Das brauchst du wirklich nicht….

erst recht nicht Freitag nachmittags…

Motte wollte schon ewig mal ihren Hüpfball ausprobieren und ich hatte ihr vor ein paar Tagen versprochen, dass wir das in den nächsten Tagen auf die Reihe bekommen werden. Heute sollte es soweit sein. Ich hatte ihren Hüpfball eingepackt, die Luftpumpe von Murmel`s Hüpftier und zur Sicherheit auch noch einen zweiten Hüpfball, falls ihre beste Freundin mitkommen mochte… Und so ging es samt Murmel und Kinderwagen zur KiTa. Dort angekommen wurde ich mit “Ach, da bist du ja schon, wir haben gerade versucht, dich anzurufen” begrüßt und weiter: “Motte ist am Kopf verletzt, ihr solltet auf jeden Fall in die erste Hilfe fahren” Wrummm!! Da war es wieder dieses Gefühl, meine arme Motte, der Freitag war gelaufen, kühlen Kopf bewahren, den Papa anrufen und ganz wichtig: Motte trösten und ihr die Angst nehmen!!! Sie hat ja seit meinen Klinikaufenthalten eine totale Angst vor Krankenhäusern und den Ärzten dort. Die Erzieherinnen zeigten mir blutige Kompressen und auch wo ungefähr die Wunde war, denn richtig haben sie sie auch nicht gesehen, weil sie nicht in den Haaren rumwühlen wollten. Laut den Erziehern, war Motte wohl die Stange des Klettergerüstes runter gerutscht (ich habe sie dabei schon zig mal beobachtet), ist abgerutscht und mit dem Kopf dagegen geknallt. Sie ist dann wohl noch zu den Erziehern gegangen und hat gesagt, dass sie sich weh getan hat und erst dann haben sie gesehen, dass sie tierisch am Hinterkopf blutet. Wie kann es sein, dass den Vorgang kein Erzieher gesehen hat??? Weil sie alle drei am anderen Ende des Spielplatzes saßen und von da gar nicht auf die andere Seite, die auch noch höher gelegen und durch einen Zaun getrennt ist, sehen konnten. Das ärgert mich schon wieder total. Aber noch mehr ärgere ich mich über mich: was, wenn ich nicht erst die Hüpfbälle eingepackt hätte, gleich zur KiTa gegangen und 10 min. eher da gewesen wäre???

Den Papa habe ich angerufen (zum Glück hat er freitags schon mittags Feierabend und war bereits zu Hause) mit den Worten: “Motte hat wahrscheinlich ein Loch im Kopf, wir müssen ins Krankenhaus fahren”. Motte habe ich in den Buggy gesetzt (jetzt wusste ich auch, warum ich den für die paar hundert Meter mitgenommen hatte), Murmel habe ich auf den Arm genommen und dann sind wir nach Hause, wo der Papa schon unten vor dem Auto auf uns wartete. Ich bin schnell hoch gesprintet in den dritten Stock, um Loulou (die braucht Motte in solchen Situationen) und den Sam (damit Murmel auch seine Lieblingspuppe dabei hat) zu holen. In der Zwischenzeit hat mein Mann einen Nachbarn getroffen, der ihm die Adresse des Krankenhauses sagen konnte (unseres hat keine Kinderärzte) und dann ging es los…

Freitag Nachmittag auf die Stadtautobahn, keinen Parkplatz vor der Klinik (die scheinen wirklich keinen eigenen Krankenhausparkplatz zu haben) und Krankenhauspersonal, welches die Ruhe weg hat. ABER: nachdem wir endlich bei der Anmeldung an der Reihe waren (ca. 45min Wartezeit) ging es dann relativ schnell. Obwohl man uns sagte, der Orthopäde müsste sich das ansehen, der wäre noch im OP, würde dann aber zu uns kommen. Sie hatte eine Platzwunde, die gesäubert und zweimal geklammert wurde und meine Kleine war so tapfer. Und der Orthopäde und die Schwester waren super kinderlieb.

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Zu Hause hat Motte und erzählt, dass sie die Stange runter rutschen wollte, oben bereits abgerutscht und gegen ein Holzbrett geknallt ist. Warum hat sie uns das denn nicht eher gesagt? Jetzt frage ich mich, ob die Ärzte sie vielleicht auch noch auf Holzsplitter in der Wunde untersuchen hätten müssen. Oder mache ich mir wieder zu viele Gedanken?

Jetzt müssen wir sie noch beobachten und haben dafür einen Merkzettel mitbekommen, außerdem eine Ersatzkompresse, falls es noch mal blutet und einen Entklammerer für die Kinderärztin.. Auf diesem Merkzettel steht u.a. dass wir sie auf jeden Fall am nächsten Tag dem Kinderarzt vorstellen sollten. Die im Krankenhaus haben aber gesagt, dass sie zum Kinderarzt erst Montag in einer Woche soll, um die Klammern raus zu nehmen. Ja, was denn nun???

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Die verwirren mich total… Ich denke aber, wenn sie jetzt keine Symptome einer Gehirnerschütterung zeigen sollte, dann braucht sie morgen auch nicht zur Kinderärztin, die ja ohnehin morgen und die nächsten vier Tage nicht da ist. Denn uns muss das natürlich am Freitag vor dem verlängerten Wochenende passieren….

Mieseste “Best”zeit ever

Heute war es mal wieder soweit: Kontrolltermin in der Augenambulanz:

07.21 Uhr von KiTa los, 07.44 Uhr an Klinik angekommen, 7.45 Uhr oben im Warteraum, Nummer gezogen, meine Nummer ist heute die 8, die Anzeigetafel zeigt “3”, es sind aber auch nur drei Leute im Wartezimmer…. Kaum hingesetzt sagt die Tafel “4”, aber wir wissen ja inzwischen, dass man/frau sich hier nicht zu früh freuen darf. 7.50 Uhr Nr. 5, 07.58 Uhr Nr. 6, 08.00 Uhr Nr. 7, 08.04.Uhr Nr. 8 – ich darf rein…

Die Frau, die immer dort sitzt, fragt nach meinem Namen und sagt: “Oh, sie waren ja in diesem Quartal auch schon mal da” Ja, im Januar. Ich frage sie, ob Herr Dr. Rehak heute da ist. Sie sagt, sie hat heute noch gar keinen Arzt gesehen. Na, es ist ja auch noch früh, sage ich zu ihr und dass ja jetzt auch Urlaubszeit ist. Sie sagt, gestern ist er da gewesen, also geht sie mal davon aus, dass er auch heute da ist und keinen Urlaub hat – na das beruhigt mich schon mal. Ich “darf” raus auf den Warteflur – da sitzen heute nur 5 Patienten, aber wie gesagt: es ist ja noch früh…

Kaum hingesetzt, ruft mich eine Frau auf. Ich will zu ihr gehen, aber sie sagt, ich soll sitzen bleiben, sie kommt zu mir. Das tut sie dann auch und fragt so ungefähr, was ich hier denn schon wieder will, ich sollte doch erst in 6-9 Monaten wieder kommen. Ich fange an, es ihr zu erklären, aber sie hört überhaupt nicht zu. Das Einzige, was sie notiert, ist, dass ich zu Dr. Rehak möchte.

