Mein Kleiner hat Fernweh…

Seit mehreren Tagen fragt Murmel bereits, ob wir bald in den Urlaub fahren. Heute fragte er wieder: “Mama, wenn der Tag zu Ende ist, fahren wir in Urlaub?” Also fragte ich ihn, wohin er denn möchte. Er sagte: “Da wo das kleine Waschbecken ist”  Motte vermutetet, dass er das Ferienhaus meint, in das wir im Sommer fahren werden – wir hatten uns die Bilder mit den Kindern gemeinsam angeschaut, bevor wir angefragt hatten, denn die beiden sollten ja auch einverstanden sein – Familienurlaub ist eine Familienentscheidung. Wie sich herausstellte, meinte er das nicht. Wir haben uns dann auf dem Laptop Bilder aus dem letzten Urlaub angesehen und dabei ist herausgekommen, dass er kein kleines “Waschbecken” sondern ein kleines Schwimmbecken meint und zwar das des Splahs in Neddesitz, wo wir die letzten zwei Jahre Urlaub gemacht haben.

Jetzt bring` dem Kleinen mal bei, dass 1.seine Schwester schulpflichtig ist und wir daher nicht mal eben so “morgen” in den Urlaub fahren können und 2. dass wir dieses Jahr zwar auch wieder nach Rügen fahren werden aber eben nicht dorthin, wo wir die letzten zwei Jahre bereits waren. Wir haben es versucht… Darauf hin war der Kleine so traurig, dass der Papa gesagt hat, wir könnten ja vielleicht trotzdem mal einen Tag da hin fahren, so weit weg wären wir ja dann auch nicht, wenn wir auf Rügen sind…

WARUM

Heute waren mal wieder ca. 30Grad in Berlin und da das Auto heute Nachmittag wegen des Steinschlags in die Werkstatt musste, waren wir heute nicht allzu flexibel. Die Kids haben sich gewünscht zu Freunden in den Garten zu fahren, da hätten sie mit ihren Freunden im selben Alter spielen und auch planschen können… Außerdem hätten wir dort bequem mit dem Bus hinfahren können… Also habe ich bei der Freundin nachgefragt und leider hatte die Familie heute keine Zeit – was meine Kinder natürlich sehr traurig stimmte…Umso bewusster wurde mir wieder, WARUM ich eigentlich das Business vom Handy aus gestartet habe… Ich möchte meine Familie glücklich sehen und ich möchte NICHT mehr, dass dieses Glück von ANDEREN Leuten abhängig ist! Meine Kinder haben keine sooo abgefahrenen Wünsche, was sie aber sehr wohl gerne hätten, wäre ein eigener Garten. Jetzt ist es so, dass mein Mann dieses Jahr sogar schon zwei Gärten angeboten bekommen hätte und das waren sogar welche, die keiner Kolonie angehörten (der persönliche Albtraum meines Mannes: ein Garten in einer Kolonie). Die Lage wäre auch perfekt gewesen, am See und in Berlin… Warum es nicht geklappt hat? Weil es da um einen Kaufpreis ging, für den wir nicht das nötige “Kleingeld” hatten… und genau deshalb werde ich mir weiterhin “die Finger wund tippen”, damit wir das nächste Mal flexibler sind, wenn es in ein oder zwei Jahren noch mal ein Angebot geben sollte…

Natürlich haben wir trotzdem noch das Beste aus dem Tag gemacht, wir waren u.a. erst auf dem Spielplatz und als wir auf das Auto gewartet haben auch noch  Eis essen. Die Scheibe ist auch wieder repariert und das sie nicht gewechselt werden musste, trägt die Versicherung die Kosten.

