Kindertag 2018

Heute Morgen habe ich bei einer meiner besten Freundinnen das hier im Status gelesen:

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und das fand ich so passend, da ja heute Kindertag ist und so wunderschön, dass ich es “gemopst” und bei fb, instagram und im Status geteilt habe.

Meine zwei Süßen haben natürlich auch etwas zum Kindertag bekommen. Da in 13 Tagen “der Ball wieder rollt”, haben beide ein Deutschlandshirt bekommen, ein Aufblastierchen (Motte hatte sich einen Flamingo gewünscht und Murmel hat sich einen Orca ausgesucht) , außerdem haben noch beide einen Luftballon bekommen und ein PawPatrol-Überraschungsei (die sind ohne Schokolade – auf Süßes habe ich absichtlich verzichtet –

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der Papa kam aber dann nachmittags noch mit PEZ-Spendern incl. Bonbons an)

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Vormittags hatte ich ja einen Termin zum EKG, um abzuklären, ob ich diese Beta-Blocker-Augentropfen nehmen darf und was das betrifft, hat die Ärztin grünes Licht gegeben (und da ging es auch heute total schnell)  allerdings meinte sie, eine Kurve würde ihr nicht so gefallen, daher würde sie mir eine Überweisung zum Kardiologen geben (DAS war jetzt aber irgendwie nicht Sinn der Sache – aber gut, ich versuche nach dem Buch “The Secret” zu leben, das dürfte nicht das Problem sein)

Motte wollte heute Mittagskind sein und Schokomuffins backen. Was tut frau nicht alles, bei 30°C im Schatten, nur damit das Kind glücklich ist?! Und schließlich ist ja heute Kindertag.

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Wie haben eure Kinder den Kindertag verbracht?

Von einer Frau ohne Kinderstube und Murmel`s erstem Besuch beim Augenarzt

Heute hatten wir nun unseren Ersatztermin beim Augenarzt. Bevor wir zur S-Bahn sind, waren wir aber noch in der Stadt, weil ich noch Shirt für meine Kinder und meinen Neffen kaufen wollte. Auf dem Weg dorthin mussten wir u.a. auch über eine Ampelkreuzung. Oh, kennt ihr auch diese Leute, die immer quer über die Straße rennen und du bist dahinter ungefähr gleich schnell und mit dem Kinderwagen nur am Ausweichen? So war es heute wieder. Wir gingen los, die leicht vor mir schräg, ich ausgewichen, sie wieder schräg, ich ausgewichen, sie wieder schräg, in dem Augenblick war ich ungefähr mit ihr auf gleicher Höhe, sie rennt fast in den Kinderwagen und regt sich voll auf. Geht`s noch!? ich antworte: Geradeaus! Geradeaus! – Ist das so schwer? Da brüllt die hinter mir her: “Zum Kindermachen hat´s gereicht, aber zu sonst weiter nichts, wa?” Hä? Habe ich irgendwas nicht mitbekommen? Die Frau hatte wohl keine Kinderstube, denn ich bringe bereits meinem Zweijährigen bei, dass man immer gerade und niemals schräg über die Straße geht und wir sahen jetzt auch nicht aus, als wären wir in Lumpen gekleidet. Gut, man kann mir auch nicht ansehen, dass ich Abitur und studiert habe, aber was gibt ihr das Recht über mich zu urteilen, nur weil ich vormittags mit meinem Kind in der Stadt statt zu Hause oder im Büro bin??? Boah, hatte die ein Glück, dass ich es eilig hatte!

Die S-Bahn Fahrt war dann ohne Vorkommnisse, kein Schienenersatzverkehr und alle Fahrstühle waren funktionstüchtig – Yeah! Beim Augenarzt waren wir um 11.20 Uhr (der Termin war um 12.00Uhr) und es war wuselig wie immer im Vorzimmer – aber ich mag die Atmosphäre da total. Nach Rücksprache mit der Ärztin hieß es, meine Augen müssten nicht weit getropft werden, das könne man “auch erst mal so” kontrollieren. Weiterhin hieß es, wir müssten mit einer Stunde Wartezeit rechnen… Na gut, dann sind wir eben erst mal zu meinen Arbeitskollegen gegangen und haben mit Ihnen und dem Chef ein Pläuschen gehalten… Eine halbe Stunde später waren wir wieder im Wartezimmer der Augenärztin. Murmel hat sich verschiedene Bücher angesehen und immer “Bapa!” oder “Mama!” gerufen – ich glaube, er hat die Leute gut unterhalten. Wir haben noch eine weitere Ewigkeit gewartet und wurden dann schließlich aufgerufen. Aber auch im Behandlungszimmer haben wir noch mal 10 – 15 Minuten gewartet… Dann kam die Ärztin und hat sich erst mal mein Auge angesehen… Sie meinte: “Es könnte sein, dass Öl austritt, es könnte aber auch sein, dass das Zellen sind” (es könnte, hätte, würde – solche Aussagen “liebe” ich ja – hätte sie ir mal doch lieber das Auge weit getropft) Sie wollte den Augendruck messen, was sie dann auch gemacht hat und meinte, er wäre bei 30 (normalerweise hatte ich immer 10-12), sie würde gerne mit Beta-Blockern behandeln und es wäre besser, ich würde mich noch mal in der Klinik vorstellen. Wenn Öl austritt, kommt es wohl zu einem erhöhten Augendruck und auf lange Sicht kann (oder wird?) das Öl den Sehnerv abklemmen. Jetzt hat sie mir die niedrigste Form von Beta-Blockern verschrieben, das Rezept soll ich aber erst einlösen, wenn mein Hausarzt ein EKG gemacht hat und feststellt, dass ich keine Reiz-Leiter-Störung habe. Wenn da alles okay ist, soll ich die Beta-Blocker nehmen und mich bevor die Flasche alle ist, noch mal bei ihr vorstellen und dann sehen wir weiter. Es ist jetzt noch nicht zwingend notwendig in die Klinik zu gehen, das gehen wir jetzt alles ganz langsam an, meinte sie. Also heißt es jetzt für mich, eine andere Klinik finden, als die, in der ich die letzten drei Mal war… Sie hat mir das Getrauden-Krankenhaus in Wilmersdorf, das Virchow-Klinikum in Wedding oder die Charity in Mitte empfohlen – nur die zwei letzteren gehören, glaube ich mit dem Benjamin-Franklin-Klinikum in Steglitz zusammen… Weiterhin meinte meine Ärztin, die eine Ärztin im Getraudenkrankenhaus ist sogar auf solche Netzhautsachen spezialisiert (warum hat sie mich denn damals nicht dahin geschickt), sie wüsste aber nicht, ob die noch da ist… Na, das kann man ja raus finden… wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, solle ich ihr sagen, wo ich hin möchte… (Wer “möchte” denn schon ins Krankenhaus???)