08.18 Uhr – ich werde aufgerufen, zum Sehtest und Augendruck messen. (Heute kläre ich das mit der Kontaktlinse mal vorher) Die Schwester ist sehr nett und fragt: “Was sehen Sie?” Wie immer sehe ich nichts auf dem rechten Auge. Auf dem linken Auge sieht es dann ganz anders aus – das sehe ich viel mehr. Jetzt wird noch der Augendruck gemessen.- es wird wieder gepustet. Sie sagt, sie weiß, dass das unangenehm ist und sie mag das auch nicht. Ich finde ja schon gut, dass sie einen vorwarnt, macht ja da auch nicht jede. Und das geht eigentlich auch vom Gefühl her, wenn man vorbereitet ist.  Dann sagt sie, dass ich keine Tropfen bekomme. Wie jetzt? Ich möchte, dass die heute BEIDE Augen kontrollieren, da muss doch dann getropft werden. Ich frage nach und sie sagt, ERST MAL soll nicht getropft werden und ohne nachgesehen werden – na gut, dann eben später. Ich sage, dann gehe ich mal wieder warten und sie: “Ja, Warten – die Lieblingsbeschäftigung unserer Patienten”

Der Vorteil an “ohne Tropfen”: die Sicht ist noch klar und ich kann noch lesen und schreiben, weil die Buchstaben noch deutlich zu erkennen sind.

08.30 Uhr – ich werde aufgerufen von einem sehr jungen Arzt. Den kenne ich noch gar nicht (gibt es so was?). Er stellt sich höflich vor (Namen habe ich leider nicht verstanden) und ist nett. Er fragt, wie es mir geht, hört sich alles geduldig an und fragt nach, wenn er etwas wissen will. Ich nehme die Brille ab und er fragt, wie viele Finger ich mit dem rechten Auge sehe, wenn er sie mir hochhält. Das klappt ganz gut, also will er einen Sehtest machen, wobei wieder festgestellt wird, dass ich auf dem rechten Auge nichts sehen kann. Er fragt, ob ich schon weit getropft wurde. Ich verneine. Dann schaut er durch sein Gerät beide Augen an… da kommt die von vorhin “was wollen sie hier”-Moni vorbei und der Arzt fragt, ob es einen Grund gibt, warum ich noch nicht weit getropft wurde. Sie meint: “Sie hatte irgendein Problem und da ich nicht weiß, welches (tja, Kunststück, da hätte sie nämlich zuhören müssen!), hat sie erst mal keine Tropfen bekommen”  Also will der Assistenzarzt jetzt tropfen. Ich frage ihn, welche Tropfen er da hat. Er sagt die, die die Augen weit machen. Ach nee! DAS ist mir schon klar! Ich will wissen, ob er mir die geben darf – ich bin schwanger! Warum muss ich das hier eigentlich jedes Mal ansagen? Sollte das nicht in meiner Akte stehen? Er ist irritiert und geht nachfragen. ich glaube, er hält mich für zickig. Aber ich beschütze nur mein Baby!Nach einer ganzen Weile kommt er wieder und ich sage ihm, dass ich ihn nicht verunsichern, sondern nur eine Frage stellen wollte. Ich sage ihm , vielleicht wären das ja auch die Tropfen, die man Neugeborenen geben würde (und somit auch mir geben darf), das weiß ich ja nicht – er ist doch hier der Experte. Daraufhin sagt er, er ist ja auch noch nicht so lange dabei. Ach nee! Darauf wäre ich ja jetzt gar nicht gekommen. Schließlich hat er doch die richtigen Tropfen gefunden und mir in beide Augen getropft. Er sagt, das dauert jetzt 15-20 Minuten, bei diesen Tropfen könnte es auch etwas länger dauern. (Naja, von meiner Augenärztin bin ich ja inzwischen 30 Minuten Wartezeit gewöhnt). Ich “darf” wieder raus auf den Warteflur und er gibt mir noch mit auf den Weg: “Dr. Rehak ist gerade im OP” Na, auch das bin ich ja inzwischen gewöhnt –  um 08.44 Uhr sitze ich wieder (im jetzt vollen) Warteflur und richte mich auf 1,5 bis 2 Stunden Wartezeit ein…

09.34 Uhr – der Assistenzarzt ruft mich wieder auf und fragt, ob die Pupillen jetzt weit sind. Inzwischen finde ich, das ist eine selten doofe Frage, denn man sieht das doch mit bloßem Auge. Er schaut sich beide Augen gründlich an und meint, eine Netzhautablösung erkennt er am linken Auge nicht. Also sage ich ihm, das beruhigt mich schon mal – alles, was keine Netzhautablösung ist, ist gut. Er sagt, er muss aber noch mal mit einem Kontaktglas nachsehen und geht eins suchen… Zunächst findet er keins, also fragte er “Moni” – die findet eins dort, wo er schon gesucht hat. Er betäubt das Auge, setzt das Kontaktglas auf mein Auge und schaut noch mal gründlich nach. Auch wenn es keine Schmerzen verursacht, habe ich das Gefühl, dass er das Glas immer weiter in mein Auge drückt und habe Angst, dass er da irgendwas kaputt macht. Alles in mir schreit: “Nimm das Ding aus meinem Auge!!!” Als er schließlich fertig ist, sagt er, es könnten kleine Löchlein in der Netzhaut sein, da muss aber der Oberarzt noch mal drauf sehen. Wenn es welche sind, kann man sie aber lasern. Eine Netzhautablösung liegt nicht vor. Um 09.56 Uhr sitze ich wieder auf dem Warteflur…

10.15 Uhr – so langsam lichtet sich der Nebel, wenn auch erst mal nur die Nahsicht.

11.35 Uhr – ich warte noch immer. So langsam ist die Sicht etwas besser, wenn auch immer noch wie “durch Nebel”. Ich habe Kopfschmerzen – zum einen von dem Rumgedrücke in meinem Auge – inzwischen lässt ja auch die örtliche Betäubung nach und zum anderen von dem “Gespräch” neben mir. Die beiden alten Damen sind so laut und haben nur katastrophale Themen, so belanglos oder sie lästern: “Schau die mal an, wie dick die geworden ist” oder. “Hast du den watschelnden Gang von der gesehen?” Eine wurde jetzt aufgerufen, so dass jetzt zumindest etwas Ruhe herrscht…. Mein Baby tritt ordentlich und scheint auch ab und zu auf der Blase zu liegen – also wage ich es mal, auf Toilette zu gehen und hoffe, dass ich in der Zeit nicht aufgerufen werde und dass ich nachher noch einen Sitzplatz finde. Einige Leute stehen inzwischen, weil es hier so voll ist… Ich bin wieder da und die Quasselstrippen wieder aktiv…

11.53 Uhr – das Baby hat Schluckauf und ich warte noch immer…

12.00 Uhr – in der Kinderambulanz schreit ein Kind. Ich tippe mal darauf, dass es 3-4 Jahre alt ist und das Geschrei hört sich nach Angst und Unbehagen an. Neben mir geht es jetzt los: “Die arme Mutter, bei dem Gör!” “Der muss mal ordentlich eine gelangt kriegen, dass er sich so erschreckt, dass er aufhört zu schreien!” Diese Aussagen gehen so was von überhaupt gar nicht!!! Die hat mal so was von überhaupt keine Ahnung von Kindern. Sie meint auch, dass sich das Geschrei nach einem Zwölfjährigen anhört. ??? Also erstens hört man doch am Schreien, dass das ein Kleinkind ist und zweitens: woher will sie wissen, dass es sich um einen “er” handelt? Das Kind hört auf zu schreien und man hört jetzt Bauklötze fliegen. Die Frau neben mir:  “Die Mutter muss sich ja schämen bei dem Gör!” Mir geht innerlich die Hutschnur, aber ich denke: “Bleib ruhig Kathinka, du musst hier noch ne Weile sitzen und weit und breit ist kein Platz mehr frei.”  Die/Wir wissen doch gar, ob es sich, um das gleiche Kind handelt. Man HÖRT die Bausteine doch nur.