Motte war dennoch enttäuscht, dass sie heute “nichts Schönes”, “nichts in Familie” gemacht hat, z.b. “so was wie in Garten” oder “einen Ausflug” und auch wenn du als Mama weißt, dass du so.was nicht jeden Tag im Urlaub machen kannst, gibt es dem Mamaherz schon einen Stich… ich bin dann mal am Handy…

Das bilde ich mir doch nicht ein

Heute wollten Motte und ich mal wieder mit meiner Mama skypen und diese war auch sofort dabei und hat sich sehr gefreut. Also saß ich mit Motte und Murmel auf dem Schoß vor dem PC und wir haben geskypt. Auch mein Neffe war mal wieder bei meiner Mama, so dass Motte zu ihrer Freude auch mit ihm skypen konnte. Wir unterhielten uns eine ganze Weile, bis Motte nach ihrem Opa fragte. Die Oma sagte, er wäre in der Stube, aber mein Neffe könne ihn ja mal fragen, ob er kommen möchte. Er kam auch, zeigte uns aber nur seinen Bach. Da meinte Motte: “Opa,beug dich doch ma runter!” Nach ewig langem Bitten machte er das auch, aber stellte sich absichtlich so, dass man nur die Hälfte seines Gesichtes sehen konnte. Was sollte das denn bitte? Meine Ma fand das wohl genau so merkwürdig und drehte den PC so, dass die Kamera das ganze Gesicht erfasste. Da war er sauer und stürmte aus dem Zimmer. Was soll der Blödsinn? Also ich bilde mir das doch nicht ein, dass er kein Interesse an meinen Kindern hat. Mein Neffe wohnt da praktisch und mit meinen Kindern schafft er es nicht mal ordentlich zu skypen? Ich finde das sehr traurig! Selbst meine Ma meinte, dann bräuchte er sich das nächste Mal aber gar nicht wundern, dass Motte Berührungsängste ihm gegenüber hat.

Hauptsache immer so, wie die anderen wollen?

Und wieder wird in zweierlei Maß gemessen. ..

Gerade hat meine Ma mich angerufen und gefragt, ob wir skypen wollen. Normalerweise meint sie nicht mich, sondern Motte, mit der sie skypen möchte. Also habe ich ihr gesagt, dass Motte nicht da ist, weil sie bei Oma ist (war sie am Freitag übrigens auch, als meine Mama mit ihr skypen wollte). Was sagte meine Ma da? “Schon wieder?!” Ja, stellt euch vor, ich “Glucke” habe mein Kind doch tatsächlich “schon wieder” zu Oma gebracht. Gesagt habe ich dazu nichts. Die nächste Frage war dann, ob mein Mann noch vor Weihnachten gesund geschrieben wird. Ja, das wird er. (Da er nicht wieder ins Krankengeld fallen möchte, wird er ab Montag wieder arbeiten gehen. Ich hoffe, sein Knie ist dann so weit wieder hergestellt! Letztes Jahr war er ja auch so lange krank, dass er Krankengeld bekommen hat (Hätte der Arzt das letztes Jahr richtig diagnostiziert und behandelt, wäre er dieses Jahr gar nicht erst krank geworden) und daher haben sie ihm das Weihnachts- und Urlaubsgeld anteilig gekürzt. Das kann er dieses Jahr so überhaupt nicht gebrachen, da er aufgrund seiner Elternzeit da sowieso schon Kürzungen hat) Also wird er ab nächster Woche nicht mehr krankgeschrieben sein. Was sagte meine Ma da? “Ach nee!?” “Wieso?” “Wegen des Weihnachtsmarktes! Es wäre doch besser, wenn wir in der Woche gehen würden. Samstags ist es da immer so voll!” Was sollte das denn jetzt??? Für den Weihnachtsmarkt ist es möglich unter der Woche zu kommen, aber zu Motte`s Geburtstag nicht??? Auch dazu habe ich nichts gesagt, ich hätte mich sonst nur wieder aufgeregt. Mal sehen, was mein Mann nachher dazu sagt, wenn er von der Oma nach Hause kommt…

Ich soll ne Glucke sein??? Geht`s noch?!?!