Nach mir war Murmel an der Reihe… Meine Kinder müssen ja wegen mir, also “wegen familiärer Vorbelastung” bereits jetzt kontrolliert werden. Ich hatte mich nur gefragt, wie sie das machen wollte, wo der Kleine außer “Mama” und “Papa” nichts sagt… Aber sie meinte, da würde es schon Mittel und Wege geben… Sie hat das dann auch ganz toll mit einer Fingerpuppe bzw. zweien gemacht und der Kleine war schwer begeistert (ich übrigens auch). Sie meinte, er wäre altersgerecht entwickelt, noch ein wenig weitsichtig, aber das ist in seinem Alter völlig normal. Na, das hört sich doch schon mal gut an – er muss erst nächstes Jahr wieder zur Kontrolle…

Nachtrag: Mit meinem Chef (der die gleiche Augengeschichte wie ich durch hat) habe ich mich auch über mögliche Kliniken unterhalten und er meinte, den besten Ruf hätten immer noch das Benjamin-Franklin (wieso höre ich dann so viel schlechtes?) und die Augenklinik in Marzahn….

Mittwochs in Berlin Augenarztpatientin? – vergiss es!

Gestern Abend fing mein Auge auf einmal an zu tränen und zu jucken und es war auch total rot. Die ganze Nacht tränte es weiter und auch heute Morgen war es noch immer rot. Zu allem Überfluss erfuhr ich dann in der KiTa auch noch, dass dort gerade Bindehautentzündung umgeht bzw. umging. Das ist doch ansteckend, das musste abgeklärt werden und da meine Augenärztin meinte, bei meiner Vorgeschichte solle ich lieber einmal mehr zu ihr kommen, habe ich beschlossen, heute Morgen zu ihr zu fahren. Murmel hatte ich im Tuch. Bei meiner Augenärztin angekommen, stand dran, dass sie Urlaub und daher nur verkürzte Sprechzeiten hat. Patienten mit Termin würde sie behandlen, Notfallpatienten könnten am Dienstag (also gestern) von 09.30 bis 10.00 Uhr kommen oder Freitag (also erst in zwei Tagen) in der Zeit von 08.00 – 09.00 Uhr. (Na, wenn das mal nicht klasse Zeiten waren!?) Ich war aber jetzt, am Mittwoch ein “Notfall”. Vor meiner Augenarztpraxis ist so eine oralchirurgische Praxis und die Frau dort hat mich so was von angefahren, da wäre jetzt keiner bei meiner Augenärztin und ob ich nicht lesen könne, dann hat sie mir die Tür vor der Nase zugeknallt (und ich meine nicht die Tür ihrer Praxis, sondern die vom Flur) Boah, wenn es mir nicht so mies gegangen wäre, hätte ich der aber ein paar Takte erzählt. Wie kann man so mit Menschen umgehen???

Auf dem Zettel von meiner Augenärztin wurde auch auf ihre Vertretung verwiesen, diese wohl nur um die Ecke war. Also bin ich dort hin gegangen. Von der Praxis war ich ja echt beeindruckt. Ich sagte, wessen Patientin ich bin und dass meine Augenärztin diese Praxis als ihre Vertretung angegeben hatte. Da sagte sie wortwörtlich: “Eigentlich sind wir nicht ihre Vertretung!” (Vielleicht bin ich naiv, aber ich dachte, so was wäre zwischen den Ärzten abgesprochen) Außerdem sagte sie mir, es wären jetzt ohnehin keine Ärzte da, die wären im OP und ich könne gern ein anderes Mal wieder kommen. Geht`s noch? Ich war JETZT ein “Notfall”! ich hatte so die Nase voll! Die fragten einen noch nicht mal, um etwas es ging. Also fuhr ich wieder zurück und ging in die Schlossstr. zu einer Ärztin, die mich schon mal als “Notfall” behandelt hatte. Dort angekommen, war ein Zettel zu sehen, dass diese Ärztin bis einschließlich Freitag nicht da ist. ich hatte die Nase voll und war am heulen und das alles schon vor 10.00 Uhr morgens. Also beschloss ich, ich gebe es für heute auf, beobachte die ganze Sache und wenn es nicht besser wird, werde ich Freitag morgen zu meiner Augenärztin fahren. (Inzwischen sind die Beschwerden abgeklungen und auch die Rötung ist weniger geworden, also hoffe ich mal, dass ich gestern auf dem Spielplatz vielleicht “nur” Sand rein bekommen habe)

ein riesiges Loch

!!!Achtung, es könnte wieder etwas “eklig” werden bzw. nichts für Zartbesaitete!!!

Mein Mann musste heute wieder zum Arzt, um den Verband wechseln zu lassen und um das Wundband (keine Ahnung, ob das die richtige Bezeichnung für das Band ist, welches noch in der Wunde war) rauszuziehen.

Während gestern fast das ganze Bein verbunden war, war der Verband heute wesentlich kleiner und verrutschte auch zu Hause. Also bat er mich, diesen zu erneuern. Unter dem Verband kam ein riesiges Loch zum Vorschein.

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Mal wieder warten – aber diesmal nicht für mich

!!!Achtung es könnte etwas “eklig” werden bzw. nichts für Zartbesaitete!!!

Nachdem mein Mann ja nun gestern endlich eine zweite Meinung in Bezug auf sein Knie eingeholt hatte, hieß es heute für ihn warten, warten, warten…

So sah das Knie meines Mannes heute morgen aus:

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Da ist “die Suppe” schon rausgelaufen… ich habe es sauber gemacht und ein Pflaster drauf geklebt. Nach einiger Zeit kam das Zeug oben aus dem Pflaster wieder raus…

Er wartete also heute morgen auf den Anruf der Arztpraxis, damit er hinfahren konnte und sie ihn operieren würden. Als um 14.00 Uhr noch immer keiner angerufen hat, hat er in der Praxis angerufen. Sie haben ihm gesagt, sie hätten ihn nicht vergessen, er würde heute auch noch operiert werden. Wenn er wolle, könne er ja schon mal los fahren, dann könne es aber sein, dass er in der Praxis noch etwas warten müsste… Er machte sich langsam fertig und auf dem Weg in die Praxis.