12.16 Uhr – die Frauen neben mir, beschweren sich abwechselnd über zu leise und zu laute Aufrufe der Schwestern und Ärzte. Ich warte weiter und habe auch den Oberarzt noch immer nicht gesehen…

12.20 Uhr – eine Patientin beschwert sich bei der Frau vom OCT, dass sie immer noch nicht dran war. Die Frau erwidert, dass weiß sie, aber die Patientin muss an beide Geräte und eines davon ist gerade besetzt, daher ist sie noch nicht dran. Die Patientin beschwert sich weiter, dass sie schon seit 09.30 Uhr hier wartet und ich denke nur: “Aha, sie ist zum ersten Mal hier!” Die Frau vom OCT antwortet, die meisten Patienten hier warten schon lange, sie müssen jetzt alle noch zum Oberarzt – aber was will man machen, wenn diese erst operieren und dann Mittagspause machen. Aha! Mittagspause also!

12.36 Uhr – die beiden Frauen neben mir haben derart Langeweile, dass sie jetzt anfangen, die Bilder im Warteflur gerade zu rücken.

13.20 Uhr – die Frau neben mir ist fertig, die andere war wohl nur ihre Begleitung. Sie gehen und neben mir ist es jetzt herrlich ruhig.

13.30 Uhr – ich warte noch immer und habe auch noch immer den Oberarzt nicht gesehen…

14.18 Uhr – noch immer habe ich den Oberarzt nicht gesehen. Ob er wieder im OP ist? Ich warte weiter… Normalerweise hole ich die Kleine so um 14.30 Uhr von der KiTa ab – na das wird ja heute wohl nichts. Also rufe ich die KiTa an und sage, dass ich noch festsitze.

14.28 Uhr – ich werde aufgerufen. Jetzt ist endlich auch der Oberarzt da. Er fragt, kontrolliert, schaut nach… Wir reden darüber, ob ich das Baby auf natürlichem Wege auf die Welt bringen kann oder ob dem aufgrund der Augenvorgeschichte etwas im Wege steht. Er vereint. Er sagt, es gibt inzwischen einige wissenschaftliche Abhandlungen zu dem Thema, die alle zu dem gleichen Ergebnis kommen: dass das eben keine Auswirkungen hat. Auf Nachfrage bestätigt er mir, dass er das gerne auf den Untersuchungsbericht schreiben kann, damit ich gegenüber dem Krankenhaus, in dem ich entbinde, abgesichert bin….

Er meint, die Netzhaut an beiden Augen würde anliegen *Puh!* Dass ich den Nachstar habe, wüsste ich ja und er würde eindeutig an den Augen sehen, dass ich eben noch so jung bin. Da würden sich eben Narbenstränge bilden. Außerdem ist mein Sehnerv auf dem rechten Auge so blass, dass er mir nicht sagen kann, inwieweit meine Sehkraft nach der OP (das Öl muss ja noch unter Vollnarkose entfernt werden) wieder hergestellt werden kann. Was? Wie jetzt? DAS habe ich ja noch gar nicht gehört! Müssen die mir immer eine neue schlechte Nachricht um die Ohren hauen, nachdem sie gerade mal was Gutes gesagt haben? Er sagt aber auch weiterhin, er würde das Öl auch noch immer nicht rausholen, selbst wenn ich jetzt nicht schwanger wäre, einfach um dem Auge noch Ruhe zu gönnen. Dr. Rehak wundert sich auch, “was uns der Sehnerv so übel genommen hat?”  (Vielleicht drei OPs innerhalb von 4 Monaten???) Soviel zum rechten Auge. Dann sagt auch er, er müsse noch mal mit dem Kontaktglas im linken Auge nachschauen. Und schon wieder tropft man mir Betäubungstropfen in das linke Auge. Er setzt das Glas auf und ist viel vorsichtiger, als der Assistenzarzt vorhin. (Ich habe immer noch Angst, dass der vorhin was kaputt gemacht hat). Nachdem er fertig ist, sagt er, er kann nicht eindeutig erkennen, ob es sich um kleine Blutungen oder kleine Löcher in der Netzhaut handelt. Da wir aber vorsichtig sein müssen mit meinem gesunden Auge, würde er gleich noch lasern. Wenn es Blutungen sind, hätten wir dann zwar übertherapiert, aber besser zu viel als zu wenig (auch DAS habe ich ja noch gar nicht gehört). Er lässt mir noch mal die Augen weit tropfen. Dann sagt er, ich würde ja wissen, wie das mit dem Lasern funktioniert. Ich sage ja, das haben er und auch Dr. Klein ja schon bei mir gemacht. Daraufhin meint er, dann braucht er ja nur noch mal das Datum auf den Aufklärungsbogen schreiben und wir unterschreiben dann da beide, wegen der evtl. Verschorfung. Was ist das jetzt wieder? Und: Ist er nicht lustig? Auf dem rechten Auge sehe ich ja nichts und auf dem linken Auge jetzt auch nicht, durch diese ganze Tropferei, da kann ich auch sehen, was und wie ich unterschreibe – ist doch normal. Nachdem ich unterschrieben habe, soll ich mich auf den Warteflur vor das Fotolabor setzen (dort gegenüber ist der Laserraum). Also sitze ich um 14.40 Uhr wieder weit getropft, betäubt getropft draußen auf dem Flur und warte.

15.07 Uhr – mein Mann ruft an. Ich sage ihm, dass ich “nur” noch aufs Lasern warte. Er muss die Kleine heute von der KiTa abholen

15.59 Uhr – ich warte noch immer. Der Oberarzt steckt den Kopf aus der Tür, sieht mich und sagt: “Sie sitzen ja immer noch hier!?”  Na klar! Ich soll doch auf ihn warten.

16.03 Uhr – der Oberarzt “geht stiften”

16.20 Uhr – der Oberarzt ist wieder da.

16.46 Uhr – der nächste Patient beschwert sich. Eine Bekannte von ihm wartet jetzt schon 6  Stunden (na, das kann ich locker mit 8 Stunden toppen), wie lange sie noch warten soll und wie der Zeitplan so ist. Da es wieder die Frau vom OCT erwischt hat, kann sie natürlich keine Auskunft geben. Sie sagt ihm , er soll sich in dem Zimmer melden, in dem sie untersucht wurde. Er fragt, ob die Ärzte nachts auch noch da sind. Sie sagt “nein”, aber so lange Patienten da sind, sind auch die Ärzte noch da – “da geht keiner nach Hause und lässt Patienten hier sitzen”. Na, sehr beruhigend zu wissen!