Ich muss mal wieder ausholen: Wie ihr ja wisst, möchte meine Schwester mit meinem Neffen nicht unter der Woche zum Geburtstag meiner Tochter kommen, da sie arbeiten muss. Bis dahin kann ich das verstehen. /wenn ich auch ihre Begründung nicht nachvollziehen kann. Sie meinte, dass mein Neffe eher mit Motte spielen würde, wenn nur er da ist und kein anderes Kind – das finde ich irgendwie ziemlich egoistisch – aber was soll`s…) Motte hatte ich auch schon erklärt, dass ihr geliebter Cousin erst am Wochenende zur Erwachsenenparty kommen wird. Sie war unendlich traurig, aber hat sich wohl damit abgefunden. Als wir das letzte Mal bei meiner Familie waren, habe ich mit meiner Schwester noch mal darüber geredet und sie hat IN MOTTES BEISEIN gesagt, sie überlegt es sich noch mal. Ich hatte meine Schwester auch gefragt, ob der Kleine denn nicht vielleicht mit Oma und Opa kommen könnte…

Vor ein paar Tagen hat mir meine Schwester jetzt per Mail mitgeteilt, dass sie erst am Wochenende kommen wird. Heute habe ich dann meine Ma angerufen, um zu fragen, ob sie denn mit meinem Neffen unter der Woche kommen würden. Sie sagt “Nein!” Schon als wir da waren und ich auch sie gefragt habe, da hat sie gesagt, dass sie ja an dem Tag Sport hätte und daher nicht kommen könne. Da habe ich ihr schon gesagt, dass das ja wohl nicht ihr Ernst sein könne: dass der Sport ihr wichtiger ist, als mein Kind. Heute haben wir uns am Telefon so richtig gefetzt. Diese Begründungen, warum das nicht geht, sind so was von bescheu….!!! Sie können nicht unter der Woche kommen, weil sie dann durch Berlin durchfahren müssten (Ja, man fährt am Anfang von Berlin auf die Stadtautobahn und bei uns wieder runter, zwei mal abbiegen und man ist vor unserer Haustür – man muss also NICHT durch den Berliner Stadtverkehr!) Ich könne mir aussuchen, ob sie am Dienstag mit meinem Neffen oder am Sonntag mit meinem Opa (also Mottes Uropa) kommen würden. (Geht`s noch? Die sind Rentner, sie könnten also ohne Probleme an beiden Tagen kommen, umgekehrt wird das von uns ja auch erwartet) Motte hätte ja viel mehr davon, wenn ihr Cousin am Wochenende kommen würde, sie hätte ja genug andere Freunde an ihrem Geburtstag da. (Ja, nee, is klar! Umgekehrt wird wohl eher ein Schuh draus, meine Schwester will, dass der Kleine, Motte für sich alleine hat. Außerdem durfte sie so viele Kinder einladen, wie alt sie wird und nur mit ihm sind es nun mal vier). Ich müsste es Motte doch nur vernünftig erklären (DAS HATTE ICH BEREITS!!!!) und ich würde ihr einreden, dass sie darüber traurig sein soll (Geht`s noch? Ich rede ihr überhaupt nie was ein und schon gar nicht, dass sie traurig zu sein hat. Ich möchte mein Kind nicht so traurig sehen – es ist jetzt aber schon das dritte Jahr, in dem sie geliebte Menschen an ihrem Geburtstag versetzen. Beim zweiten Geburtstag stand sie hier und hat bei jedem Klingeln gefragt, ob das jetzt ihr bester Freund Levi ist und das obwohl ich ihr vorher erklärt habe, dass dieser nicht kommen wird. Beim dritten Geburtstag ist mein Papa aufgrund einer Erkrankung samt seiner Frau nicht dagewesen. An ihrem Geburtstag hat Motte dazu nichts gesagt, aber kurz danach war sie so traurig und unglücklich darüber. Und dieses Jahr? An ihrem viertem Geburtstag: Nachdem ich ihr erzählt hatte, dass ihr Cousin nicht kommen kann, hat mir die Schwiegermutter erzählt, dass Motte ihr tieftraurig davon erzählt hat und das mehr als einmal.

