Erste Kita-Übernachtung für Murmel

oder: Plötzlich bist du kinderlos (und weißt nichts mit dir anzufangen)

Heute war es also soweit – Murmels erste KiTa-Übernachtung steht an. Er freut sich schon seit Tagen darauf (auch wenn ich nicht weiß, inwieweit er mit 3Jahren richtig einschätzen kann, was genau das bedeutet). Gestern freu hat er gemeint, er möchte doch nicht in der KiTa schlafen. Also haben wir das heute morgen gar nicht erst breit getreten. Allerdings war er heute morgen wohl sehr froh und glücklich, dass er “seinen” Koffer mitnehmen durfte.

20190524_074219

In der KiTa wurde dann ganz stolz erst mal die neue Taschenlampe vorgeführt, der Mama “Tschüß” gesagt und jetzt soll ich ihn erst morgen wieder sehen?

Murmel ist so ganz anders vom Charakter her als Motte, er sieht immer alles als großes  B Abenteuer und lässt es auf sich zukommen, während sie da doch eher der sensible vorsichtige Part ist, der am Besten vorher immer schon wissen mag, was sein und passieren wird. Daher denke ich, heute wird uns wohl eher keiner anrufen (der Papa sieht das allerdings anders… na mal sehen, wer richtig liegen wird 😉 )

Motte und ich hatten heute eigentlich einen Mama-Tochter-Nachmittag geplant und sie sollte sich aussuchen, was wir machen wollen bzw. was sie möchte… Bisher hatte sie sich gewünscht auf den Spielplatz und Eis essen zu gehen…

Heute Mittag rief mich eine befreundete KiTa-Mama an und fragte, ob sie Motte mit in den Garten nehmen dürfte… Klar durfte sie… ich würde nach Feierabend hinter her fahren… so weit der Plan… Nach Feierabend bin ich dann erst mal nach Hause, um meinem Mann, der inzwischen ja auch Feierabend hatte und zu Hause war, etwas zu essen mitzubringen und mit ihm alles weitere zu besprechen. Dann habe ich die Freundin noch mal kontaktiert, dass ich jetzt los fahren würde und Motte sagte dann, ich solle nicht kommen… So viel zu unserem Mutter-Tochter- Nachmittag. Na gut, auch wenn ich das jetzt etwas traurig fand, ich wusste, dass Motte dort gut aufgehoben ist und es ihr gut geht. Nur hätte ich das vorher gewusst, hätte ich ganz anders planen können… Jetzt häng ich hier rum wie so n Schluck Wasser in ner Kurve… völlig kinderlos, der Mann ist am streichen und möchte auch keine Hilfe…

20190524_171116

Eben ist Murmel´s KiTa-Gruppe auf der Straße unten vorbei gelaufen (sie waren mit S-Bahn und Fähre zu einem Spielplatz unterwegs, auf dem sie den Tag verbracht haben), alle einschließlich ihm sind noch richtig gut drauf. Jetzt geht es zurück in die KiTa, wo noch gespielt werden kann und dann wird dort Pizza gemacht…. Ich bin gespannt, ob und wie die Nacht ohne ihn wird…

Werbeanzeigen

Was lange währt, wird endlich gut?!

War das ein Sonntag! Ach, was sag`ich… war das ein Wochenende!

Es ging ja schon damit los, dass unser Wirbelwind Freitagnachmittag nicht nach Hause kam und auch Freitagabend und Freitagnacht in der KiTa verbrachte. Es war schon “anders”, aber darüber habe ich ja bereits geschrieben.

Samstagmorgen ab 09.00 Uhr konnten wir sie dann abholen. Wir waren schon um 08.45 Uhr da (und nicht die ersten Eltern vor Ort). Unser Sonnenschein kam uns strahlend entgegen, sie hatte wohl eine schöne Zeit. Allerdings hat sie auch etliche neue blaue Flecken und Schrammen mit nach Hause gebracht. Na, zum Glück kennen wir unseren Wildfang… Sie sagte, sie sei ausgerutscht und so wie sie immer rumtobt, ist das auch kein Wunder. Auch die Erzieherinnen waren ganz begeistert, wie Ausflug und Übernachtung gelaufen sind, aber alle bekamen wohl wenig Schlaf. (Was ja bei so einer “Übanahtunspaty” “normal” ist)

Kaum zu Hause angekommen, kam auch schon ein Anruf von Oma. Die Möbel sollten gebracht werden. Eine halbe Stunde später war der Transporter auch schon da und mein Mann half fleißig mit. Motte ist mit Oma in deren neue Wohnung gegangen, während ich erst mal die gekauften Brötchen nach Hause gebracht habe. Danach bin ich auch hoch zur Oma (alles mit Murmel im Tuch) und wurde von Motte mit den Worten begrüßt: “Mama!? Warum hat du niz Omas Couz mit naht oben gebraht?!”  Ahja… ich wusste doch, ich hatte was vergessen.  😉

Am Nachmittag war es dann etwas ruhiger. Wir sind mit einer befreundeten Familie Eis essen gewesen und danach konnten die Kleinen noch ein wenig Laufrad fahren und Ball spielen. Murmel hat auf einer Decke gelegen und zum ersten Mal in seinem Leben: mit den Füßen im Gras und fand das einfach ganz toll. ❤

Abends war die Kleine dann so fertig, dass sie mal wieder über ihrem Abendbrot eingeschlafen ist.