17.03 Uhr – die nette Frau vom OCT, zu der ich sonst immer muss, hat Feierabend. Sie erkennt mich, ist “traurig”, dass ich heute nicht ins Fotolabor musste und hält mit mir ein kleines Pläuschen. Sie schaut auf meinen Bauch und sagt: “Na, Sie sehen aus, als hätten Sie noch 3,4,5 Monate vor sich?!” Hm… 3 Wochen!!! Sie wünscht mir alles Gute, sagt: “Bis zum nächsten Mal!” und geht in den wohlverdienten Feierabend.

So langsam müsste ich mal wieder auf Toilette trau mich aber nicht.

17.09 Uhr – ich frage den netten Mann neben mir, ob er Bescheid sagen könnte, dass ich auf Toilette bin, sollte ich in dieser Zeit aufgerufen werden. Er ist einverstanden und ich gehe.

17.12 Uhr – ich komme wieder und der Mann ist weg. Na toll! SO war das jetzt ja nicht geplant. Aber vielleicht wurde er ja jetzt aufgerufen. Inzwischen sind auch nur noch 8 Leute auf dem Warteflur.

17.20 Uhr – inzwischen sind es nur noch 5 Patienten. Jetzt kommt eine Schwester rum und stellt Fragen, wie: “Auf was warten Sie noch?”, “Waren Sie da schon mal drin?”, “Wie ist denn ihr Name?”, “Brauchen Sie das noch?” (und hält einem einen Zettel wegen eines weiteren Termins entgegen) Es stellt sich raus, dass eine Patientin total vergessen wurde, zwei andere noch nicht mal im Untersuchungsraum waren und kein Mensch hier weiß, wo bestimmte Akten sind. Chaos pur!

17.28  Uhr – Ist Dr. Rehak überhaupt noch da???

17.31 Uhr – mein Mann ruft an und kann es nicht glauben, dass ich noch immer in der Klinik sitze. Wieso sollte ich lügen? Er sagt, ich soll doch endlich mal auf den Putz hauen und mal sagen, dass ich im 10. Monat schwanger bin und nicht so lange sitzen und warten kann. Merkwürdigerweise hätte ich das im nichtschwangeren Zustand wahrscheinlich schon längst getan, aber diese Babys (damals die Kleine und jetzt ihr Brüderchen) strahlen eine unheimliche innere Ruhe in mir aus. Wenn meinen Mann damals jemand gefragt hat, wie das mit den Stimmungsschwankungen seiner schwangeren Frau zu Hause auszuhalten ist, hat er jedes Mal gesagt, so was hätte ich nicht. Und zu mir hat er damals auch gesagt, seit ich schwanger bin, wäre ich viel ausgeglichener als sonst. Und so scheint es auch dieses Mal wieder zu sein. Mein Mann sagt, das ist doch “menschenunwürdig” und ich soll mal auf den Putz hausen. Vielleicht haben die mich ja auch vergessen. “Greif dir einen und sag was!” Aber auch die Patienten (mit denen man natürlich inzwischen ins Gespräch kommt) fragen mich, warum ich noch immer so ruhig bin und warum ich denn nicht mal was sage…

17.37 Uhr – als die Schwester das nächste Mal den Kopf aus der Tür steckt, frage ich sie, ob Dr. Rehak noch da ist. Sie sagt, ja, er ist noch im Untersuchungsraum. Außer mir sind jetzt nur noch zwei Patientinnen da. Dann werden die wohl vor mir dran sein, bevor gelasert wird….

17.45 Uhr – Jetzt bin ich seit genau 10 (ja zehn!!!) Stunden hier!

17.50 Uhr – Ich fange die Schwester ab, die gerade Feierabend machen will und frage, wo Dr. Rehak ist und ob man mich vergessen hat. Sie sagt, er ist auf Station. Sie sagt, sie erinnert ihn noch mal daran, dass ich hier noch sitze und auf ihn warte. Natürlich haben die Betäubungstropfen inzwischen nachgelassen – schon zum zweiten Mal. Das heißt, das Auge wird sicher noch ein drittes Mal getropft werden – das macht sich sicher “super” für den Organismus meines Babys:

17.56 Uhr – der Assistenzarzt hat Dr. Rehak endlich erreicht und soll schon mal tropfen. Er tropft zweierlei Tropfen in mein linkes Auge und das tränt jetzt wie verrückt; inzwischen brennen die Tropfen auch. Er setzt mich in den Laserraum. Ich frage, wo ich mich hinsetzen soll: an den ersten oder zweiten Tisch. Er sagt, an den ersten, denn der hintere hätte ja keinen Laser. Na, wer ist denn hier der Experte? Ich? ich setze mich also vorne hin. Er sagt, in 5 Minuten sollte der Arzt da sein.

18.01 Uhr – Dr. Rehak kommt. Ich frage ihn, ob er mich vergessen hat und er gibt es zu. Dafür hat er mir ein Schokoladenei mitgebracht “ist zwar noch aus der Weihnachtskollektion…”. Dann bittet er mich, an dem hinteren Tisch Platz zu nehmen. (Na, der Assistenzarzt scheint ja voll die Ahnung zu haben). Er sagt, er hat sich vorhin schon gewundert, warum ich immer noch da sitze. Ich sage, das hätte er ja auch gesagt. Da meint er, dann hätte ich sofort sagen sollen: “Na, ich warte doch auf Sie!” Na, das hätte ich mal wissen sollen! Und ich dachte, das hätte schon alles seinen Grund! Das sage ich ihm auch. Er meint, dafür sind ja auch die jungen Assistenzärzte da, sie einen an so was erinnern sollen, aber die machen das ja auch nicht. Er ist ja schon senil… Ich: “Ja, machen Sie mir Mut für die nächste OP!” Er sagt, sobald er den Untersuchungsbericht unterschrieben hat, ist für ihn der Patient abgehakt und meinen hat er ja nachmittags schon unterschrieben. Als er fertig ist mit lasern, fragt er, ob ich meinen Bericht schon habe. Natürlich habe ich ihn noch nicht. Also muss wieder der Assistenzarzt befragt werden, der mal wieder von nichts weiß… Nach etwas suchen, finden sie den Bericht dann aber und händigen ihn mir aus.

18.13 Uhr – ich bin fertig! nach 10 Stunden und 28 Minuten – meine persönlich mieseste “Best”zeit ever!

Und das, wo Geduld nicht gerade meine Stärke ist…

Heute war es wieder so weit: der nächste Kontrolltermin in der Augenambulanz des Benjamin Franklin Klinikums stand an. Um 08.45 Uhr war mein Termin…

08.20 Uhr – Ich bin mal wieder da – im Warteraum, die angezeigte Zahl ist heute “17” und meine gezogene Nummer lautet heute “23”. Ich gehe auf Toilette und als ich wieder komme, zeigt die Tafel bereits “18” an – ich bin gespannt, wie lange, es heute dauern wird… 08.30 Uhr – Nr. 19, 08.35 Uhr – Nr. 20 – wird wohl nichts mit pünktlich heute… 08.45 Uhr – Nr. 21 – und schon bin ich zu spät, obwohl ich immer noch nicht verstanden habe, ob der jeweilige Termin sich auf`s Dasein, auf die Anmeldung oder auf das Zusammentreffen mit dem Arzt bezieht – letzteres ist wohl eher unwahrscheinlich… 08.47 Uhr – Nr. 22…

09.25 Uhr – also fast eine Stunde nach der letzten Nummer zeigt die Anzeige auch endlich Nr. 23 (“meine Nr”) an. Ich gehe in Zimmer 1, werde nach meinem Namen gefragt, sage ihn und “darf” auf dem (mal wieder überfüllten) Warteflur “vor Zimmer 3” Platz nehmen.