Kurz nach 16.00 Uhr war er wieder zurück. Sie haben unzählige Narkosespritzen in sein Knie gespritzt, weil er auf der einen Seite des Knies immer und immer wieder spürte, wie der Arzt operierte, auf der anderen Seite nicht. Nach der OP sah sein Bein so aus:

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Dr. Google und ein neuer Arzt

Mein Mann befragte gestern Abend noch Dr. Google und hat mit seiner Hilfe die Diagnose “Schleimbeutelentzündung” gestellt. Da er seinem Arzt nicht mehr vertraut (er hätte ihn ja schon letztes Jahr richtig therapieren können) war er auf der Suche nach einem neuen Arzt, einem der auch ambulante Operationen macht. Er hat auch eine Praxis gefunden, die ihm zusagte. Unabhängig davon, hat die Oma ihm ihren Arzt empfohlen und für den hat sich mein Mann dann heute auch entschieden.

Es ist eine Gemeinschaftspraxis und Omas Arzt war heute nicht mehr da. Dieser ist wohl für Knieoperationen zuständig. Der andere Arzt hat sich das Knie meines Mannes aber angesehen (Schleimbeutelentzündung war auch seine Diagnose) und ihm gesagt, dass morgen ambulant operiert wird (für mein Mann schon mal ein gutes Gefühl, wenn sie ihn nicht gleich ins Krankenhaus einweisen wollen). Morgen werden wohl die ganzen OPs mit Vollnarkose durchgeführt. Da mein Mann aber “nur” eine örtliche Betäubung erhalten wird, soll er auf einen Anruf der Praxis suchen und sich bereit halten, um sich dann zur Praxis zu begeben….

Sein letzter Urlaubstag oder: Warten…

Heute bestand unser halber Tag nur aus warten. Das fing schon heute Morgen an. Motte musste ja wieder zur Daumenkontrolle ins Krankenhaus, um 10.00 Uhr hatten wir dort einen Termin. Dort angekommen, habe ich uns angemeldet, den Papierkram abgegeben und dem Menschen am Empfang Bescheid gesagt, dass wir heute zum röntgen sollten. Er nahm alles entgegen und sagte, wir sollen im Warteraum Platz nehmen. Eine Dreiviertelstunde später wurde die Kleine aufgerufen, die Frau gab was in den PC ein und schickte uns zum röntgen – das war natürlich in einem ganz anderen Haus auf dem Gelände. Wenn da nur einer was hat in den PC eingeben müssen, hätten sie das nicht auch gleich machen können? Aber gut! Also sind wir zum röntgen gegangen. Für uns war klar, dass der Papa mit der Kleinen rein geht und ich mit dem Kleinen, der ja im Tuch saß, draußen warte. Aber kaum, dass Motte aufgerufen wurde, fing sie an zu weinen und nach Mama zu weinen, wo sie doch in letzter Zeit totales Papakind ist. Ich muss sagen, die Frau vom röntgen ist total super mit der Situation umgegangen. Sie hat mich mit reingenommen und mich so hin gestellt, dass ich in einem Raum stand, der keine Strahlen abbekam, aber gleichzeitig total nah (im Türrahmen) bei meinem Kind. Das war Motte aber nicht nah genug. Also wurde Murmel an den Papa übergeben, der mit ihm draußen wartete und ich habe der Kleinen beim Hinlegen der Hand und stillhalten geholfen.Da ging es auch alles relativ schnell und wir durften wieder in das andere Haus zurück. Der Papa meinte, der Kleine hätte in die Windeln gemacht. Ich wusste, dass in dem Haus, in das wir zurück mussten, auch das Babyschwimmen von denen stattfindet – also habe ich dort nach einem Wickelraum gefragt. Motte und der Papa wollten schon mal hoch fahren und sich zurück melden… Ich habe also gefragt. Einen Wickelraum haben sie nicht, aber ich durfte in die Damenumkleide, in der sich zwei Wickeltische befinden. Wie sich herausstellte, hatte der Kleine “nur” gepullert. Wieder zurück im Vorraum sitzen meine zwei anderen beiden noch am Tisch und spielen mit dem dort vorhandenen Spielzeug. Der Papa hat mir erzählt, dass Motte nicht ohne Mama nach oben wollte. Sie hat alles ein- und aufgeräumt (was sie zu Hause übrigens so gut wie nie macht) und ordentlich weg gestellt. Danach sind wir alle vier nach oben gefahren und haben uns vom röntgen zurück gemeldet. Dann sind wir erstaunlicherweise schnell dran gewesen und man fragte und sagte uns das, was wir jedes Mal hören: Benutzt sie auch die rechte Hand? Kann sie damit greifen? Eine OP ist jetzt nicht nötig. Wenn sie im Grundschulalter ist, kann entschieden werden, ob eine OP nötig ist oder nicht…. Wir sollten doch in einem Jahr wieder kommen…

Inzwischen war Mittagszeit, also haben wir unterwegs angehalten und gegessen und als wir endlich wieder zu Hause waren, war es bereits 14.00 Uhr.

Der Papa wartete schon den ganzen Tag auf einen Anruf der Mercedes-Werkstatt, denn heute sollte er endlich sein Auto wieder abholen können. Aber weder auf dem Handy noch zu Hause auf dem AB hatte jemand angerufen und eine Nachricht hinterlassen. Also rief er bei Mercedes an. Die sagten, dass Auto ist  wohl so weit fertig, sie erreichen aber gerade den Verantwortlichen nicht, würden aber zurück rufen. Ab 15.00 Uhr saß der Papa dann hier wie auf Kohlen und wartete auf den Anruf. Die meiste Zeit verbrachte er dabei rauchend auf dem Balkon. Um 16.30 Uhr ungefähr kam er vom Balkon herein gestürmt und meinte, da hätte gerade ein LKW mehrere Autos in der Straße gerammt, er geht mal runter. Ich ging auf den Balkon und sah, dass sein Firmenwagen auf der einen und der Mietwagen genau gegenüber auf der anderen Straßenseite parkte. Ein LKW stand an der Ecke quer an einem Käfer – den hatte es richtig erwischt. Als mein Mann wieder oben war, sagte er, der Mietwagen hat zum Glück nichts abbekommen, aber sein Firmenwagen habe auch etwas abbekommen, der Außenspiegel und eine Schramme quer über die Seite. Wenn man bedenkt, dass wir unser Auto eigentlich letzten Freitag schon wieder bekommen sollten… (Nur weil sie noch mehr Schaden festgestellt haben, war es immer noch in der Werkstatt). Ich dachte nur: “Zum Glück ist unser Auto noch nicht wieder hier! Wer weiß, ob es nicht gleich das nächste abbekommen hätte”.

