Tag 2 von (vorerst) 34

So, Tag 2 von (vorerst) 34 hätten wir dann auch geschafft.

Gestartet habe ich den Tag mit Homeoffice während die Kids im Schlafanzug gefrühstückt haben. Leider musste ich heute doch wieder raus und ins Büro, weil wie bereits erwähnt, unsere Laptops frühestens Montag kommen werden und so ganz ohne PC/Laptop arbeitet es sich mal richtig schlecht als Buchhalterin. Im Büro eröffnete mir der Chef dann, dass es wohl auch bei uns auf Kurzarbeit rauslaufen wird… Einfach weil wir viele Mandanten haben, die Kneipe, Restaurant oder Spielhalle sind und demnächst wahrscheinlich zahlungsunfähig sein werden…

Während ich also im Büro war, waren die Kinder auf dem Hof und konnten dort abgeschirmt von allen anderen spielen und Roller fahren oder wie ich es nenne: Auf dem “Lehrplan” standen heute Sport und “Naturwissenschaften”. Zum Mittag war ich wieder zurück.

Nachdem ich den Lütten in den Schlaf gekuschelt hatte, habe ich mit der Großen Homeschooling gemacht und dabei ist uns aufgefallen, dass ihr ein Heft fehlt. Also habe ich sie gefragt, ob sie das schon voll hat (die Lehrerin meinte, bei einigen könnte das so sein) aber sie verneinte. Also habe ich in der Schule angerufen, um zu fragen, ob es noch da ist und ich es abholen könnte. Die Sekretärin meinte, bis 15.30Uhr wäre das möglich…

Also bin ich mit der Großen los (der Lütte und der Papa waren noch immer am Schlafen und allein wollte sie nicht bleiben), um das Heft abzuholen. In der Schule (im Klassenraum) war das Heft nicht… die stellvertretende Direktorin meinte, es würd sie nicht wundern, wenn Motte das Heft schon fertig hätte. Die Sekretärin hat dann noch die Lehrerin angerufen und auch sie meinte, Motte hätte das Heft schon fertig – also ganz umsonst draußen gewesen 😦 Während wir durch die Schule zum Klassenzimmer gelaufen sind, hat uns die Sekretärin erzählt, dass es an der Schule einen Lehrer mit dem Verdacht auf das Virus gibt und er seit Samstag auf die Testergebnisse warten… Weiter meinte sie, was das bedeuten würde, wenn der Test positiv wäre, wie viele dann in Quarantäne müssten… Na, das kann ja noch heiter werden…

Auf dem Nach-Hause-Weg haben wir eine Mama von Motte`s Klassenkameradin getroffen, die mit ihren Kindern auf den Spielplatz wollte (nein, in Berlin bzw. in einigen Stadtteilen (auch in unserem) sind die Spielplätze (noch) nicht gesperrt) und sie wollten sich da auch noch mit anderen treffen (wieder einer, der es nicht verstanden hat).

Und auch als wir später vom Balkon sahen, war da eine ganze Horde Kinder, die sich mit ihren Fahrrädern getroffen haben (und ja sie sind schon alt genug, um die ganze Sache zu verstehen).

Am Nachmittag waren wir dann noch kreativ, die Kinder wollten Ostereier malen und stickern also haben wir das auch gemacht.

Zum Abendessen haben sie sich Aufbackbrezeln gewünscht – Motte wollte Fischstäbchen dazu und Murmel Leberwurst. Außerdem gab es noch Käse in Sternenform… Murmel: Motte, hör mir mal zu… Motte!! Hör mir mal zu!!! Wenn du ein Käse haben möchtest, fragst du mich einfach!”  Motte: “Den Käse mag ich eh nicht!” Ich: “Seit wann das denn? Sie: “Der schmeckt mir nicht mehr” Ich: “Okay, Geschmäcker verändern sich manchmal, halb so wild.” Sie: “Ich dachte, das heißt “Geschmacke”” Ich: “Nein, es heißt ‘der Geschmack’ aber ‘die Geschmäcker’”  Murmel: “Der Geschmack heiß es bei Jungs” und zeigte auf sich “Und die Geschmäck heißt es bei Motte, bei Mädchen” (man stelle sich Murmel’s Gesicht wie ein Professor vor und Papa´s Gesicht, der sich neben mir weggeschmissen hat….

Das war er also unser Tag 2 von (vorerst) 34

Mein Kleiner hat Fernweh…

Seit mehreren Tagen fragt Murmel bereits, ob wir bald in den Urlaub fahren. Heute fragte er wieder: “Mama, wenn der Tag zu Ende ist, fahren wir in Urlaub?” Also fragte ich ihn, wohin er denn möchte. Er sagte: “Da wo das kleine Waschbecken ist”  Motte vermutetet, dass er das Ferienhaus meint, in das wir im Sommer fahren werden – wir hatten uns die Bilder mit den Kindern gemeinsam angeschaut, bevor wir angefragt hatten, denn die beiden sollten ja auch einverstanden sein – Familienurlaub ist eine Familienentscheidung. Wie sich herausstellte, meinte er das nicht. Wir haben uns dann auf dem Laptop Bilder aus dem letzten Urlaub angesehen und dabei ist herausgekommen, dass er kein kleines “Waschbecken” sondern ein kleines Schwimmbecken meint und zwar das des Splahs in Neddesitz, wo wir die letzten zwei Jahre Urlaub gemacht haben.