09.38 Uhr – Ich werde aufgerufen – von einer Ärztin oder Orthoptistin in Raum Nr. 4… Was denn kein Sehtest, kein Gesichtsfeld, kein Augendruckmessen von einer Schwester heute? Ich darf schon gleich ins Behandlungszimmer? Die Frau stellt sich vor, ich sehe mir auch ihr Namensschild an, kann mir den Namen aber nicht merken. Ich setze mich, Dr. Rehak schaut um die Ecke, sagt “Hallo” und entschwindet wieder. Die Frau macht einen Sehtest mit mir, ich kann noch immer kaum was sehen (na, das hätte ich ihr auch ohne Sehtest sagen können). Jetzt möchte sie die Augen kontrollieren. Ich sage ihr, dass ich auch noch nicht weitgetropft wurde, also macht sie das mal eben, auch in das Auge mit der Kontaktlinse (dieses Mal habe ich schon VOR dem Sehtest gesagt, dass ich im linken Auge eine Kontaktlinse habe). Dann schaut sie nach und meint, so weit wäre alles unverändert. (Hm; war das jetzt gut oder schlecht?) Aber Dr. Rehak soll sich das noch mal ansehen. Sie will gerade losgehen, um ihn zu holen, da frage ich sie, was denn mit dem Faden ist. Ich sage ihr, dass meine Augenärztin ständig sagt, da wäre noch ein Faden in der Hornhaut und der müsse dringend gezogen werden und frage nach, denn sonst haben die sich doch von alleine aufgelöst. Also schaut sie noch mal nach und sagt: “Ja, stimmt, das sieht auch nicht aus, wie ein resorbierbarer Faden” (ich frage nach, sie meint, der würde sich nicht selbst auflösen). Sie geht wieder los, um Dr. Rehak zu holen, komm ohne ihn wieder und meint, er wäre gerade zur Tür raus. (Na toll, das hatte ich nun davon, dass ich nachgefragt hatte. Er hatte einen OP-Kittel an; wenn er jetzt zur OP musste, dann hieß das für mich 1,5 – 2,0 Stunden warten.) Ich gehe dann mal auf den Flur – warten…

Heute habe ich ein Buch dabei. “Die Mütter-Mafia” von Kerstin Gier und es liest sich super. Also hole ich es wieder raus und will weiter lesen…. Tja, denkst`e Puppe! Dadurch, dass mir gerade die Augen weit getropft wurden, sehe ich alles an Buchstaben nur noch verschwommen. Lesen? Jetzt unmöglich! *Grmpf!* Ich habe heute keine weitere Beschäftigung eingepackt, mal sehen, wie lange mir die Wartezeit jetzt wird…

09.58 Uhr – ich werde aufgerufen. Oh, schon? Das ist ja toll! Dann hieß es ja doch nicht, so lange warten. *freu*. Jetzt ist auch der Chefarzt da und nachdem er mich fragt, wie es mir geht , meint er, er würde ja schon so sehen, dass das Auge noch immer rot und das Lid noch immer geschwollen ist.  Was sollte das denn jetzt wieder bedeuten? Er schaut sich das Auge an, meint, die Netzhaut würde super unter Öl anliegen und ohne Öl hätten “wir” das auch nie so gut hinbekommen. Jetzt ist es aber noch immer rot und leicht geschwollen und wir müssen abwarten. “Die Zeit arbeitet für uns!” Ich möchte wissen, was das heißt. Er sagt, voraussichtlich warten “wir” noch ein halbes Jahr, ohne zu operieren. Wenn “wir” zu früh das Öl rausholen, kann es sein, dass es wieder schief geht. (na, das will ich nun wirklich nicht!!!) Für mich heißt das, ein weiteres halbes Jahr werde ich auf dem rechten Auge kaum was sehen können. Er meint, ich könne mir ja eine billige Brille anschaffen, mit den Gläsern in der richtigen Stärke oder aber Kontaktlinsen für das rechte Auge. Auch wenn ich kaum was sehen könnte, wären 5% doch immerhin besser als nichts. Hm, ich würde dann zwar statt unscharf scharf nichts sehen, aber ich würde noch immer nichts sehen, also weiß ich nicht, ob das was bringt….  Die Frau war kurz gegangen und kommt jetzt mit einem Schälchen wieder. Der Chefarzt: “Ah, deshalb sind Sie rausgegangen! Ich wusste, da war noch was, aber nicht mehr genau was! In meinem Alter ist das so eine Sache mit dem Gedächtnis!” Ich: “Na, toll, Herr Dr. Rehak; machen Sie mir Mut für die nächste OP!” Er betäubt mein Auge mit Tropfen, zwei mal, nimmt eine Pinzette (Vorher hatte er schon zu mir gesagt, dass “wir” den Faden jetzt mal schnell rausholen. Da ist mir ja schon wieder ganz anders geworden: Wie? Was? Jetzt, hier? Während ich wach war und das mitbekam?), sagt ich solle nach unten schauen und zieht erst mit einer Pinzette und dann noch mal mit einer anderen den Faden. Ich merke kaum was, es ist nur für eine Millisekunde so, als würde eine Wimper ins Auge pieken und das zweimal. Dann ist der Spuk vorbei. Er gibt mir Salbe ins Auge und mir die Tube mit, schreibt mir Tropfen auf, sagt wir sehen uns im Januar und um 10.15 Uhr stehe ich wieder auf dem Flur.

Ich dachte wirklich, ich könne die Sache noch dieses Jahr abschließen, endlich einen Schlussstrich drunter ziehen und endlich wieder sehen; aber nein: Der nächste Termin zur Kontrolle ist erst am 06.01.2016 um 09.00 Uhr und die OP erst in ca. einem halben Jahr und “das mir”, wo Geduld nicht gerade meine Stärke ist…

Persönliche Bestzeit!

Heute hieß es also wieder Kontrollbesuch im Krankenhaus…

09.00 Uhr – ich bin da, ziehe eine Nummer: 27, die Tafel zeigt 24 und zwei Leute im Warteraum; na, das sieht ja erst mal gut aus… 09.03 Uhr – Nr. 25… 09.07 Uhr – Nr. 26…09.12 Uhr – ich bin dran.