Der Chef von meinem Mann war auch unten und hatte zu ihm gesagt, wenn er die Papiere von dem Fahrzeug bräuchte, ruft er ihn auf dem Firmenhandy an…

Um 17.30 Uhr war es meinem Mann dann mit der Warterei zu viel und er hat noch mal bei Mercedes angerufen. Die sagten, er könne sein Auto jetzt abholen, muss den Mietwagen aber erst mal selber bezahlen. Na, das hat ihm gerade noch gefehlt, hatte er doch heute erst die Rechnung vom Krankenhaus für das Familienzimmer bekommen.  Als mein Mann gerade zur Tür raus wollte, hat sein Chef wegen der Papiere des Firmenautos angerufen – na das nenn ich mal Timing!

Dann holte er sein lang ersehntes Auto ab und zahlte mal eben € 1400,00 für den Mietwagen. Die Rechnung muss jetzt an den Anwalt weiter geleitet werden und dann sollte er den Betrag von der Versicherung/der Unfallgegnerin wieder bekommen, aber das kann dauern…

Das war er nun: der letzte Urlaubstag meines Mannes für den ersten Urlaub in diesem Jahr. Von diesem Urlaub hat er irgendwie gar nichts gehabt.

Mieseste “Best”zeit ever

Heute war es mal wieder soweit: Kontrolltermin in der Augenambulanz:

07.21 Uhr von KiTa los, 07.44 Uhr an Klinik angekommen, 7.45 Uhr oben im Warteraum, Nummer gezogen, meine Nummer ist heute die 8, die Anzeigetafel zeigt “3”, es sind aber auch nur drei Leute im Wartezimmer…. Kaum hingesetzt sagt die Tafel “4”, aber wir wissen ja inzwischen, dass man/frau sich hier nicht zu früh freuen darf. 7.50 Uhr Nr. 5, 07.58 Uhr Nr. 6, 08.00 Uhr Nr. 7, 08.04.Uhr Nr. 8 – ich darf rein…

Die Frau, die immer dort sitzt, fragt nach meinem Namen und sagt: “Oh, sie waren ja in diesem Quartal auch schon mal da” Ja, im Januar. Ich frage sie, ob Herr Dr. Rehak heute da ist. Sie sagt, sie hat heute noch gar keinen Arzt gesehen. Na, es ist ja auch noch früh, sage ich zu ihr und dass ja jetzt auch Urlaubszeit ist. Sie sagt, gestern ist er da gewesen, also geht sie mal davon aus, dass er auch heute da ist und keinen Urlaub hat – na das beruhigt mich schon mal. Ich “darf” raus auf den Warteflur – da sitzen heute nur 5 Patienten, aber wie gesagt: es ist ja noch früh…

Kaum hingesetzt, ruft mich eine Frau auf. Ich will zu ihr gehen, aber sie sagt, ich soll sitzen bleiben, sie kommt zu mir. Das tut sie dann auch und fragt so ungefähr, was ich hier denn schon wieder will, ich sollte doch erst in 6-9 Monaten wieder kommen. Ich fange an, es ihr zu erklären, aber sie hört überhaupt nicht zu. Das Einzige, was sie notiert, ist, dass ich zu Dr. Rehak möchte.

08.18 Uhr – ich werde aufgerufen, zum Sehtest und Augendruck messen. (Heute kläre ich das mit der Kontaktlinse mal vorher) Die Schwester ist sehr nett und fragt: “Was sehen Sie?” Wie immer sehe ich nichts auf dem rechten Auge. Auf dem linken Auge sieht es dann ganz anders aus – das sehe ich viel mehr. Jetzt wird noch der Augendruck gemessen.- es wird wieder gepustet. Sie sagt, sie weiß, dass das unangenehm ist und sie mag das auch nicht. Ich finde ja schon gut, dass sie einen vorwarnt, macht ja da auch nicht jede. Und das geht eigentlich auch vom Gefühl her, wenn man vorbereitet ist.  Dann sagt sie, dass ich keine Tropfen bekomme. Wie jetzt? Ich möchte, dass die heute BEIDE Augen kontrollieren, da muss doch dann getropft werden. Ich frage nach und sie sagt, ERST MAL soll nicht getropft werden und ohne nachgesehen werden – na gut, dann eben später. Ich sage, dann gehe ich mal wieder warten und sie: “Ja, Warten – die Lieblingsbeschäftigung unserer Patienten”

Der Vorteil an “ohne Tropfen”: die Sicht ist noch klar und ich kann noch lesen und schreiben, weil die Buchstaben noch deutlich zu erkennen sind.

