Das brauchst du wirklich nicht….

erst recht nicht Freitag nachmittags…

Motte wollte schon ewig mal ihren Hüpfball ausprobieren und ich hatte ihr vor ein paar Tagen versprochen, dass wir das in den nächsten Tagen auf die Reihe bekommen werden. Heute sollte es soweit sein. Ich hatte ihren Hüpfball eingepackt, die Luftpumpe von Murmel`s Hüpftier und zur Sicherheit auch noch einen zweiten Hüpfball, falls ihre beste Freundin mitkommen mochte… Und so ging es samt Murmel und Kinderwagen zur KiTa. Dort angekommen wurde ich mit “Ach, da bist du ja schon, wir haben gerade versucht, dich anzurufen” begrüßt und weiter: “Motte ist am Kopf verletzt, ihr solltet auf jeden Fall in die erste Hilfe fahren” Wrummm!! Da war es wieder dieses Gefühl, meine arme Motte, der Freitag war gelaufen, kühlen Kopf bewahren, den Papa anrufen und ganz wichtig: Motte trösten und ihr die Angst nehmen!!! Sie hat ja seit meinen Klinikaufenthalten eine totale Angst vor Krankenhäusern und den Ärzten dort. Die Erzieherinnen zeigten mir blutige Kompressen und auch wo ungefähr die Wunde war, denn richtig haben sie sie auch nicht gesehen, weil sie nicht in den Haaren rumwühlen wollten. Laut den Erziehern, war Motte wohl die Stange des Klettergerüstes runter gerutscht (ich habe sie dabei schon zig mal beobachtet), ist abgerutscht und mit dem Kopf dagegen geknallt. Sie ist dann wohl noch zu den Erziehern gegangen und hat gesagt, dass sie sich weh getan hat und erst dann haben sie gesehen, dass sie tierisch am Hinterkopf blutet. Wie kann es sein, dass den Vorgang kein Erzieher gesehen hat??? Weil sie alle drei am anderen Ende des Spielplatzes saßen und von da gar nicht auf die andere Seite, die auch noch höher gelegen und durch einen Zaun getrennt ist, sehen konnten. Das ärgert mich schon wieder total. Aber noch mehr ärgere ich mich über mich: was, wenn ich nicht erst die Hüpfbälle eingepackt hätte, gleich zur KiTa gegangen und 10 min. eher da gewesen wäre???

Den Papa habe ich angerufen (zum Glück hat er freitags schon mittags Feierabend und war bereits zu Hause) mit den Worten: “Motte hat wahrscheinlich ein Loch im Kopf, wir müssen ins Krankenhaus fahren”. Motte habe ich in den Buggy gesetzt (jetzt wusste ich auch, warum ich den für die paar hundert Meter mitgenommen hatte), Murmel habe ich auf den Arm genommen und dann sind wir nach Hause, wo der Papa schon unten vor dem Auto auf uns wartete. Ich bin schnell hoch gesprintet in den dritten Stock, um Loulou (die braucht Motte in solchen Situationen) und den Sam (damit Murmel auch seine Lieblingspuppe dabei hat) zu holen. In der Zwischenzeit hat mein Mann einen Nachbarn getroffen, der ihm die Adresse des Krankenhauses sagen konnte (unseres hat keine Kinderärzte) und dann ging es los…

Freitag Nachmittag auf die Stadtautobahn, keinen Parkplatz vor der Klinik (die scheinen wirklich keinen eigenen Krankenhausparkplatz zu haben) und Krankenhauspersonal, welches die Ruhe weg hat. ABER: nachdem wir endlich bei der Anmeldung an der Reihe waren (ca. 45min Wartezeit) ging es dann relativ schnell. Obwohl man uns sagte, der Orthopäde müsste sich das ansehen, der wäre noch im OP, würde dann aber zu uns kommen. Sie hatte eine Platzwunde, die gesäubert und zweimal geklammert wurde und meine Kleine war so tapfer. Und der Orthopäde und die Schwester waren super kinderlieb.

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Zu Hause hat Motte und erzählt, dass sie die Stange runter rutschen wollte, oben bereits abgerutscht und gegen ein Holzbrett geknallt ist. Warum hat sie uns das denn nicht eher gesagt? Jetzt frage ich mich, ob die Ärzte sie vielleicht auch noch auf Holzsplitter in der Wunde untersuchen hätten müssen. Oder mache ich mir wieder zu viele Gedanken?