Die nette Frau in der Anmeldung braucht meine Versicherungskarte (mh, merkwürdig; ich war doch in diesem Quartal schon da…) Die Station, auf der ich im Juli lag ist nur gefühlte 3 Meter weiter… aber bitte… Sie meint, das wären zwei verschiedene Sachen: Ambulanz und Station und daher braucht sie die Karte – na, die kann sie haben! Um 09.15 Uhr sitze ich mal wieder auf dem Warteflur “Sie werden aufgerufen!” Heute sind nur die Hälfte der Plätze belegt – aber es ja noch früh…

09.24 Uhr – Dr. Rehak geht über den Flur, erkennt mich und sagt: “Hallo”. Beruhigend zu wissen, dass er bereits hier und nicht im OP ist (aber das kann sich ja auch noch ändern)

09.34 Uhr – Mich tippt jemand an und sagt: “Hallo erst mal!” Ah, die Frau, mit der ich zuletzt auf Station lag, die “Bürokratiepatientin”, das war ja eine schöne Überraschung. Sie braucht wohl noch mal eine Spritze – na, das hört sich ja wieder nicht so gut an…

09.35 Uhr – eine Tanzmama ruft auf dem Handy an, sagt, sie ist zurück aus der Elternzeit und möchte wissen, ob heute Tanzen ist. Ach herjeh! Die Tanzmädels habe ich ja total vergessen; wir haben ja schon wieder August! (Da ich bis Ende Juli krankgeschrieben war, hatte ich das Training bis dahin auch abgesagt) Ich schreibe den Mamas eine Rund-SMS und plane, ihnen heute Abend noch eine Mail zu schreiben…

10.00 Uhr – Ich werde zum ersten Mal aufgerufen: zum Augen ausmessen. Die Schwester ist total lieb und richtig lustig! Irgendwann sagte sie: “Können Sie die Buchstaben schon erkennen?” Ich: “Was`n für Buchstaben???” Dann testet sie das linke Auge und befindet es für “Sehr gut!” Jetzt will sie noch den Augendruck messen, aber wenigstens warnt sie mich vor, dass es jetzt pustet. Auch den befindet sie mit 9 und 13 für gut. Sie möchte anschließend die Augen weit tropfen. Ich sage ihr, dass ich links eine Linse drin habe (schließlich kann ich meine Brille momentan nicht benutzen). Sie: “Jetzt habe ich Sie mit Linse ausgemessen? Und sie hat nichts gesagt?” Ich: “Nö, Sie haben ja auch nicht gefragt! 😉 “ Die Schwester meinte, da es ja um das rechte Auge geht, tropft sie eben nur das rechte Auge weit und die “Frau Doktor” soll dann entscheiden, ob ich die Linse links rausnehmen soll. Das finde ich ja erst mal gut, aber bitte, was heißt hier FRAU Dr.???

10.24 Uhr – Dr. Rehak ruft eine Frau auf… drei Mal! Sie scheint nicht da zu sein… da ruft er mich auf – oh schon dran? Er fragt, wie es mir geht… Ich sage ihm, dass ich Angst habe, vor dem, was er gleich wieder sagen wird, aber sonst geht es mir gut. Er kontrolliert das Auge und sagt, es sieht genauso aus, wie wir das zur Zeit haben wollen (*yeah!*), die Netzhaut liegt jetzt super an (doppel *yeah*) auch an der bisher kritischen Stelle sieht es  sehr gut aus (dreifach *yeah!*). Da ich nichts sehen würde, kommt daher, dass der Nachstar, die Trübung genau in der Mitte der Sehachse ist, “aber das kann man lasern; das ist eine Sache von 5 Minuten”  sagt er. Das beruhigt mich! Da wir gerade so schön bei positiven Nachrichten sind, will ich wissen, was dran ist, an verschieden großen Bildern und welche Stärke denn meine eingesetzte Linse nun hat. Er sagt, sie hätte –5 (das hatte Frau Dr. Hager ja auch so mit mir besprochen) und bei 3 Dioptrien Unterschied hätte man das Problem nicht mit den unterschiedlichen Bildern und wenn man, so wie ich, Kontaktlinsen trägt, sowieso nicht. Da die Kontaktlinsen direkt auf dem Auge liegen. Es sieht also alles super aus, ich kann langsam meine Tropfen absetzen bzw. langsam auslaufen lassen (in drei Wochen). Sehen werde ich vorerst aber noch immer verschwommen (ich habe wohl eine Sehkraft von 12% auf dem rechten Auge), da erst gelasert werden kann, wenn das Öl raus ist und das muss operativ entfernt werden. Erst mal lassen wir das Auge aber in Ruhe und überstürzen nichts (das finde ich ja mal mehr als gut) und dass ich in absehbarer Zeit wieder mit beiden Augen sehen kann, gibt mir neue Kraft! Ich frage den Arzt dann auch noch nach den sündhaft teuren Vitaminen für das Auge und er meint, die brauche ich definitiv nicht; die wären für ältere Patienten ganz sinnvoll, aber bei mir nicht. Gut, wieder Geld gespart! Jetzt heißt es wieder abwarten und dem Auge Ruhe gönnen. Er möchte nicht jetzt schon das Öl rausholen und wieder Gas reinmachen, dann hätten wir vielleicht wieder das Problem Narbenbildung… nee, nee, darauf habe ich ja mal gar keine Lust! Ich bin absolut einverstanden, dass wir jetzt abwarten, wenn das heißt, ich habe bald alles geschafft, auch wenn “bald” erst in ein paar Monaten ist. Er sagt, es reicht, wenn ich erst in 8 Wochen wieder komme, dann wäre die OP drei Monate her und wir können dann entscheiden bzw. sehen, wie es mit dem Öl geht…

10.40 Uhr – ich bin fertig! Persönliche Bestzeit! Ich brauche nur noch einen Termin, den ich mir bei der Terminvergabe hole. Die Frau, die mir vorhin die Augen ausgemessen hat, ist jetzt in der Terminvergabe. Sie meint, ich bin ein Jahr jünger als sie und “schon eine Ablatio!?” (Netzhautablösung). Ich sage ihr, dass ich es gut finde, wie lieb und lustig sie ist. Sie sagt: “Ich bin eine ganz Schlimme! Ich bin ja an beiden Standorten – hier und im Wedding… das machen die bestimmt, damit sie…” Ich: “…sich von ihnen erholen können?!”  😉 Wir lachen; sie gibt mir einen Termin (30.09.) und sagt: “7.45 Uhr?” und nach einer Pause: “oder doch lieber 08.45 Uhr?”  Ich entscheide mich für letzteres und sage, ich brauche noch eine Bescheinigung für den Arbeitgeber. Sie stellt sie mir aus, fragt, seit wann ich heute schon hier bin. Ich antworte: “seit 9”, sie sieht auf die Uhr, kann es auch nicht glauben, dass ich schon fertig bin und meint: “Respekt!” Ich sag ja: persönliche Bestzeit! 🙂

und wieder heißt es warten…

Heute sollte ich noch mal auf der Station der Klinik erscheinen zur Nachkontrolle. Der Termin war um 14.00 Uhr bei Dr. Rehak und da er ja auf Station war, dachte ich, würde es ja nicht so lange dauern… Mit meinem Mann hatte ich abgesprochen, dass er die Kleine von der KiTa holt und sie mich dann beide zusammen von der Klinik abholen. Ich war um 13.45 Uhr da, habe Bescheid gesagt und mich vor dass Untersuchungszimmer gesetzt. Um 14.00 Uhr kommt Frau Dr. Nürnberg (eine angenehme Überraschung; hat sie nicht gesagt, sie hätte heute keinen Dienst?) und sagt, sie ist gleich für mich da… Um 14.05 Uhr kommt der laute Arzt, der mir die Spritze verabreicht hat und sagt: “Hallo Frau Kosebeck!” Äh ja! Da stimmt ja gar nichts an meinem Namen… Wie kommt er nur darauf??? Beide Ärzte sind jetzt im Untersuchungszimmer… ich warte…

14.13 Uhr – die kleine  unterkühlt wirkende Vielleicht-ist-sie-bald-Ärztin kommt, fragt nach meinem Namen und welches Auge untersucht werden soll (na, ich denke mal, dass was nicht rot unterlaufen und geschwollen aussieht, oder vielleicht gerade genau das?!) tropft mir die Pupille weit und die Ärzte gehen stiften.