08.30 Uhr – ich werde aufgerufen von einem sehr jungen Arzt. Den kenne ich noch gar nicht (gibt es so was?). Er stellt sich höflich vor (Namen habe ich leider nicht verstanden) und ist nett. Er fragt, wie es mir geht, hört sich alles geduldig an und fragt nach, wenn er etwas wissen will. Ich nehme die Brille ab und er fragt, wie viele Finger ich mit dem rechten Auge sehe, wenn er sie mir hochhält. Das klappt ganz gut, also will er einen Sehtest machen, wobei wieder festgestellt wird, dass ich auf dem rechten Auge nichts sehen kann. Er fragt, ob ich schon weit getropft wurde. Ich verneine. Dann schaut er durch sein Gerät beide Augen an… da kommt die von vorhin “was wollen sie hier”-Moni vorbei und der Arzt fragt, ob es einen Grund gibt, warum ich noch nicht weit getropft wurde. Sie meint: “Sie hatte irgendein Problem und da ich nicht weiß, welches (tja, Kunststück, da hätte sie nämlich zuhören müssen!), hat sie erst mal keine Tropfen bekommen”  Also will der Assistenzarzt jetzt tropfen. Ich frage ihn, welche Tropfen er da hat. Er sagt die, die die Augen weit machen. Ach nee! DAS ist mir schon klar! Ich will wissen, ob er mir die geben darf – ich bin schwanger! Warum muss ich das hier eigentlich jedes Mal ansagen? Sollte das nicht in meiner Akte stehen? Er ist irritiert und geht nachfragen. ich glaube, er hält mich für zickig. Aber ich beschütze nur mein Baby!Nach einer ganzen Weile kommt er wieder und ich sage ihm, dass ich ihn nicht verunsichern, sondern nur eine Frage stellen wollte. Ich sage ihm , vielleicht wären das ja auch die Tropfen, die man Neugeborenen geben würde (und somit auch mir geben darf), das weiß ich ja nicht – er ist doch hier der Experte. Daraufhin sagt er, er ist ja auch noch nicht so lange dabei. Ach nee! Darauf wäre ich ja jetzt gar nicht gekommen. Schließlich hat er doch die richtigen Tropfen gefunden und mir in beide Augen getropft. Er sagt, das dauert jetzt 15-20 Minuten, bei diesen Tropfen könnte es auch etwas länger dauern. (Naja, von meiner Augenärztin bin ich ja inzwischen 30 Minuten Wartezeit gewöhnt). Ich “darf” wieder raus auf den Warteflur und er gibt mir noch mit auf den Weg: “Dr. Rehak ist gerade im OP” Na, auch das bin ich ja inzwischen gewöhnt –  um 08.44 Uhr sitze ich wieder (im jetzt vollen) Warteflur und richte mich auf 1,5 bis 2 Stunden Wartezeit ein…

09.34 Uhr – der Assistenzarzt ruft mich wieder auf und fragt, ob die Pupillen jetzt weit sind. Inzwischen finde ich, das ist eine selten doofe Frage, denn man sieht das doch mit bloßem Auge. Er schaut sich beide Augen gründlich an und meint, eine Netzhautablösung erkennt er am linken Auge nicht. Also sage ich ihm, das beruhigt mich schon mal – alles, was keine Netzhautablösung ist, ist gut. Er sagt, er muss aber noch mal mit einem Kontaktglas nachsehen und geht eins suchen… Zunächst findet er keins, also fragte er “Moni” – die findet eins dort, wo er schon gesucht hat. Er betäubt das Auge, setzt das Kontaktglas auf mein Auge und schaut noch mal gründlich nach. Auch wenn es keine Schmerzen verursacht, habe ich das Gefühl, dass er das Glas immer weiter in mein Auge drückt und habe Angst, dass er da irgendwas kaputt macht. Alles in mir schreit: “Nimm das Ding aus meinem Auge!!!” Als er schließlich fertig ist, sagt er, es könnten kleine Löchlein in der Netzhaut sein, da muss aber der Oberarzt noch mal drauf sehen. Wenn es welche sind, kann man sie aber lasern. Eine Netzhautablösung liegt nicht vor. Um 09.56 Uhr sitze ich wieder auf dem Warteflur…

10.15 Uhr – so langsam lichtet sich der Nebel, wenn auch erst mal nur die Nahsicht.

11.35 Uhr – ich warte noch immer. So langsam ist die Sicht etwas besser, wenn auch immer noch wie “durch Nebel”. Ich habe Kopfschmerzen – zum einen von dem Rumgedrücke in meinem Auge – inzwischen lässt ja auch die örtliche Betäubung nach und zum anderen von dem “Gespräch” neben mir. Die beiden alten Damen sind so laut und haben nur katastrophale Themen, so belanglos oder sie lästern: “Schau die mal an, wie dick die geworden ist” oder. “Hast du den watschelnden Gang von der gesehen?” Eine wurde jetzt aufgerufen, so dass jetzt zumindest etwas Ruhe herrscht…. Mein Baby tritt ordentlich und scheint auch ab und zu auf der Blase zu liegen – also wage ich es mal, auf Toilette zu gehen und hoffe, dass ich in der Zeit nicht aufgerufen werde und dass ich nachher noch einen Sitzplatz finde. Einige Leute stehen inzwischen, weil es hier so voll ist… Ich bin wieder da und die Quasselstrippen wieder aktiv…

11.53 Uhr – das Baby hat Schluckauf und ich warte noch immer…

12.00 Uhr – in der Kinderambulanz schreit ein Kind. Ich tippe mal darauf, dass es 3-4 Jahre alt ist und das Geschrei hört sich nach Angst und Unbehagen an. Neben mir geht es jetzt los: “Die arme Mutter, bei dem Gör!” “Der muss mal ordentlich eine gelangt kriegen, dass er sich so erschreckt, dass er aufhört zu schreien!” Diese Aussagen gehen so was von überhaupt gar nicht!!! Die hat mal so was von überhaupt keine Ahnung von Kindern. Sie meint auch, dass sich das Geschrei nach einem Zwölfjährigen anhört. ??? Also erstens hört man doch am Schreien, dass das ein Kleinkind ist und zweitens: woher will sie wissen, dass es sich um einen “er” handelt? Das Kind hört auf zu schreien und man hört jetzt Bauklötze fliegen. Die Frau neben mir:  “Die Mutter muss sich ja schämen bei dem Gör!” Mir geht innerlich die Hutschnur, aber ich denke: “Bleib ruhig Kathinka, du musst hier noch ne Weile sitzen und weit und breit ist kein Platz mehr frei.”  Die/Wir wissen doch gar, ob es sich, um das gleiche Kind handelt. Man HÖRT die Bausteine doch nur.

12.16 Uhr – die Frauen neben mir, beschweren sich abwechselnd über zu leise und zu laute Aufrufe der Schwestern und Ärzte. Ich warte weiter und habe auch den Oberarzt noch immer nicht gesehen…

12.20 Uhr – eine Patientin beschwert sich bei der Frau vom OCT, dass sie immer noch nicht dran war. Die Frau erwidert, dass weiß sie, aber die Patientin muss an beide Geräte und eines davon ist gerade besetzt, daher ist sie noch nicht dran. Die Patientin beschwert sich weiter, dass sie schon seit 09.30 Uhr hier wartet und ich denke nur: “Aha, sie ist zum ersten Mal hier!” Die Frau vom OCT antwortet, die meisten Patienten hier warten schon lange, sie müssen jetzt alle noch zum Oberarzt – aber was will man machen, wenn diese erst operieren und dann Mittagspause machen. Aha! Mittagspause also!

