Es zieht sich noch zwei weitere Wochen hin

Nach 10 vergeblichen Versuchen, die Frau vom Jugendamt anzurufen, hatte ich doch beim 11. Mal endlich jemanden dran. Natürlich war es nicht die “richtige Bearbeiterin”, also nicht die, die uns gestern angerufen hatte. Diese ist jetzt natürlich im Urlaub und erst übernächste Woche wieder da. Natürlich kann man uns dann auch erst ein Termin in der übernächsten Woche geben. Muss ich die Ämter verstehen? Ich meine, in jedem Betrieb gibt es doch eine/n Kollegin/en, der/die einen im Urlaub vertritt. Wieso geht das beim Amt denn nicht? Somit ist unser Termin für die Unterschrift erst übernächste Woche und alles zieht sich noch zwei weitere Wochen hin…

Immerhin schon zwei Schritte weiter…

Auch heute waren wir wieder beim Standesamt und die arbeiteten da heute sogar. 😉 Wir sind an eine sehr nette Mitarbeiterin geraten und innerhalb von ein paar Minuten hatten wir die vorläufige Bescheinigung, die wir für das Jugendamt brauchten…

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Sie fragte dann, ob wir schon einen Termin beim Jugendamt hätten. Wir sagten ihr, dass wir gleich im Anschluss zum Jugendamt fahren würden, denn dort hätte man uns gesagt, wir sollten mit der Bescheinigung einfach wieder vorbei kommen. Die Mitarbeiterin war sehr skeptisch. Also fragten wir uns im Auto die ganze Zeit, ob wir nicht doch einen Termin haben mussten…

Aber der Herr vom Jugendamt empfing uns, nahm dieses Mal unsere Unterlagen entgegen und sagte, jetzt müssten wir auf einen Anruf warten, um dann einen Termin auszumachen, zu dem wir wieder zum Jugendamt müssten, um eine Unterschrift zu leisten. Und mit diesen Unterlagen könnten wir DANN wieder zum Standesamt und dann kann der Kleine endlich seinen richtigen Namen und eine Geburtsurkunde bekommen.

Wir haben also noch immer nichts in der Hand, sind aber immerhin schon zwei Schritte weiter, als letzte Woche…

Das mit dem Namen gestaltet sich doch etwas schwierig…

Nicht, dass jetzt jemand denkt, wir würden unserem Kind einen Namen geben (wollen), der so außergewöhnlich oder gewöhnungsbedürftig ist, dass man dazu eine besondere Erlaubnis/Genehmigung braucht – Nein! Der Kleine bekommt einen ganz “normalen” Vornamen, aber heute standen wir mal wieder der Bürokratie gegenüber. Und alles nur, weil das Jugendamt nie ans Telefon geht… Bereits im Februar hatte ich mit dem Jugendamt telefoniert (da hat mal jemand zurück gerufen) und denen gesagt, dass wir einen Termin zur Vaterschaftsanerkennung und zur Sorgerechtsvereinbarung haben möchten. Ich habe mit denen vereinbart, dass ich ihnen sämtliche Unterlagen maile und sie mir dann einen Termin geben. Gemailt habe ich, aber eine Antwort geschweige denn einen Termin hat es nicht gegeben. Ich habe da etliche Male angerufen, aber nie wirklich NIE ist einer ran gegangen. Ich habe denen wieder auf den AB gesprochen, aber warte bis heute noch auf einen Rückruf. Schließlich haben wir gedacht, das können wir auch noch NACH der Geburt des Kleinen erledigen. Tja, da haben wir die Rechnung aber ohne die Bürokratie gemacht. Noch im Krankenhaus sind wir zu der zuständigen Stelle vor Ort gegangen, aber die konnten ohne Vaterschaftsanerkennung (die kann man zwar beim Standesamt machen, aber nicht bei der Stelle im Krankenhaus) und Sorgerechtsvereinbarung nichts für uns tun und haben uns an das “normale” Standesamt verwiesen. Dahin sind wir heute gefahren…