So nun zurück zum eigentlichem Thema: ich sagte meiner Ma also am Telefon, dass Motte traurig ist – schon wieder und sie sie eben nicht so gut kennt wie ich. Da sagte sie doch tatsächlich zu mir, dass könne sie ja auch nicht, weil ich wie so ne Glucke bin. Was? Wer? Ich??? Geht`s noch??? Das hätte man ja in Linstow gesehen, kaum war das Kind außer Sichtweise hätte ich sofort nach ihr geschrien. Ich??? nach ihr??? Waren wir im selben Urlaub? Ich habe die Kleine ganz allein mit Oma und Opa Drachen steigen gehen lassen. Als wir in der  Schwimmhalle waren, habe ich sie allein mit Oma im großen Becken gelassen, während ich mit Murmel im Whirlpool war, also sogar außer Sichtweite. Ich habe sie allein mit meinem Bruder rutschen lassen und nach dem Abendbrot habe ich sie allein mit Opa und/oder Oma gehen lassen, weil diese immer wollten, dass die Kinder auf diesen Wackelfahrzeugen fahren. Natürlich war das zwischen Motte, dem Papa und mir vorher abgesprochen, weil ich einfach finde, dass auch ihre Meinung wichtig ist. Wenn sie lieber bei Papa bleiben wollte oder mit Mama essen gehen holen wollte, dann war das auch okay und wurde gemacht. Hier (in Berlin) darf sie auch oft alleine zu Oma (natürlich wird sie gebracht, auch wenn Oma “nur” um die Ecke wohnt, aber bei Oma ist sie ab und zu auch ohne Mama und Papa) – und das schon seit sie zwei Jahre alt ist! Bin ich ne Glucke? Nein! Bin ich für sie da, wenn sie nach mir verlangt? Natürlich! Sofort! Ist sie manchmal sehr anhänglich? Ja, aber das hat immer einen Grund! An dem Tag, an dem sie untergegangen ist, brauchte sie natürlich die Nähe von Mama und Papa etwas mehr, das ist ja wohl normal. Habe ich eine enge Bindung zu meinem Kind? Ja! Aber auch das finde ich natürlich und normal! Lasse/n ich/wir sie allein bei Oma und Opa schlafen? Nein, denn diese wohnen 80 km weit weg von uns und da kann man nicht mal eben das Kind mitten in der Nacht abholen, wenn sie nach Mama und Papa weint. Und meine Ma hat mir letztes Jahr noch einen Zeitungsartikel in die Hand gedrückt, in dem es darum ging, dass Kinder doch auch mal bei den Großeltern übernachten können. Scheinbar hat sie aber nur die Überschrift gelesen, denn in dem Artikel stand drin, dass der Zeitpunkt vom Kind abhängig ist und bei sensiblen Kindern (zu denen Motte nun mal gehört) sollte erst ab 4 Jahren darüber nachgedacht werden. Mal abgesehen davon möchte sie noch nicht mal bei Oma um die Ecke schlafen. Meine Ma hat das Gegenbeispiel ja praktisch bei sich wohnen bzw. sogar zwei Gegenbeispiele. Das erste ist mein Bruder, der nicht nur wieder zu den Eltern zurück gezogen ist, sondern auch eine Etage tiefer (oben hat er sein (mein altes) Reich) neben das Elternschlafzimmer – mit 27 lässt er sich also noch immer von vorne bis hinten bedienen, aber das geht mich nichts an. Und das zweite Beispiel ist mein Neffe. Da meine Schwester im selben Haus wie meine Eltern wohnt (aber in einer eigenen Wohnung) ist es natürlich einfach, den Kleinen mal eben da abzugeben und auszugehen, zum Sport zu gehen oder andere Sachen ohne Kind zu machen und natürlich übernachtet der Kleine da auch oft (so oft, dass mein Bruder das letzte Mal schon gesagt hat, er hätte gern mal wieder ein Wochenende für sich). Mein Neffe ist es also gewöhnt, bei Oma und Opa zu übernachten, das kann man doch mit Motte überhaupt nicht vergleichen! Er hat halt auch Oma und Opa (und meinen Bruder) neben seiner Mama als engste Bezugspersonen, aber für Motte sind es nun mal Mama und Papa.