Jetzt bring` dem Kleinen mal bei, dass 1.seine Schwester schulpflichtig ist und wir daher nicht mal eben so “morgen” in den Urlaub fahren können und 2. dass wir dieses Jahr zwar auch wieder nach Rügen fahren werden aber eben nicht dorthin, wo wir die letzten zwei Jahre bereits waren. Wir haben es versucht… Darauf hin war der Kleine so traurig, dass der Papa gesagt hat, wir könnten ja vielleicht trotzdem mal einen Tag da hin fahren, so weit weg wären wir ja dann auch nicht, wenn wir auf Rügen sind…

100 ist nicht nur `ne Zahl

Auch heute bin ich mal wieder total begeistert von der Schule, in die Motte geht.
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Die Kinder wurden heute daran erinnert, dass sie seit genau 100 Tagen in die Schule gehen – an der Tür und an der Tafel wurden sie daran erinnert, das hingen Banner und Bänder bzw. es war was an die Tafel geschrieben. Es gab Urkunden und jede Menge Angebote: so durften sie eine Medaille und eine 100Dinge-Box basteln (und letztere auch füllen – Motte hat sie mit Kaffeebohnen gefüllt), sie durften gruppenweise Stapel aus 100 Bechern bauen, Pyramiden aus 100 Karten machen, 100Wackelaugen-Monster basteln und sich auch noch als 100jährige verkleiden – was für eine tolle Idee (auf die Fotos bin ich echt gespannt)

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Wenn man jetzt mal überlegt, was in 100 Tagen bei diesen Kindern alles “passiert” ist: in diesen 100 Tagen haben sie lesen, schreiben und rechnen gelernt, sie haben soziale Kontakte geknüpft und neue Freundschaften geschlossen, haben ihren Horizont erweitert, sind in der Klassengemeinschaft zusammen gewachsen, und und und

Das haben 6-7jährige geschafft was meinst du, was dann bei uns erst in 100 Tagen möglich ist?

in 100Tagen könntest du etliche kg verloren haben
in 100Tagen könntest du deine Gesundheit erheblich verbessert haben
in 100Tagen könntest du eine Rapunzelmähne haben
in 100Tagen könntest du 4stellig vom Handy aus verdienen

Ja all das und noch viel mehr ist möglich mit unseren tollen Produkten und dem verrückten Handybusiness – also lasst uns unsere 100Tage starten…
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Wo seht ihr euch in 100 Tagen?

Nein, bitte nicht!

Da waren wir nun also heute beim Zahnarzt (ja, hier hat der Zahnarzt auch sonntags auf) – Motte weil ihre Spange nicht mehr passt und Murmel sollte heute endlich mal den Mund aufmachen (seit einem Jahr versuchen sowohl wir als auch Zahnärztin und Zahnarzthelferin ihn dazu zu bewegen, den Mund aufzumachen – vor Kurzem hat der KiTa-Zahnarzt nun Behandlungsbedarf festgestellt. also musste er heute einfach den Mund aufmachen)

Das Wartezimmer lieben meine zwei ja total

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Aber heute blieb kaum Zeit dazu. Motte war die erste. Und die Zahnärztin überbrachte gleich die erste Hiobsbotschaft: Dass sie “Kreidezähne” hat, das hat uns der Vertretungszahnarzt ja im letzten Jahr schon gesagt, aber das evtl alle 4 Backenzähne unter Vollnarkose gezogen werden müssen, willst du als Mama (und Papa) jetzt nicht gerade hören. Entschieden wird das erst, wenn die oberen Backenzähne durchgekommen sind. Die unteren sind durch und das hat sie leider “Kreidezähne” und die Zahnärztin meinte, es wäre besser, wenn man die ziehen würde, so dass sich die anderen Zähne entsprechend verschieben können und sie damit nie wieder Probleme hat. Würden diese Zähne drin bleiben, müssten sie ständig behandelt werden, weil sie sehr kariesanfällig sind und auch schnell abbrechen. Das Positive: die Schneidezähne haben diese Krankheit glücklicherweise nicht (toi toi toi – klopf auf holz)

Die Spange ist übrigens auch nicht mehr zu gebrauchen, weil sie seit dem letzten Mal viele neue Zähne bekommen hat.