Im Rathaus angekommen, haben wir gefragt, wo denn das Standesamt ist und die am Empfang haben uns gesagt, dass das Standesamt diese Woche gar nicht arbeitet. Heute hätten sie Schulung, morgen wären sie auch nicht da, Donnerstag ist Feiertag und Freitags arbeiten die ohnehin nicht. Soviel dazu. Da man mir am Telefon (mit dem Standesamt) gesagt hatte, dass einiges davon auch im Jugendamt schon erledigt werden kann, haben mein Mann und ich spontan beschlossen, dort hin zu fahren…

Er ist zu der Adresse “Unter den Eichen” gefahren. Dort waren wir vor der Geburt der Kleinen auch, aber inzwischen sind sie umgezogen nach Zehlendorf in die Kirchstr. und das wusste ich auch. Ich habe es meinem Mann gesagt und wir sind weiter nach Zehlendorf gefahren. Dort im Bezirksamt angekommen, haben wir uns zum Jugendamt durch gefragt, dieses auch gefunden und nach der zuständigen Stelle gefragt. Da sagte man uns, die die für Vaterschaftsanerkennung und Sorgerecht zuständig sind, sind schon wieder umgezogen und zwar in den Hartmannsweilerweg. Das wäre mit Auto gar nicht so weit und wir könnten es innerhalb der Sprechzeit noch schaffen. Zum Glück hat auch der Mietwagen ein Navi! So waren wir wirklich innerhalb von 7 Minuten da. Wir haben die zuständige Stelle auch ziemlich schnell gefunden. Das war der, den ich unzählige Male versucht habe, anzurufen. (Aber vielleicht ist ja seine Telefonnummer nicht mit umgezogen). Alle anderen hatten nichts zu tun und waren auch nicht zuständig. Nachdem er uns endlich empfangen hat, war seine erste Frage, ob wir denn angerufen hätten. der wollte mich wohl verarschen?! Sollte ich im gleich die Augen auskratzen oder erst später??? Dann hat er gefragt, ob wir die Geburtsurkunde schon hätten (Nein, die versuchen wir ja gerade irgendwie zu bekommen!!!) und als er “Nein” hörte, meinte er, dann könne er gar nichts für uns tun. Wir müssten erst zum Standesamt, dann mit allen Unterlagen zu ihm, die könnten wir ja auch mailen (Na klar, weil das beim letzten Mal ja auch so toll geklappt hat) und dann würde ein Termin mit uns gemacht, zu dem wir dann zum unterschreiben noch mal ins Amt kommen müssten. Argh!!! Ich hasse diese Bürokratie!!!

Jetzt hat der Kleine offiziell noch immer keinen Namen, denn das mit dem Namen gestaltet sich doch etwas schwierig…

Na, die hat mir heute gerade noch gefehlt

Eigentlich fing der Tag ganz gut an… Wir sind früh aufgestanden, einkaufen gegangen, es war auch wider Erwarten erstaunlich leer und wir waren pünktlich zum Mittag wieder zu Hause. Aber da das ganze Jahr schon nicht unseres war, musste uns heute natürlich auch noch eins reingewürgt werden. In der Post war ein Brief vom Finanzamt. Zunächst hat mein Mann sich gefreut, weil wir ja schon seit Wochen auf den Einkommensteuer-bescheid für 2014 warten, aber als er mir sagte, es ist ein dünner Brief, da wusste ich schon, das kann kein Bescheid sein. Und richtig, unsere “Freundin” vom Finanzamt wollte wieder zig Dinge, von denen sie das letzte Mal behauptet hatte, dass sie eben diese nicht brauchte bzw. sie ihr schon vorliegen würden. Wieso kann die uns nicht mal ein einziges Jahr in Ruhe lassen und unserer Erklärung folgen? Ich meine, wir sind nicht reich, bezahlen pünktlich unsere Steuern und bescheißen auch sonst das Finanzamt nicht. Das letzte Jahr hatte ich ja auch so einen Terz mit der – da hatte mir ein anderes Finanzamt mitgeteilt, dass sie sich weigert, meinem Mann seinen Bescheid auszustellen, obwohl das andere Finanzamt schon längst sein Okay gegeben hatte. Und das letzte Mal als ich mit der telefoniert habe, hat sie doch tatsächlich gesagt, es wäre ihr zu viel Arbeit in ihren Akten nachzusehen, ob sie eine bestimmte Rechnung (welche ich ihr bereits geschickt habe) schon hat. Geht`s noch??? Letztes Jahr war es so schlimm, dass ich schon überlegt habe, eine/n neue/n Sachbearbeiter/in zu beantragen. Aber im Internet wird mit dem Hinweis, es könne noch schlimmer werden, davon abgeraten…

Das ist so unverschämt!!!