12.36 Uhr – die beiden Frauen neben mir haben derart Langeweile, dass sie jetzt anfangen, die Bilder im Warteflur gerade zu rücken.

13.20 Uhr – die Frau neben mir ist fertig, die andere war wohl nur ihre Begleitung. Sie gehen und neben mir ist es jetzt herrlich ruhig.

13.30 Uhr – ich warte noch immer und habe auch noch immer den Oberarzt nicht gesehen…

14.18 Uhr – noch immer habe ich den Oberarzt nicht gesehen. Ob er wieder im OP ist? Ich warte weiter… Normalerweise hole ich die Kleine so um 14.30 Uhr von der KiTa ab – na das wird ja heute wohl nichts. Also rufe ich die KiTa an und sage, dass ich noch festsitze.

14.28 Uhr – ich werde aufgerufen. Jetzt ist endlich auch der Oberarzt da. Er fragt, kontrolliert, schaut nach… Wir reden darüber, ob ich das Baby auf natürlichem Wege auf die Welt bringen kann oder ob dem aufgrund der Augenvorgeschichte etwas im Wege steht. Er vereint. Er sagt, es gibt inzwischen einige wissenschaftliche Abhandlungen zu dem Thema, die alle zu dem gleichen Ergebnis kommen: dass das eben keine Auswirkungen hat. Auf Nachfrage bestätigt er mir, dass er das gerne auf den Untersuchungsbericht schreiben kann, damit ich gegenüber dem Krankenhaus, in dem ich entbinde, abgesichert bin….

Er meint, die Netzhaut an beiden Augen würde anliegen *Puh!* Dass ich den Nachstar habe, wüsste ich ja und er würde eindeutig an den Augen sehen, dass ich eben noch so jung bin. Da würden sich eben Narbenstränge bilden. Außerdem ist mein Sehnerv auf dem rechten Auge so blass, dass er mir nicht sagen kann, inwieweit meine Sehkraft nach der OP (das Öl muss ja noch unter Vollnarkose entfernt werden) wieder hergestellt werden kann. Was? Wie jetzt? DAS habe ich ja noch gar nicht gehört! Müssen die mir immer eine neue schlechte Nachricht um die Ohren hauen, nachdem sie gerade mal was Gutes gesagt haben? Er sagt aber auch weiterhin, er würde das Öl auch noch immer nicht rausholen, selbst wenn ich jetzt nicht schwanger wäre, einfach um dem Auge noch Ruhe zu gönnen. Dr. Rehak wundert sich auch, “was uns der Sehnerv so übel genommen hat?”  (Vielleicht drei OPs innerhalb von 4 Monaten???) Soviel zum rechten Auge. Dann sagt auch er, er müsse noch mal mit dem Kontaktglas im linken Auge nachschauen. Und schon wieder tropft man mir Betäubungstropfen in das linke Auge. Er setzt das Glas auf und ist viel vorsichtiger, als der Assistenzarzt vorhin. (Ich habe immer noch Angst, dass der vorhin was kaputt gemacht hat). Nachdem er fertig ist, sagt er, er kann nicht eindeutig erkennen, ob es sich um kleine Blutungen oder kleine Löcher in der Netzhaut handelt. Da wir aber vorsichtig sein müssen mit meinem gesunden Auge, würde er gleich noch lasern. Wenn es Blutungen sind, hätten wir dann zwar übertherapiert, aber besser zu viel als zu wenig (auch DAS habe ich ja noch gar nicht gehört). Er lässt mir noch mal die Augen weit tropfen. Dann sagt er, ich würde ja wissen, wie das mit dem Lasern funktioniert. Ich sage ja, das haben er und auch Dr. Klein ja schon bei mir gemacht. Daraufhin meint er, dann braucht er ja nur noch mal das Datum auf den Aufklärungsbogen schreiben und wir unterschreiben dann da beide, wegen der evtl. Verschorfung. Was ist das jetzt wieder? Und: Ist er nicht lustig? Auf dem rechten Auge sehe ich ja nichts und auf dem linken Auge jetzt auch nicht, durch diese ganze Tropferei, da kann ich auch sehen, was und wie ich unterschreibe – ist doch normal. Nachdem ich unterschrieben habe, soll ich mich auf den Warteflur vor das Fotolabor setzen (dort gegenüber ist der Laserraum). Also sitze ich um 14.40 Uhr wieder weit getropft, betäubt getropft draußen auf dem Flur und warte.

15.07 Uhr – mein Mann ruft an. Ich sage ihm, dass ich “nur” noch aufs Lasern warte. Er muss die Kleine heute von der KiTa abholen

15.59 Uhr – ich warte noch immer. Der Oberarzt steckt den Kopf aus der Tür, sieht mich und sagt: “Sie sitzen ja immer noch hier!?”  Na klar! Ich soll doch auf ihn warten.

16.03 Uhr – der Oberarzt “geht stiften”

16.20 Uhr – der Oberarzt ist wieder da.

16.46 Uhr – der nächste Patient beschwert sich. Eine Bekannte von ihm wartet jetzt schon 6  Stunden (na, das kann ich locker mit 8 Stunden toppen), wie lange sie noch warten soll und wie der Zeitplan so ist. Da es wieder die Frau vom OCT erwischt hat, kann sie natürlich keine Auskunft geben. Sie sagt ihm , er soll sich in dem Zimmer melden, in dem sie untersucht wurde. Er fragt, ob die Ärzte nachts auch noch da sind. Sie sagt “nein”, aber so lange Patienten da sind, sind auch die Ärzte noch da – “da geht keiner nach Hause und lässt Patienten hier sitzen”. Na, sehr beruhigend zu wissen!

17.03 Uhr – die nette Frau vom OCT, zu der ich sonst immer muss, hat Feierabend. Sie erkennt mich, ist “traurig”, dass ich heute nicht ins Fotolabor musste und hält mit mir ein kleines Pläuschen. Sie schaut auf meinen Bauch und sagt: “Na, Sie sehen aus, als hätten Sie noch 3,4,5 Monate vor sich?!” Hm… 3 Wochen!!! Sie wünscht mir alles Gute, sagt: “Bis zum nächsten Mal!” und geht in den wohlverdienten Feierabend.

So langsam müsste ich mal wieder auf Toilette trau mich aber nicht.