14.35 Uhr – ich warte… 14.45 Uhr – die Ärzte kommen wieder und fragen, ob ich schon mal mit ins Untersuchungszimmer kommen möchte… Sie stellen fest, die Netzhaut liegt super an, ich habe keine Kratzer mehr auf der Hornhaut (soll auch nicht am Auge reiben, damit keine neuen Kratzer entstehen), der Augendruck ist bei 8 und sie sind wohl ganz zufrieden… aber Dr. Rehak möchte auch noch mal gucken… also gehe ich wieder aus dem Untersuchungszimmer… da kommt mir mein Sonnenschein entgegen gerannt….

15.40 Uhr – Dr. Nürnberg sagt, Dr. Rehak macht nur noch eine Sache und dann kommt er, er wäre aber auch schon begeistert gewesen, von dem was sie ihm am Telefon erzählt haben.

15.50 Uhr – ich warte… 16.16 Uhr – ich warte…. 16.30 Uhr – und warte…

16.40 Uhr – meinen Mann macht die Warterei wahnsinnig und auch die Kleine langweilt sich inzwischen sehr. Aber nicht nur das. Sie fragt auch immer wieder nach, warum und auf welchen Arzt ich warte und ob ich wieder mit nach Hause komme. Mein Mann möchte mit ihr ein wenig gehen, aber sie hat Angst, dass die Mama da behalten wird. Ich verspreche ihr, dass sie mich wieder mitnehmen kann und so geht sie schließlich doch mit dem Papa mit…

16.45 Uhr – Dr. Nürnberg sagt, jetzt würde Dr. Rehak aber wirklich gleich kommen, er hätte nur noch einen OP-Bericht geschrieben.

17.15 Uhr – Jetzt ist Dr. Rehak da und ich darf wieder in das Untersuchungszimmer. Die Prinzessin will mit; sie traut denen hier nicht und hat Angst, dass sie ihre Mama hier behalten. Die Kleine ist so artig. Sie bleibt mitten im Raum stehen und beobachtet alles ganz genau. Frau Dr. Nürnberg und Herr Dr. Rehak gehen einfach super mit ihr um. Sie beziehen sie kindgerecht mit ein und versichern ihr, dass sie die Mama wieder mit nach Hause nehmen kann.  Auch Dr. Rehak ist zufrieden, mit dem was er sieht. Er sagt, die Netzhaut liegt super an und wir müssen wieder die 6-8 Wochen kritische Phase wegen der Narbenbildung abwarten, aber das sollte jetzt eigentlich nicht so problematisch sein, da dieses Mal wieder Öl genommen wurde. Weiterhin meint er, wir sollten dem Auge jetzt Ruhe gönnen und nicht so schnell wieder daran rumfuhrwerken – na, da bin ich ja sehr dafür! Jetzt hoffe ich wirklich, dass dieses Mal alles gut ausgeht/ausgegangen ist!!!

Von Verschwörungen und Blutlachen

!Achtung, es könnte etwas “eklig” werden bzw. nichts für Zartbesaitete!

Die ganze Nacht hatte ich mich ja schon darüber gewundert, warum ich keinen Verband auf dem Auge hatte. Da war nur dieses komische Plasteteil drüber, was jedes Mal abgefallen ist… so natürlich auch dieses Mal. Am Morgen fragte auch die Schwester, warum ich keinen Verband umhabe und da haben meine Zimmergenossinnen/Mitpatientinnen auch ihr erzählt, was sie mir schon eine Weile vorher erzählt haben, ich aber nicht glauben wollte/konnte: dass gestern Abend um 22.00 Uhr der Pfleger noch mal da war und mich aus dem Bett geholt hat bzw. es versucht hat. Er soll mich wohl mehrfach angesprochen haben, dass ich aufstehen soll, aber als es dann beim dritten Mal immer noch nicht geklappt hat, soll er mir die Beine aus dem Bett geschwungen und mich hingesetzt haben und dann soll er mit mir über den Flur gegangen sein, um den Augendruck messen zu lassen… Ich habe gar nichts davon mitbekommen – das kann doch nicht sein!!! Und da ich das nicht glauben kann, denke ich, dass meine beiden Zimmergenossinnen sich diese “Verschwörung” gestern beim Abendbrot ausgedacht haben, als ich im OP war… Ich habe das auch der Schwester erzählt, dass ich mich daran nicht erinnern kann und sie fragte, ob ich so was öfter habe – natürlich nicht; daher kann ich es ja auch nicht glauben. Und ich glaube es immer noch nicht (der Pfleger meinte später, er hätte noch einen Anpfiff bekommen, dass er mich hat ohne Verband schlafen lassen)

Heute morgen war mir so kalt, dass ich eine Sweatjacke überziehen wollte… Leider steckte die Kanüle noch in meiner Hand, das klappte also nicht so richtig. Ich habe die Jacke wieder ausgezogen und nur einen Arm hineingesteckt; das war aber auch nicht das Wahre. Also habe ich eine meiner Zimmerkolleginnen gefragt, ob sie mir helfen würde. Sie hat ach sofort ja gesagt. Also haben wir es mit vereinten Kräften versucht. Den Bund der Jacke hochgekrempelt ud versucht, die Hand dort durch zu bekommen. Das ging alles nicht so gut; schließlich habe ich das letzte Stück noch mal allein versucht und es kam, wie es kommen musste: Ich habe mir dabei die Kanüle aus der Hand gezogen… schon allein der Anblick, wie der Schlauch da im Handrücken steckt – ihhh… und plötzlich tropfte das ganze Blut wie aus dem Wasserhahn: über meine Hand, auf den Boden, auf meine Mitpatientin, auf ihr Bett… ich bin zum Waschbecken gegangen und habe die Hand erst mal drüber gehalten, damit ich nicht noch mehr Schweinereien hinterlasse. Meine Mitpatientin war so lieb, nach der Schwester zu klingeln; die auch gleich kam und mir erst mal einen Druckverband anlegte…

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Danach sah ich die Schweinerei erst richtig – in dem Bett konnte meine Zimmergenossin doch nicht mehr schlafen, da war ja alles voll mit meinem Blut, der Papierkorb unter dem Waschbecken sah aus, als hätten wir hier gerade ein Schwein geschlachtet und der Boden erst… ich habe mich erst mal dran gemacht, den Boden und das Waschbecken sauber zu machen, die Schwester hat dann den Papierkorb entleert und das Bett meiner Mitpatientin neu bezogen… Jetzt hatten wir was zu erzählen und das alles noch vor dem Frühstück….