Dass DHL nicht die besten Paketzusteller sind, die Erfahrung mussten wir ja schon öfter machen und dass die Postangestellten nicht gerade die freundlichsten sind, ja leider auch. Aber was momentan abgeht, geht ja mal überhaupt nicht. Gestern waren wir in unserer Postfiliale um unsere DHL-Pakete, die durch den Streik nicht bei uns gelandet sind, aber laut Internet (Sendungsverfolgung) dort sein sollten, abzuholen. Die Frau sagte, die Pakete wären nicht bei ihr, sie könnten irgendwo anders gelandet sein und gab uns einen Zettel mit einer Telefonnummer, die wir anrufen könnten. Nicht nur, dass die Nummer auf dem Zettel veraltet ist (wie einem eine Bandansage mitteilt – aber das Band leitet auch gleich an die richtige Nummer weiter), auch die Sprechzeiten auf dem Zettel (07.00 – 22.00 Uhr) stimmen nicht (auch das teilt einem das Band mit). Wenn man seine Nummer zur Hand hat, kann man diese ansagen und hört, was man sowieso schon weiß (und nicht stimmt), nämlich, dass die Sendungen angeblich in unserer Filiale sind. Was´n das für `ne Verarsche???

Da ich ja mal wieder krank geschrieben bin und somit unfreiwillig Zeit habe, habe ich mich heute morgen wieder ans Telefon gehangen und dieses Mal die richtige Nummer gewählt. Nachdem man mich fast eine halbe Stunde in der Warteschleife hat warten lassen, hat eine Frau abgenommen, ihren Namen gesagt und wieder aufgelegt – was sollte das denn bitte???

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Nachdem ich noch mal angerufen habe und dieses Mal “nur” 8 Minuten warten musste, hatte ich einen wirklich netten jungen Mann an der Strippe. Nur wirklich weiter helfen konnte er mir auch nicht. Er konnte in seinem PC auch nur das sehen, was ich auch in der Sendungsverfolgung sehen kann. Auch er konnte mir nicht mitteilen, wo unsere Pakete abgeblieben sind. Alles was er mir sagen konnte, war, dass wir noch zwei Tage Zeit haben, unsere Pakete abzuholen (Ja, würden wir ja gerne; aber bitte woher denn???), bevor sie wieder zurück geschickt werden. Na klasse! In zwei Tagen bekomme ich sicher nicht raus, wo die abgeblieben sind… Er hat dann noch Beschwerde aufgenommen, weil wir keine Karte im Briefkasten hatten, aber ich glaube nicht, dass das irgendwas bringt…

Diese Bürokratie raubt mir den Schlaf! :(

Ich weiß nicht, was das jetzt werden soll… Endlich darf die Kleine in unsere Wunsch-KiTa gehen. Mein Bauchgefühl hat mich nicht getäuscht, ich bin immer noch von dieser KiTa überzeugt. Die Leiterin hat immer ein offenes Ohr, ist total entgegenkommend, die Erzieherin (der Begriff scheint übrigens immer noch “politisch korrekt” zu sein) ist so lieb zu und liebevoll im Umgang mit der Prinzessin. Die Kleine scheint sich dort auch sehr wohl zu fühlen. Das scheint doch alles perfekt zu sein… tja, denkste Puppe! Die Bürokratie lässt dich nicht los! Das Jugendamt sagt, sie können mir nur einen Halbtagsplatz bewilligen (beantragt war ein Ganztagsplatz), da mein Vertrag nur bis 31.12.2014 befristet war. Jetzt habe ich einen neuen Vertrag. Da der Chef aber nicht weiß, ob er mich flexibel einsetzen kann, weil er (und ich) ja nicht weiß, ob ich nun einen Ganztagsplatz bewilligt bekomme, hat er ihn wieder nur bis 31.01.2015 befristet. Oh, Mann! Mündlich hatte er mir gesagt, bis 30.04.2015 wäre es auf jeden Fall möglich, meinen Arbeitsplatz zu “sichern”. Was soll denn das Jugendamt jetzt wieder dazu sagen? Die Leiterin der KiTa, die ja mein Problem inzwischen auch kennt, hat mir auch gleich einen Dreizeiler geschrieben, dass es möglich wäre, dass die Kleine in ihrer Einrichtung einen Ganztagsplatz bekommt. Daran scheitert es nun nicht.