17.09 Uhr – ich frage den netten Mann neben mir, ob er Bescheid sagen könnte, dass ich auf Toilette bin, sollte ich in dieser Zeit aufgerufen werden. Er ist einverstanden und ich gehe.

17.12 Uhr – ich komme wieder und der Mann ist weg. Na toll! SO war das jetzt ja nicht geplant. Aber vielleicht wurde er ja jetzt aufgerufen. Inzwischen sind auch nur noch 8 Leute auf dem Warteflur.

17.20 Uhr – inzwischen sind es nur noch 5 Patienten. Jetzt kommt eine Schwester rum und stellt Fragen, wie: “Auf was warten Sie noch?”, “Waren Sie da schon mal drin?”, “Wie ist denn ihr Name?”, “Brauchen Sie das noch?” (und hält einem einen Zettel wegen eines weiteren Termins entgegen) Es stellt sich raus, dass eine Patientin total vergessen wurde, zwei andere noch nicht mal im Untersuchungsraum waren und kein Mensch hier weiß, wo bestimmte Akten sind. Chaos pur!

17.28  Uhr – Ist Dr. Rehak überhaupt noch da???

17.31 Uhr – mein Mann ruft an und kann es nicht glauben, dass ich noch immer in der Klinik sitze. Wieso sollte ich lügen? Er sagt, ich soll doch endlich mal auf den Putz hauen und mal sagen, dass ich im 10. Monat schwanger bin und nicht so lange sitzen und warten kann. Merkwürdigerweise hätte ich das im nichtschwangeren Zustand wahrscheinlich schon längst getan, aber diese Babys (damals die Kleine und jetzt ihr Brüderchen) strahlen eine unheimliche innere Ruhe in mir aus. Wenn meinen Mann damals jemand gefragt hat, wie das mit den Stimmungsschwankungen seiner schwangeren Frau zu Hause auszuhalten ist, hat er jedes Mal gesagt, so was hätte ich nicht. Und zu mir hat er damals auch gesagt, seit ich schwanger bin, wäre ich viel ausgeglichener als sonst. Und so scheint es auch dieses Mal wieder zu sein. Mein Mann sagt, das ist doch “menschenunwürdig” und ich soll mal auf den Putz hausen. Vielleicht haben die mich ja auch vergessen. “Greif dir einen und sag was!” Aber auch die Patienten (mit denen man natürlich inzwischen ins Gespräch kommt) fragen mich, warum ich noch immer so ruhig bin und warum ich denn nicht mal was sage…

17.37 Uhr – als die Schwester das nächste Mal den Kopf aus der Tür steckt, frage ich sie, ob Dr. Rehak noch da ist. Sie sagt, ja, er ist noch im Untersuchungsraum. Außer mir sind jetzt nur noch zwei Patientinnen da. Dann werden die wohl vor mir dran sein, bevor gelasert wird….

17.45 Uhr – Jetzt bin ich seit genau 10 (ja zehn!!!) Stunden hier!

17.50 Uhr – Ich fange die Schwester ab, die gerade Feierabend machen will und frage, wo Dr. Rehak ist und ob man mich vergessen hat. Sie sagt, er ist auf Station. Sie sagt, sie erinnert ihn noch mal daran, dass ich hier noch sitze und auf ihn warte. Natürlich haben die Betäubungstropfen inzwischen nachgelassen – schon zum zweiten Mal. Das heißt, das Auge wird sicher noch ein drittes Mal getropft werden – das macht sich sicher “super” für den Organismus meines Babys:

17.56 Uhr – der Assistenzarzt hat Dr. Rehak endlich erreicht und soll schon mal tropfen. Er tropft zweierlei Tropfen in mein linkes Auge und das tränt jetzt wie verrückt; inzwischen brennen die Tropfen auch. Er setzt mich in den Laserraum. Ich frage, wo ich mich hinsetzen soll: an den ersten oder zweiten Tisch. Er sagt, an den ersten, denn der hintere hätte ja keinen Laser. Na, wer ist denn hier der Experte? Ich? ich setze mich also vorne hin. Er sagt, in 5 Minuten sollte der Arzt da sein.

18.01 Uhr – Dr. Rehak kommt. Ich frage ihn, ob er mich vergessen hat und er gibt es zu. Dafür hat er mir ein Schokoladenei mitgebracht “ist zwar noch aus der Weihnachtskollektion…”. Dann bittet er mich, an dem hinteren Tisch Platz zu nehmen. (Na, der Assistenzarzt scheint ja voll die Ahnung zu haben). Er sagt, er hat sich vorhin schon gewundert, warum ich immer noch da sitze. Ich sage, das hätte er ja auch gesagt. Da meint er, dann hätte ich sofort sagen sollen: “Na, ich warte doch auf Sie!” Na, das hätte ich mal wissen sollen! Und ich dachte, das hätte schon alles seinen Grund! Das sage ich ihm auch. Er meint, dafür sind ja auch die jungen Assistenzärzte da, sie einen an so was erinnern sollen, aber die machen das ja auch nicht. Er ist ja schon senil… Ich: “Ja, machen Sie mir Mut für die nächste OP!” Er sagt, sobald er den Untersuchungsbericht unterschrieben hat, ist für ihn der Patient abgehakt und meinen hat er ja nachmittags schon unterschrieben. Als er fertig ist mit lasern, fragt er, ob ich meinen Bericht schon habe. Natürlich habe ich ihn noch nicht. Also muss wieder der Assistenzarzt befragt werden, der mal wieder von nichts weiß… Nach etwas suchen, finden sie den Bericht dann aber und händigen ihn mir aus.

18.13 Uhr – ich bin fertig! nach 10 Stunden und 28 Minuten – meine persönlich mieseste “Best”zeit ever!

Zu wenig… wovon? Von allem!