Der Sonntag fing schon “lustig” an. Wie wir ja wissen, hat der überaus “clevere” Maler die Tapete bei Omas Wohnung ja kopfüber angeklebt. Im Laufe der Woche hatte er vorgeschlagen, am Sonntag um 14.00 Uhr zu kommen und die Tapete (welche Oma und mein Mann unter der Woche noch mal besorgt hatten) dieses Mal richtig rum anzukleben. Sonntagmorgen hat er dann abgesagt. Das war ein echtes Problem, denn Oma will nächste Woche umziehen. Also hat mein Mann den ganzen Vormittag dem Maler hinter her telefoniert. Schließlich wollte er dann doch um 14.00 Uhr kommen. Den halben Nachmittag hat er dann auf den Maler gewartet. Wirklich da war er dann um 16.20 Uhr (ist doch praktisch 14.00 Uhr, oder nicht?) Um 21.00 Uhr hat mein Mann dann Abnahme gemacht. Das war sein bzw. unser Sonntag. Na wenigstens hat Deutschland gewonnen und er konnte das Spiel (halbwegs) in Ruhe gucken. UND: Die Tapete klebt jetzt richtig rum.

IMG-20160626-WA0011[1]

Gut, dass hier wenigstens eine aufpasst!

Mein Mann ist ja Handwerker und macht so gut wie alles, was handwerklich anfällt selbst. Eine Sache kann er allerdings gar nicht leiden und macht es daher auch nur im äußersten Notfall selbst und das ist tapezieren. Das betrifft auch die zukünftige Wohnung von Schwiegermama. Mein Mann war fast am Verzweifeln, weil er keinen Maler gefunden hat, dem er vertrauen konnte. Der Maler aus seiner Firma fuscht nur. (Das weiß ich aus eigener Erfahrung, er hat unsere Decke im Wohnzimmer gestrichen und die sah einfach grauenvoll aus. Danach hat ein Kollege meines Mannes (seines Zeichens Maurer) diese noch mal gestrichen und das ist so was von toll geworden.) Also fiel der schon mal aus. Dann gibt es da noch den Maler, der bei uns tapeziert hat. Der war damals auch in der gleichen Firma wie mein Mann beschäftigt. Er ist aber inzwischen in Rente und aus Berlin weg gezogen. Er fiel also such aus. Ein weiterer Maler der Firma hat abgelehnt, weil sie privat nichts in den Wohnungen machen sollen/dürfen. Dann hat er noch zwei weitere Maler gefragt, welche für aber nicht bei der Firma arbeiten. Einer hatte zu der Zeit einen Auftrag und der andere Urlaub. Es gestaltete sich also schwierig. Am Ende ist er über MyHammer fündig geworden und hat dem ausgesuchten Maler den Auftrag erteilt. Mein Mann war ganz zufrieden am Freitag… am Samstag hat der Maler dann das zweite Zimmer tapeziert.

Am Sonntag war mein Mann wieder in der Wohnung. Die Kinder und ich sind zum Kaffee rüber gegangen, um dem Papa Kaffee zu bringen. Also mein Geschmack ist die Tapete nicht, aber wenn sie der Oma gefällt… sie hat sie sich ja schließlich auch ausgesucht. Es sind einige Luftblasen in der Tapete, aber lt. Maler sollen/werden diese mir vollständiger Trocknung verschwinden. Okay, ich kenne mich da nicht aus… warten wir also ab…

Heute war Schwiegermama in der Wohnung, um “Abnahme” zu machen. Also fragte ich meinen Mann heute Abend, was die Oma gesagt hat. Und da erzählt er mir doch tatsächlich, ihr ist aufgefallen, dass die gesamte Tapete des einen Zimmers verkehrt herum (also kopfüber) angeklebt wurde. Das ist weder meinem Mann noch mir vorher aufgefallen (und dem Profi, also dem Maler ja wohl auch nicht).

erstes Foto (li) original fotografiert, zweites Foto (re): erstes auf den Kopf gestellt:

IMG_1050-1  IMG_1050-1

Und das war wohl noch nicht alles. Das hat zwar nichts mit der “Abnahme” zu tun, aber ihr ist aufgefallen, dass mit den Maßen für den Teppich irgendwas nicht stimmt. Sie hat wohl auch noch mal bei Domäne angerufen und nachgefragt. Die hätten ihr gesagt, das hätte alles seine Richtigkeit. Das hat sie meinem Mann dann auch erzählt und als sie die Maße verglichen haben, hat sich heraus gestellt, dass die gar nicht richtig sein können. Mein Mann hatte denen am Telefon die Maße durchgegeben, die haben aber was ganz anderes aufgeschrieben. Im Endeffekt haben sie Maße für 20 Quadratmeter pro Zimmer, die Zimmer sind aber je 30 Quadratmeter groß. Also fahren mein Mann und Schwiegermama morgen erst mal zu Domäne. Zum einen, um sich das Muster der Tapete anzusehen und zum anderen, um das mit dem Teppich zu klären. Alles wieder doppelte Arbeit…. aber gut, dass hier wenigstens eine aufpasst – nämlich die Oma!