Tatütata, er wird 3 Jahr

Und wieder heißt es, ein Kindergeburtstag steht vor der Tür. Der Lütte wird schon 3. Wann bitte ist das denn passiert? Habe ich nicht eben noch alle eure Schwangerschaftsblogs gelesen und jetzt werden die Kids alle schon 3.

Dieses Jahr durfte Murmel sich ein Motto aussuchen, er hat sich für Feuerwehr entschieden. Dass wir letztes Jahr schon einen Feuerwehrgeburtstag hatten, macht die Sache natürlich nicht einfacher… aber gut, ich liebe und lebe für solche Herausforderungen.

Zunächst einmal ging es an die Einladungskarten… Dieses Mal hatte ich die Idee, eine Feuerwehr aus Bügelperlen auf die Einladung zu kleben, außerdem wollte ich, dass ein  Feuerwehrschlauch irgendwie das Wort “Einladung” spritzt… und so sieht das fertige Ergebnis aus:

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(Idee und Umsetzung von mir)

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Von einer Frau ohne Kinderstube und Murmel`s erstem Besuch beim Augenarzt

Heute hatten wir nun unseren Ersatztermin beim Augenarzt. Bevor wir zur S-Bahn sind, waren wir aber noch in der Stadt, weil ich noch Shirt für meine Kinder und meinen Neffen kaufen wollte. Auf dem Weg dorthin mussten wir u.a. auch über eine Ampelkreuzung. Oh, kennt ihr auch diese Leute, die immer quer über die Straße rennen und du bist dahinter ungefähr gleich schnell und mit dem Kinderwagen nur am Ausweichen? So war es heute wieder. Wir gingen los, die leicht vor mir schräg, ich ausgewichen, sie wieder schräg, ich ausgewichen, sie wieder schräg, in dem Augenblick war ich ungefähr mit ihr auf gleicher Höhe, sie rennt fast in den Kinderwagen und regt sich voll auf. Geht`s noch!? ich antworte: Geradeaus! Geradeaus! – Ist das so schwer? Da brüllt die hinter mir her: “Zum Kindermachen hat´s gereicht, aber zu sonst weiter nichts, wa?” Hä? Habe ich irgendwas nicht mitbekommen? Die Frau hatte wohl keine Kinderstube, denn ich bringe bereits meinem Zweijährigen bei, dass man immer gerade und niemals schräg über die Straße geht und wir sahen jetzt auch nicht aus, als wären wir in Lumpen gekleidet. Gut, man kann mir auch nicht ansehen, dass ich Abitur und studiert habe, aber was gibt ihr das Recht über mich zu urteilen, nur weil ich vormittags mit meinem Kind in der Stadt statt zu Hause oder im Büro bin??? Boah, hatte die ein Glück, dass ich es eilig hatte!

