches sich durch das ganze Bad zieht), mit Klettermöglichkeit, mit Rutsche, mit Tafel, Spielen und Malzeug. Auf dem Schiff ist so eine Art Murmelbahn, wo die Bälle vom Bällebad durchpassen. Das fand Murmel ganz besonders toll.

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Nach dem Essen und spielen ging es noch mal eine ganze Weile planschen, rutschen, Spaß haben, bevor es langsam nach Hause gehen sollte. Es gibt übrigens auch ein Wellenbad, eine Wildwasserbahn, einen Strudel, zwei Whirlpools in dem Bad, was wir aber heute alles nicht ausprobiert haben…

Auch hier beim umziehen haben wir wieder eine der freien Familienumkleiden genommen. Murmel fand dort einen leeren Schrank ganz toll, kletterte hinein und setzte sich hin. Das sah einfach zu süß aus. Ich wollte ein Foto davon machen und der Fotoapparat ging nicht mehr an. Oh nein!!! Bitte nicht! Hatte ich mir das vorhin doch nicht nur eingebildet? Die Fehlermeldung war genau wie bei meinem letzten Apparat: “Objektivfehler, Bitte starten Sie die Kamera neu” Nur, dass diese dieses mal auf englisch angezeigt wurde. Das machte es aber auch nicht besser (Die letzte war übrigens nicht nass, die ging eines Tages einfach nicht mehr an). So ein verdammter Mist!!! Bitte nicht schon wieder!!!! Die ist doch erst zwei Monate alt!!!

Draußen wollte ich dann ein Bild mit dem Handy machen, Murmel ist dagegen gekommen, das Handy ist mir aus der Hand gefallen, auf den Boden gekracht und hat sich in seine Einzelteile zerlegt (das heißt die Abdeckung ist ab- und der Akku rausgeflogen). Das ließ sich zum Glück aber problemlos zusammensetzen und funktionierte auch noch.

Auf dem Weg zurück ins Ferienhaus haben wir dann erst mal Reis besorgt und den Fotoapparat dann in der Wohnung hinein gelegt. Jetzt heißt es warten und beten…

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Ach ja, mein Fazit zum Hansedom Stralsund: sehr liebevoll im Detail, sehr kinderfreundlich (neben dem Babybecken ist auch ein Wickeltisch, habe ich ja ganz vergessen zu erwähnen, auch Windeln u.ä. würde man dort bekommen und Aquawindeln gegen Gebühr auch), aber auch für den Actionfan ist was dabei. Es ist herrlich klein und war auch heute angenehm leer (wie es in den Ferienzeiten aussieht, weiß ich nicht), Draußen ist ein toller Spielplatz, den wir bei dem heutigem kalten Regenwetter leider nicht ausprobieren konnten. Es gehört auch mit € 14,00 für 4 Stunden und € 19,00 für den Tag zu den preiswerteren Bädern. Angenehm ist auch, dass Kinder unter 5 Jahren noch freien Eintritt haben. Also ich sage: Für Familien absolut empfehlenswert!

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