Ich finde, wir machen alles richtig. Auch wenn sie erst 3 bzw. fast 4 Jahre alt ist, so ist doch ihre Meinung wichtig! Und daher wird sie gefragt, ob es für sie in Ordnung ist, dies oder jenes mit Oma oder Opa zu tun. Haben wir mit der Abnabelung schon begonnen? Natürlich, aber nur soweit wie es dem Alter entsprechend angemessen ist. Sie darf mit ihrer Freundin und deren Mama (ohne mich) auf den Spielplatz und/oder auch allein für ein paar Stunden bei Oma bleiben, aber nur, wenn sie das auch möchte. Haben wir noch viel Abnabelung vor uns? Na klar! Und das ist auch gut so! Sie hat noch Zeit. Ich möchte sie zu einem eigenständigem, selbstbewussten Menschen erziehen und sie irgendwann (bis dahin ist noch viiiiiiieeeeellll Zeit) guten Gewissens ins Leben entlassen. Bin ich deswegen ne Glucke? Ich sage: “NEIN!”

Und jetzt?

Heute waren wir auf der Suche nach einem geeignetem Raum für die Geburtstagsfeier von Motte. Nachdem wir beim Arzt waren (der Verband meines Mannes wurde gewechselt und die “Wunde” kontrolliert), haben wir uns zunächst den anderen Raum von der Firma meines Mannes angesehen. Der Raum ist für uns leider ungeeignet. Für 12 – 15 Erwachsene, die alle still sitzen, mag er gehen, aber für ein paar Kinder, die toben wollen, samt Eltern ist er leider definitiv zu klein.

Wieder zu Hause angekommen, wollte ich mich mit unserem Nachbarschaftsheim in Verbindung setzen, aber da waren die Sprechzeiten heute 14.30 Uhr – 15.30 Uhr (telefonisch) bzw. 15.30 – 16.30 Uhr (persönlich). Da heute Tanzen war, war es eher unwahrscheinlich, dass ich mich mit denen heute noch in Verbindung setzen konnte.

Als wir vom Tanzen kamen, sind wir um 16.20 Uhr am Nachbarschaftsheim vorbei gekommen – also noch 10 Minuten Zeit – nichts wie rein dort und nachgefragt. Die Frau war sehr nett, weiterhelfen konnte sie mir leider nicht. Denn an dem Tag, an dem wir einen Raum bräuchten, wäre ein Raum ab 17.30 Uhr zu mieten und der andere von 12.00 – 15.30 Uhr – beide Möglichkeiten sind leider für 3-4jährige nicht wirklich geeignet.

Und jetzt?

Morgen werde ich mal in der Kirchengemeinde nachfragen…

Kurzurlaub Tag 2 nachmittags – Linstow

Nachdem wir alle ein Nickerchen gemacht haben, haben Oma und Opa beschlossen, mit den Kindern Drachen steigen zu lassen. Die Idee war toll und Motte auch schnell angezogen. Oma, Opa und der Cousin von Motte mitsamt meinem Bruder waren schon weg, bevor Motte fertig war. Der Papa ist dann mit der Prinzessin hinterher gegangen. Murmel und somit auch ich brauchten natürlich noch etwas länger. Also haben sie beschlossen, sie würden, den anderen hinterher gehen bzw. schon vor gehen und wir kommen dann nach. Meine Ma sagte mir noch, dass sie Richtung Tiere gehen würden und dann waren alle weg… Motte würde zum ersten Mal in ihrem Leben Drachen steigen lassen und das wollte ich natürlich nicht verpassen. Als Murmel und ich fertig waren, sind wir den anderen nach gegangen, Richtung Tiere, wie sie gesagt hatten…. Gefunden haben wir sie allerdings nicht. Irgendwann waren wir schon bei den Tieren und immer noch keine Spur vom Rest der Familie… auch Drachen haben wir nirgends am Himmel gesehen.