Die Kleine wollte heute Nacht von 03.30 – 04.30 Uhr an die Brust, das scheint ihre Art zu sein, die KiTa-Eingewöhnung zu verarbeiten; denn tagsüber ist sie immer total “tapfer” und fröhlich. Danach konnte ich nicht mehr schlafen, da mein Kopf nicht die Klappe halten konnte und meine Gedanken Achterbahn samt Doppel-Looping gefahren sind. Wie soll es denn jetzt weiter gehen? Wenn das Jugendamt mir nur einen Halbtagsplatz bewilligt, weil der Vertrag wieder nur befristet ausgestellt wurde, dann müsste ich die Kleine um 12.00 Uhr von der KiTa abholen. An Warentagen beginnt meine Arbeitszeit um 07.30 Uhr, d.h. die Prinzessin müsste um 07.00 Uhr schon in die KiTa gebracht werden. 7+5 macht 12. Also müsste ich sie um 12.00 Uhr schon wieder abholen. Das geht aber nicht, da es zu der Zeit in der KiTa Mittag gibt, also wäre es 12.30 Uhr. Dann müsste ich um 12.00 Uhr Feierabend machen. Der Chef meint, wenn ich nur bis um 12.00 Uhr arbeiten könnte, dann bräuchte ich gar nicht kommen und wir müssten den Vertrag “aufheben” (Pfff! Der Vertrag kann mal schön bis zum 31.01. laufen!) Toll! Wieder arbeitslos! 😦 Mein Mann sagt: “Dann ist das eben so!” Aber wie stellt er sich das vor? Wie sollen wir denn unser Leben finanzieren? Gut, ich verdiene nicht allzu viel,, aber immerhin kann ich die Hälfte zur Miete beisteuern und mich auch sonst ein wenig an den Kosten beteiligen. Das geht aber nicht mehr, wenn ich arbeitslos bin. Das ist ja mit ein Grund, warum ich gerade so intensiv Bewerbungen schreibe. Gestern habe ich DEN Job gefunden, den ich unbedingt hätte machen wollen. Also habe ich mich auf diese Anzeige beworben. Die Anzeige hatte aber eine Zeitarbeitsfirma aufgegeben und die suchen für einen ihrer Kunden. Ich habe ja sonst noch nie eine Bewerbung an/über eine Zeitarbeitsfirma geschickt/geschrieben…. Die haben auch relativ zeitnah hier angerufen und meinten, sie könnten meine Bewerbung nur weiterleiten, wenn ich arbeitslos wäre und mindestens schon 6 Wochen Leistungen beziehen würde. *Grrr!* 😦  Aus ihrer Sicht ist das ja zu verstehen, da sie sich durch die Vermittlungsgutscheine finanzieren, aber aus meiner Sicht kommt es mir so vor, als ob ich dafür bestraft werde, dass ich wenigstens für “nen Appel und n Ei” arbeiten gehe. 😦  Wenn ich jetzt arbeitslos werde würde, 6 Wochen lang Geld beziehen sollte, dann ist doch dieser Job schon längst wieder weg…

Ach ist doch alles Sch… Hier das Jugendamt, da der Chef, dort die Bewerbungen, die nicht weitergeleitet werden können und was weiß ich, was jetzt noch auf uns zu kommt…. Diese Bürokratie raubt mir den Schlaf! 😦