Krankenhausaufenthalt, die dritte…

09.30 Uhr – Ich bin da, ziehe wieder eine Nummer und setze mich hin… na, das Spiel kennen wir ja inzwischen… Die Anzeige springt gerade von 340 zu 341. Meine gezogene Nummer ist die 360… das kann also dauern…. Ich habe mich kaum hingesetzt, da zeigt die Anzeige 342 und um 09.35 Uhr sogar schon 343.

Na toll! Da sitzt e wieder, der Typ, der mich hier am Donnerstag einfach hat stehen lassen – hoffentlich komme ich nicht zu ihm!

Und na klar, als ich den Platz gewechselt habe, weil es da vorne zieht, sehe ich, dass der anderen Ar… auch wieder da ist, der beim letzten Mal so unwirsch mit mir umgegangen ist. Ich möcht bitte zu einer Frau!!! Bin gespannt, ob die freundlicher sind!!?

09.40 Uhr – 344 – nicht da…. 345… 09.45 Uhr – 346… 09.50 Uhr – 347 – nur nicht zu früh freuen… 348, 349… 09.50 Uhr – 350 – noch 10…. 4 oder 5 Plätze sind belegt… 10.00 Uhr – ich sollte jetzt da sein… wir sind jetzt bei 352… 10.05 Uhr – 353… 10.08 Uhr – 354…

Eine der Frauen legt Verträge über die stationäre Behandlungen aus… Ich nehme mir einen und fülle ihn aus. Die Frage, ob man mich obduzieren darf, lasse ich wieder aus. Ich habe nicht vor, hier zu sterben!!!

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Während des Ausfüllens geht die Anzeige: 355, 356, 357, 358… inzwischen ist es 10.20 Uhr – noch 1 Nummer, dann bin ich dran…. eine der Frauen ist frei – bitte, bitte, lasst mich zu ihr… bitte, bitte zu einer Frau… bitte, bitte

10.25 Uhr – ich bin dran… meine Bitte wurde erhört, ich darf zu der Frau… aber viel freundlicher als die Herren hier, ist sie auch nicht… Sie fragt, welche Station. Dann will sie den Vertrag und stolpert über Frage 2, weil ich die nicht angekreuzt habe. Sie fragt, ob das Absicht ist. Ich sage ja, denn ich habe nicht vor, hier zu sterben. Sie meint, dass möchte ja keiner… Ich sage ihr, ich möchte, dass da nichts angekreuzt wird. Sie fragt, ob sie dann gleich “Nein” ankreuzen soll. Rede ich so undeutlich? Ich möchte, dass diese Frage frei bleibt und da weder “ja” noch “nein” angekreuzt wird. Das sage ich ihr auch. Zufrieden damit ist sie zwar nicht, aber sie lässt mir schließlich meinen Willen. Sie gibt noch was in den PC ein, fragt, ob ich eine Kopie haben möchte, fragt nach der Kostenübernahme der Krankenkasse, füllt noch ein Formular aus und entlässt mich dann schließlich auf die Station. Als ich fertig bin, ist es 10.35 Uhr und die Anzeige zeigt Nummer 363 an… Ich fahre hoch auf die Station…

10.40 Uhr – ich bin auf der Station und werde erst mal gebeten, Platz zu nehmen… also wieder warten… 10.55 Uhr – eine Schwester sagt, sie kümmert sich gleich um mich… ich warte weiter… in dem Zimmer hinter mir, wird gerade die Essenabfrage gemacht… Plötzlich höre ich: “Kuchen oder Obstteller?” Na, da muss es sich wohl um einen privilegierten Patienten handeln, solche Fragen werden den “normalen” Patienten jedenfalls nicht gestellt. 11.00 Uhr – der Hubschrauber landet – ein Geräusch, dass man nicht wirklich vermisst hat.

Eine andere Schwester kommt und nimmt mich und meine Formulare mit. Als sie alles eingetragen hat, meint sie, sie hofft, dass ich nicht abergläubisch bin, denn ich komme in Zimmer 13. Na, das Zimmer kenne ich ja schon von meinem ersten Aufenthalt hier. Ich bekomme das Mittelbett. Die anderen beiden Betten sind dieses Mal auch von jüngeren Frauen belegt (sonst ist ja hier fast alles 70+), wir verstehen uns auf Anhieb gut. Die eine ist ein (wie ich es nenne) “Bürokratiepatient”, sie ist hier, weil sie eine Spritze ins oder für das Auge bekommen soll, welche die Krankenkasse aber nur zahlt, wenn sie zwei Nächte im Krankenhaus bleibt. Und die andere Frau ist wegen einer “Schiel-OP” hier, wie sie es nennt. Sie klagt über Hunger, weil sie schon seit 18.00 Uhr am Vortag nichts mehr gegessen hat. Und dann hat sie heute morgen um 09.00 Uhr wohl schon einen Anpfiff von der Schwester bekommen, warum sie ihr OP-Hemd noch nicht an hat. Inzwischen meint die Schwester, der OP-Plan wurde umgedreht und es sei nicht sicher, wann sie denn nun ran kommen würde…

Da ich erst um 17.00 Uhr auf dem Plan stehe, was mir gerade auch noch mal bestätigt wurde und ich warten nicht mag, hatte ich ja in weiser Voraussicht meinen Laptop mitgenommen. Aber viel tippe ich nicht… die Frau mit der Essensabfrage kommt… hier gibt es ja ohnehin immer das Gleiche… ich habe auch nicht vor am Mittwoch zum Mittag noch her zu sein, aber sie nimmt es trotzdem mit auf.

11.45 Uhr – ich bekomme 2x Tropfen, um die Pupille weit zu tropfen und es heißt, die Oberärztin wäre auch gleich da. Also stelle ich den Laptop in den Schrank (den hätte ich also auch gleich zu Hause lassen können)

15.00 Uhr – Ich habe noch immer keine Oberärztin gesehen… Die Frau am Fenster ist inzwischen seit einer Weile im OP…

16.00 Uhr – Ein Pfleger kommt mit Betäubungstropfen für mein Auge… der Hubschrauber landet mal wieder vor unserem Fenster und der Pfleger geht erst Mal hin und schaut… Na, er kann hier noch nicht allzu lange arbeiten!

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Unsere Mitpatientin ist inzwischen wieder auf dem Zimmer und klagt über Schmerzen (wegen der Nähte – na die kann ich nachfühlen, ich sag immer, es fühlt sich an wie “Stacheldraht im Auge” (okay ist übertrieben)) und über Hunger. Die Schwester sagt, sie dürfte jetzt zwar was essen, aber sie bekommt erst was zum Abendbrot…

Kurz vor 17.00 Uhr kommt der Pfleger mit der LMA-Tablette, wie sie alle nennen. Ich nehme sie, gehe auf Toilette, ziehe mein OP-Kleidchen an, verstaue meine Habseligkeiten im Schrank, gebe meinen Schlüssel ab und lege mich schließlich in mein Bett… Schwester Nathalie kommt, sagt, sie müsse sich ja um die zukünftige Schwiegermutter ihres Sohnes kümmern (meine Mitpatientinnen dazu: “Ach, deshalb bist du so oft hier” – ich: “Mist, durchschaut! 😉 “) “schimpft”, weil ich alles nach Einnahme der Tablette gemacht habe, sie sagt “Das möchte ich nicht noch mal sehen!” Aber die wirkt doch bei mir sowieso nicht… und dann fährt sie mich hoch zu den Narkoseärzten…