Das Gelände ist echt weitläufig und so habe ich das Beste aus der Situation gemacht und ein paar Fotos.

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Als wir niemanden in dieser Richtung gefunden haben, bin ich mit Murmel Richtung Außenspielplatz gelaufen, vielleicht war der Rest ja da… (Einige von euch werden jetzt sicher denken, dass wir doch im Zeitalter der Handys leben… Ja, aber bei meinem war der Akku alle (das hatte ich dem Rest der family auch mitgeteilt) und mein Mann hatte seines im Haus liegen lassen (das hatte er mir auch gesagt))

Aber leider waren sie auch nicht auf dem wirklich tollem Spielplatz.

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Wo konnten sie nur sein? Gleich neben dem Spielplatz ist der Haupteingang des Hotels, ich wollte noch davon ein Foto machen und dann Richtung Ferienaus zurück gehen. Rein konnte ich nicht, da alle anderen die Schlüssel des Ferienhauses mit hatten. Ich stand also mit dem Fotoapparat vor dem Gebäude und es wollte kein Foto ohne Auto oder Menschen gelingen, da ruft auf einmal jemand “Mama!?” Na sieh mal an! Es war Motte! Sie kam mit Papa, Oma und Cousin gerade aus dem Haupteingang, sie hatten drinnen ein Eis gegessen, einen Tisch fürs Abendessen im asiatischen Restaurant reserviert und waren jetzt auf dem Weg zu dem tollen Spielplatz. Tja, das erste Drachensteigen unserer Tochter hatte ich wohl verpasst! Mein ´Mann hat mir allerdings erzählt, Motte hat gar keinen Drachen steigen lassen (können), denn als er mit der Kleinen beim Rest der Familie angekommen waren, haben die schon wieder eingepackt.

zweite Runde Babyschwimmen

Heute stand ja mal wieder Babyschwimmen auf dem Plan. Der Papa hat ja zur Zeit Urlaub, daher hat er uns hingefahren. Mal wieder hat es mich geärgert, dass es dort nur ein Wickeltisch und einen “Laufstall” gibt, aber immerhin schon jeweils einen mehr, als an anderen Orten…

Heute war auch unser “richtiger” Kursleiter da. Mich hat es ein wenig geärgert, dass er eine ellenlange Einleitung (außerhalb des Wassers) gehalten hat, NACHDEM wir und vor allem die Babys bereits geduscht waren und noch mehr ärgerte es mich, dass er beschloss, wir gehen jetzt noch mal alle gemeinsam mit den Babys duschen. Da war schon die Hälfte der Kurszeit vorbei. Es gab auch heute ein Begrüßungslied, allerdings war es etwas gewöhnungsbedürftig, da auch ellenlang und die Kindernamen wurden nicht direkt in das Lied eingebunden, sondern in die Liedpausen – sehr merkwürdig. Alles in allem war die “richtige” Kurszeit heute extrem kurz, aber Murmel hatte auch heute wieder Spaß im Wasser und patschte aufs Wasser, dass es nur so spritzte. Und dass er Spaß hat, ist ja die Hauptsache!

“Bin ich dann dran?”

Meine Eltern sind mit meiner Schwester und meinem Neffen an die Ostsee gefahren. Für sie freut es mich natürlich sehr. Aber für mich und die Prinzessin finde ich das wieder traurig. Denn uns haben sie nie gefragt. Als ich darüber mit meiner Ma gesprochen habe, dass sie so was mit meiner Schwester und meinem Neffen öfter machen, uns aber noch nie gefragt hätten, meinte sie, sie hätte ja auch nur 4 Plätze im Wohnmobil. Sie haben uns aber auch nie gefragt, ob vielleicht nur die Prinzessin und ich mitkommen möchten (damit meine ich natürlich die Zeit VOR Murmel). Das Gespräch war als die Kleine noch in der KiTa war, sie hat also von dem Telefonat nichts mitbekommen…