Heute Morgen war ich wieder zur Kontrolle bei meiner Augenärztin. Zu dem “Fleck” der mal da ist und mal nicht, haben sich jetzt auch noch schwarze Punkte gesellt, die kommen und gehen. Na toll! Zur Ärztin reingerufen, fragte sie: “Na, wie geht`s dem Kleinen?” Ich: “Heute hat er Schluckauf!” Sie: “Na, dann hat Mama wohl zu wenig geschlafen!?” Wie Recht sie damit hatte. Mein Kind hat IM SCHLAF die ganze Zeit gehustet und das nicht zu knapp (sie kann übrigens auch im Schlaf gähnen – ist das normal?) und der Papa hat daneben den halben Wald abgesägt. Wer soll denn da bitte schlafen können??? Zum Glück hat die Augenärztin wieder Entwarnung gegeben. Sie sagte wieder, das wären Glaskörpertrübungen und die Punkte würden durch Stress und Mangelerscheinungen kommen, entweder hätte ich zu wenig getrunken oder zu wenig gegessen oder zu wenig geschlafen, es könnten aber zu wenig liebe Worte sein. Ich habe zu wenig wovon? Von allem! Es war noch früh, also hatte ich noch nichts gegessen, zu wenig getrunken hatte ich zu der Uhrzeit auch (ist übrigens IMMER ein Problem von mir, da ich das schlichtweg vergesse), zu wenig Schlaf gab es in der Nacht davor auch und auch zu wenig liebe Worte gibt es gerade zu Hause. Es ist nicht so, dass “böse” Worte fallen; es ist einfach nur so, dass mein Mann keine Zeit für mich hat, denn wenn er mit der Oma fertig ist, dann nimmt ihn unsere Tochter in Beschlag – und für sie stecke ich gerne zurück.

Entwarnung! *Puh* oder: Vielen Dank Herr Dr. Klein!!!

Zuallererst: Vielen lieben Dank an alle, die die Daumen gedrückt haben – es hat geholfen!

Also zunächst mal: Klare Sicht hatte ich auch heute Morgen noch nicht! Also habe ich mich an den Laptop gesetzt und gegooglet “Netzhautoperation und Schwangerschaft” –  leider findet man dazu gar nichts im Netz. Mein Mann hat natürlich gemerkt, dass ich mir Sorgen mache und nachgefragt. Ich hatte ihm ja gestern Abend schon von dem Fleck erzählt. Er meinte, dann werden wir gleich auch noch zum Augenarzt gehen, wir wären ja heute sowieso schon mal vor Ort. (Dazu muss ich sagen, mein Mann hat heute Urlaub, weil wir noch mal mit der Kleinen zur Kontrolle zur Handchirurgie ins Krankenhaus mussten. Und danach wollten wir zu mir ins Büro fahren, um meine persönlichen Sachen abzuholen. Meine Augenärztin befindet sich im gleichen Haus, nur eine Etage tiefer.) Auf der einen Seite wusste ich, dass er Recht hatte, auf der anderen Seite hatte ich Angst vor dem “Ergebnis” – Ich habe mich schon auf dem Weg ins Krankenhaus gesehen, habe schon einen Notkaiserschnitt gesehen, nur damit die eine Augen-OP durchführen können. Aber ich möchte dieses Kind die gesamte Zeit austragen, das finde ich wichtig für die Entwicklung des Kindes. Außerdem möchte ich das Kind auf natürlichem Wege zur Welt bringen (Natürlich kann es immer anders kommen, als man denkt und ich habe auch nichts gegen Frauen bzw. ihre Entscheidung, für einen geplanten Kaiserschnitt – das muss jede Frau für sich entscheiden, aber ich möchte für MICH und UNSER Kind eine natürliche Geburt, soweit das möglich ist).

Also sind wir nach Klinikbesuch (der ganze 10 Minuten dauerte und ohne Ergebnis verlief) und Bürobesuch noch bei der Augenärztin gewesen. Am Schild stand zwar, dass Montagvormittag nur Sondertermine sind, aber inzwischen kennen sie mich da ganz gut und wissen, dass ich nicht wegen “Kleinigkeiten” zwischendurch kommen würde. Außerdem sagt die Ärztin jedes Mal, sobald sich bei mir eine Veränderung ergibt, soll ich bei ihr auf der Matte stehen, da man bei meinen Augen vorsichtig sein muss. Da war ich also nun…. Die Prinzessin und der Papa spielten und lasen und ich machte mir Sorgen…. Es ging auch relativ schnell, dafür, dass ich keinen Termin hatte. Wir warteten ca. eine Stunde…. Die Ärztin schaute sich erst mal die Peripherie der Netzhaut an und als sie mit der Hälfte fertig war, wurde sie aus dem Behandlungszimmer rausgeholt, weil ein wichtiger Mensch oder eine wichtige Firma am Telefon war (Dazu muss ich sagen, dass da heute den halben Vormittag das Telefon nicht funktioniert hat und sie nur deshalb rausgeholt wurde, normalerweise gehen da die Patienten vor). Beim Hinausgehen sagte sie noch zu mir: “Also bisher sehe ich noch keine Netzhautablösung” Meine Gedanken schwankten zwischen “Puh!” und “Nur nicht zu früh freuen! Bisher hat sie erst die Hälfte kontrolliert!” Als sie wiederkam, hat sie dann die andere Hälfte des Auges kontrolliert und als sie sich den gesamten Rand angesehen hatte, meinte sie, sie könne keine Netzhautablösung erkennen (*Puh*) und es wäre auch eher unwahrscheinlich, dass sich dort die Netzhaut ablösen würde, da diese im Krankenhaus super gelasert wurde. Ich dachte nur: “Vielen lieben herzlichen Dank Dr. Klein für diese tolle Leistung!!!” Auf Nachfragen hin, hat die Ärztin mir bestätigt, dass wenn sich die Netzhaut ablöst, dann vom Rande aus. Sie hat dann aber noch die Mitte des Auges kontrolliert, damit sie die Ursache für den “Fleck” feststellen kann, Sie meinte, manchmal können so was auch stressbedingte Ödeme sein, diese würden von allein verschwinden… Bei mir jedoch hat sie eine Glaskörpertrübung (Das hat jeder Mensch, nur in unterschiedlich ausgeprägtem Ausmaß und bei einigen sind diese auch nicht wahrnehmbar.) und eine Glaskörperabhebung festgestellt. Letzteres verursacht mir ja auch schon wieder einen Knoten im Bauch. Die Ärztin meinte aber, es wäre nicht weiter tragisch, wenn bzw. solange die Netzhaut sich nicht ablöst. Die Glaskörpertrübung kann, wenn ich Glück habe, von alleine wieder verschwinden und wenn ich Pech habe, bleibt der “Fleck” und nervt einfach nur. Ich hoffe mal auf ersteres und bin erst mal nur unheimlich erleichtert, dass es keine Netzhautablösung und auch sonst nichts ist, was eine OP erforderlich macht.

Und zum Abschluss noch mal: Vielen lieben Dank an alle von euch, die die Daumen gedrückt haben!