Die S-Bahn Fahrt war dann ohne Vorkommnisse, kein Schienenersatzverkehr und alle Fahrstühle waren funktionstüchtig – Yeah! Beim Augenarzt waren wir um 11.20 Uhr (der Termin war um 12.00Uhr) und es war wuselig wie immer im Vorzimmer – aber ich mag die Atmosphäre da total. Nach Rücksprache mit der Ärztin hieß es, meine Augen müssten nicht weit getropft werden, das könne man “auch erst mal so” kontrollieren. Weiterhin hieß es, wir müssten mit einer Stunde Wartezeit rechnen… Na gut, dann sind wir eben erst mal zu meinen Arbeitskollegen gegangen und haben mit Ihnen und dem Chef ein Pläuschen gehalten… Eine halbe Stunde später waren wir wieder im Wartezimmer der Augenärztin. Murmel hat sich verschiedene Bücher angesehen und immer “Bapa!” oder “Mama!” gerufen – ich glaube, er hat die Leute gut unterhalten. Wir haben noch eine weitere Ewigkeit gewartet und wurden dann schließlich aufgerufen. Aber auch im Behandlungszimmer haben wir noch mal 10 – 15 Minuten gewartet… Dann kam die Ärztin und hat sich erst mal mein Auge angesehen… Sie meinte: “Es könnte sein, dass Öl austritt, es könnte aber auch sein, dass das Zellen sind” (es könnte, hätte, würde – solche Aussagen “liebe” ich ja – hätte sie ir mal doch lieber das Auge weit getropft) Sie wollte den Augendruck messen, was sie dann auch gemacht hat und meinte, er wäre bei 30 (normalerweise hatte ich immer 10-12), sie würde gerne mit Beta-Blockern behandeln und es wäre besser, ich würde mich noch mal in der Klinik vorstellen. Wenn Öl austritt, kommt es wohl zu einem erhöhten Augendruck und auf lange Sicht kann (oder wird?) das Öl den Sehnerv abklemmen. Jetzt hat sie mir die niedrigste Form von Beta-Blockern verschrieben, das Rezept soll ich aber erst einlösen, wenn mein Hausarzt ein EKG gemacht hat und feststellt, dass ich keine Reiz-Leiter-Störung habe. Wenn da alles okay ist, soll ich die Beta-Blocker nehmen und mich bevor die Flasche alle ist, noch mal bei ihr vorstellen und dann sehen wir weiter. Es ist jetzt noch nicht zwingend notwendig in die Klinik zu gehen, das gehen wir jetzt alles ganz langsam an, meinte sie. Also heißt es jetzt für mich, eine andere Klinik finden, als die, in der ich die letzten drei Mal war… Sie hat mir das Getrauden-Krankenhaus in Wilmersdorf, das Virchow-Klinikum in Wedding oder die Charity in Mitte empfohlen – nur die zwei letzteren gehören, glaube ich mit dem Benjamin-Franklin-Klinikum in Steglitz zusammen… Weiterhin meinte meine Ärztin, die eine Ärztin im Getraudenkrankenhaus ist sogar auf solche Netzhautsachen spezialisiert (warum hat sie mich denn damals nicht dahin geschickt), sie wüsste aber nicht, ob die noch da ist… Na, das kann man ja raus finden… wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, solle ich ihr sagen, wo ich hin möchte… (Wer “möchte” denn schon ins Krankenhaus???)

Nach mir war Murmel an der Reihe… Meine Kinder müssen ja wegen mir, also “wegen familiärer Vorbelastung” bereits jetzt kontrolliert werden. Ich hatte mich nur gefragt, wie sie das machen wollte, wo der Kleine außer “Mama” und “Papa” nichts sagt… Aber sie meinte, da würde es schon Mittel und Wege geben… Sie hat das dann auch ganz toll mit einer Fingerpuppe bzw. zweien gemacht und der Kleine war schwer begeistert (ich übrigens auch). Sie meinte, er wäre altersgerecht entwickelt, noch ein wenig weitsichtig, aber das ist in seinem Alter völlig normal. Na, das hört sich doch schon mal gut an – er muss erst nächstes Jahr wieder zur Kontrolle…

Nachtrag: Mit meinem Chef (der die gleiche Augengeschichte wie ich durch hat) habe ich mich auch über mögliche Kliniken unterhalten und er meinte, den besten Ruf hätten immer noch das Benjamin-Franklin (wieso höre ich dann so viel schlechtes?) und die Augenklinik in Marzahn….

Dieses Kind…

…klettert zur Zeit wirklich überall und auf alles rauf. Nichts ist mehr sicher vor seinem Erkundungsdrang. Wenn du ins Zimmer kommst und dein Sohn steht auf dem Tisch seiner Schwester, hast du für einen Moment das Gefühl, dass dein Mama-Herz stehen bleibt. So war es gestern.

Das Foto:

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ist heute entstanden, als er den gleichen Blödsinn wieder vor hatte. Ich bewundere ja, wie sicher er beim klettern ist. Und nein, ich habe ihn nicht einfach machen lassen und ja, ich stand dicht genug dabei, um ihn im Falle der Fälle abfangen zu können. In Zukunft werden die Stühle seiner Schwester in ein anderes Zimmer geräumt…

ABER: man beachte bitte die tänzerische Fußhaltung des rechten Fußes – Mama`s Sohn 😉