Dann war Murmel dran. Er wollte, dass ich mich auf den Stuhl setze und er saß/lag dann eben nicht auf dem Stuhl sondern auf mir. Die Zahnärztin hat ihn gefragt, wie alt er denn ist – das hat er beantwortet, dann wollte sie wissen, ob er bereits in die KiTa geht – das hat er verneint (Motte hat sich voll weggeschmissen vor Lachen) und dann wollte sie wissen, ob er denn schon Zähne hat. Er zeigte sie ihr 😀

Murmel hat das dann auch ganz toll gemacht. Als er fertig war, hat die Zahnärztin meine Kids mit der Zahnarzthelferin raus geschickt, damit sie sich was aus der Schatztruhe aussuchen können und sie mit mir reden kann. Auch das möchtest du als Mama (und Papa) nicht hören: Die unteren Backenzähne von Murmel haben Karies und schon riesige Löcher, kurz vor der Wurzelkanalbehandlung und auch er muss wie schon seine Schwester unter Vollnarkose operiert werden. :’ Diese Löcher müssen schon mindestens ein Jahr da sein (ich verstehe das einfach nicht, der isst kaum Süßes und lt. Zahnärztin sind die Zähen auch gut geputzt). Das Positive: Die oberen Backenzähne sind völlig in Ordnung (toi toi toi – klopf auf holz) aber die Zahnärztin meint, das kann sie sich überhaupt nicht erklären, denn in der Regel sind die Zähne oben UND unten kaputt oder eben oben UND unten in Ordnung…

Also alles auf Anfang und wieder ein Termin mit der Narkoseärztin vereinbaren…

Sie nun wieder

In Motte`s Schule ist freitags immer Spielzeugtag, was ich richtig klasse finde. (Ja, inzwischen ist sie ein Schulkind)

Heute wollte sie die Tasche von Marinette mitnehmen, die sie zum Geburtstag bekommen hatte. Tikki hat sie sowieso jeden Tag dabei…

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Also als ich  sie dann heute aus der Schule abholte, wurde ich mit folgenden Worten begrüßt: “Mama! Weißt du heute war ein richtig toller Tag! Ich war genauso tollpatschig wie Marinette, weil ich ja auch ihre Tasche dabei hatte.” Motte nun wieder

So sind sie

oder: Warum nicht öfter mal einen Mutausbruch haben?

Meine Kinder – so sind sie:

Die Große: hochsensibel, hochgradig empathisch und absolut gefühlsstark. Sie lässt ihren Gefühlen immer und überall ihren Lauf, dabei ist es egal, ob es positive oder negative Gefühle sind. Ihr ist es einfach egal, was andere von ihr denken.. Da kann es schon mal passieren, dass sie mitten im Kino auf ihrem Sitz anfängt zu tanzen…

Der Kleine: unheimlich mutig, hochgradig selbstbewusst und absolut willensstark. Bei ihm muss es immer höher weiter lauter sein. Ihm ist es egal, wie hoch der Berg oder wie unüberwindlich das Hindernis scheint – das sieht er erst gar nicht – er probiert es einfach aus und vertraut auf sich selbst. Auch ihm ist es egal, was andere Leute von ihm denken, da zickt er dann auch schon mal die KiTa-Leiterin an.

Heute hat Motte gemeint, sie hätte einer Freundin ein Bild gemalt, es ihr geschenkt und diese hätte sich auch riesig darüber gefreut. Da kam eine Klassenkameradin vorbei und hätte sie für das Bild ausgelacht. Ich habe ihr gesagt, die Hauptsache wäre doch, dass sich das Mädchen, für das das Bild war, sich gefreut hat und es kann ihr doch egal sein, was andere sagen…

Wann haben wir Erwachsenen eigentlich verlernt, unseren Gefühlen freien Lauf zu lassen, uns selbst blind zu vertrauen und vor allem seit wann ist es uns so wichtig, was andere von uns denken????

Vielleicht sollten wir uns einfach mal ein Beispiel an unseren Kindern nehmen…

Weihnachtsmarkt im Januar

Bevor wir Kinder hatten, haben mein Mann und ich jedes Jahr in der Weihnachtszeit eine “Lichterfahrt” gemacht. D.h. wir haben uns ins Auto gesetzt und sind den Kudamm runter gefahren, der zu dieser Zeit immer so schön beleuchtet ist. Seit die Kinder da sind, wollten wir das immer machen aber irgendwie wurde nichts draus. Heute sollte sich das ändern… Im Januar sind auch für ein paar Tage immer noch zwei Weihnachtsmärkte (von denen ich weiß) in Berlin. Heute war der letzte Tag also haben wir einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche,

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wo die Kinder einmal mit dem einzigen Karussell vor Ort gefahren sind und Enten angeln gemacht haben, mit einer Lichterfahrt verbunden.

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Außerdem gab es noch einen überdimensionalen Nussknacker, Schneemann und Weihnachtsmänner… vom Auto aus zu fotografieren, ist nur nicht so einfach…

Aber was soll ich sagen, die Kinder waren genauso begeistert wie wir. Besonders Murmel fand die Eisenbahn ganz toll, bei der die Lichter auch so eingerichtet waren, dass es aussah, als würde sie fahren.