Heute hat mir meine Familie ein Foto aufs Handy geschickt und die Kleine hat das natürlich mitbekommen und wollte es sehen. Dann sagte sie: “Benjamin soll nihz an die Ostsee. Wieso is der an der Ostsee?” Ich habe ihr dann gesagt, dass ihre Tante ja Urlaub hat, er mit Oma, Opa und seiner Mama da ist und dass sie ja am Dienstag schon wieder kommen. Ihre Frage: “Bin ihz dann dran?” Oh Motte! Da blutet mir das Herz! Was willst du da antworten? Du kannst ja schlecht sagen: “Nein Motte, Oma und Opa konnten das mit dir nie machen, weil du Mama UND Papa hast. Und jetzt geht es erst recht nicht, weil du jetzt auch noch einen Bruder hast” Also sagte ich nur: “Nein, mein Schatz, das geht leider nicht! Aber wir fahren im Oktober mit Oma und Opa in den Urlaub” (Und auch wenn das nicht die Ostsee ist, nicht im Sommer ist und sie Oma und Opa mit Cousin und Bruder teilen muss, freue ich mich riesig darauf – und Motte sicher auch)

“Meine Freunde” von DHL mal wieder

Hier gibt es genau zwei Arten von DHL-Lieferanten: Den, der super nett ist, dich kennt und dich ab und an auch mal fragt, wenn du unterwegs bist, ob du dein Päckchen mitnehmen möchtest. Wenn es geht, warum nicht. Dafür kann ich ihn aber auch immer fragen, ob er was für uns dabei hat. Dieser ist Dienstag bis Donnerstag hier unterwegs. Und dann gibt es da den anderen. Der, der es nicht schafft zu klingeln. Der, der es nicht schafft, drei Treppen hoch zu gehen. Der, der es nicht schafft, einen Benachrichtigungszettel in unseren Briefkasten zu schmeißen (würde man nicht per Mail unterrichtet, wüsste man noch nicht mal, dass das Päckchen da ist). Heute ist Montag – na welcher DHL Lieferant war wohl (NICHT) da. Sowohl mein Mann als auch ich haben ein Päckchen erwartet und hatten beide eine Mail mit der Mitteilung, dass diese heute zwischen 11.30 und 15.30 Uhr geliefert werden. Normalerweise hole ich Motte montags gegen 14.00 Uhr von der KiTa ab, da sie montags tanzen hat. Da ich aber ohnehin stark erkältet bin und Murmel heute den ganzen Tag auch ziemlich schräg drauf war, habe ich das Tanzen für heute abgesagt (wenn sie möchte, kann sie es am Donnerstag nachholen). Und so kam es, dass ich den ganzen Tag zu Hause war und auf die Päckchen warten konnte. 11.30 Uhr – nichts, 12.30 Uhr – nichts, 13.30 Uhr – nichts, 14.30 Uhr – nichts, 15.30 – nichts, 15.40 Uhr – immer noch nichts, 15.45 Uhr – mein Mann kam nach Hause und hatte ein Päckchen in der Hand (eins!). Er hatte einen Zettel im Briefkasten, dass das Päckchen kurz nach 14.00 Uhr bei Nachbarn (im Erdgeschoß!) abgegeben wurde. Geklingelt hat hier keiner! Die Höhe aber ist, dass ich eben eine Mail erhalten habe, dass mein Päckchen nicht zugestellt werden konnte, da keiner zu Hause war. *Grrr!!!* Und ich hatte keinen Zettel im Briefkasten.  Und dass ist nicht das erste Mal, dass so was passiert! Und dieses Mal ist es ganz besch… denn in dem Päckchen ist ein Geburtstagsgeschenk  – und der Geburtstag ist morgen! Und ja, ich habe rechtzeitig genug bestellt…