Jetzt müssen wir sie noch beobachten und haben dafür einen Merkzettel mitbekommen, außerdem eine Ersatzkompresse, falls es noch mal blutet und einen Entklammerer für die Kinderärztin.. Auf diesem Merkzettel steht u.a. dass wir sie auf jeden Fall am nächsten Tag dem Kinderarzt vorstellen sollten. Die im Krankenhaus haben aber gesagt, dass sie zum Kinderarzt erst Montag in einer Woche soll, um die Klammern raus zu nehmen. Ja, was denn nun???

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Die verwirren mich total… Ich denke aber, wenn sie jetzt keine Symptome einer Gehirnerschütterung zeigen sollte, dann braucht sie morgen auch nicht zur Kinderärztin, die ja ohnehin morgen und die nächsten vier Tage nicht da ist. Denn uns muss das natürlich am Freitag vor dem verlängerten Wochenende passieren….

Da mache ich dann natürlich ne Ausnahme von der Regel

Der Kleine zieht sich jetzt immer öfter auf die Knie und ab und zu kommt er jetzt auch schon allein aus der Situation raus, aber eben nicht immer. Er zieht sich aber auch immer so hoch, dass Mama und Papa kurz vor dem Herzinfarkt stehen. Wir ziehen bzw. legen ihn dann meist zurück, obwohl ich mich dabei sehr zwiegespalten fühle: auf der einen Seite möchte ich natürlich, dass er sich weiterentwickelt und Fortschritte auch in seiner Mobilität macht, aber auf der anderen Seite habe ich auch unheimliche Angst, dass er sich verletzt. Auch heute zog er sich wieder mehrfach auf die Knie, einmal zog er sich an einem von Motte`s Stühlen hoch und grinste uns an. Ich sag noch zu ihm: “Sei bitte vorsichtig!”, bin schon auf dem Weg zu ihm – aber es war schon zu spät. Er zog am Stuhl, dieser verlor den Halt, Murmel dann auch, knallte wieder rückwärts auf den Hinterkopf und der Stuhl auf ihn drauf. Mein armer Murmel! Klar, 5 Minuten bevor die Oma kommen wollte… Natürlich schrie er ganz doll, hat sich von mir auch nur halbwegs beruhigen lassen… ich schaute ihn an und sah, dass sein Mund ganz blutverschmiert war. Oh Nein!!! Da ich außen keine Wunde feststellen konnte, musste er im Mund bluten. Scheiß auf gute Absichten! Ich brauchte Zucker! Jetzt sofort! Also rief ich meinen Mann, der fischte mir den Zucker aus dem Schrank, ich hab dem Kleinen einen viertel Teelöffel voll gegeben und er hörte sofort auf zu bluten und zu weinen. Da mache ich dann natürlich ne Ausnahme von der Regel Absicht!

Auch später konnten wir keine Wunde mehr feststellen, nur die Lippe war leicht geschwollen, wahrscheinlich hat er sich vor Schreck selber von innen auf die Lippe gebissen.

Mich hat es schon wieder umgehauen

Da waren wir also auf bzw. vor dem Spielplatz “Verrückte Villa”. Neben dem Spielplatz befindet sich das Riesenhüpfkissen; also sprang die Prinzessin aus dem Wagen und rannte quer über den Spielplatz Richtung Riesenhüpfkissen. Auch kleine Bagger sind hinter dem bzw. hinten auf dem Spielplatz, also ist mein Neffe auch quer über den Spielplatz Richtung Bagger geflitzt. Da mein Mann der Kleinen hinterher gesprintet ist, bin ich ihrem Cousin hinter her gerannt. Plötzlich spüre ich einen Schlag am Bein (fragt nicht nach Sonnenschein) und es reißt mich von den Beinen. Ich gehe zu Boden, die Schmerzen sind nicht ohne… Aua! Was war das denn jetzt schon wieder? Da läuft so eine Seilbahn quer über den Spielplatz und da hier auch keiner “Achtung” gerufen hat, habe ich mal wieder nicht mitbekommen, dass was von rechts kam. Boah! Ich war sauer! Nicht auf das Kind, auch nicht unbedingt auf die Mutter, obwohl diese ja mal hätte “Achtung” oder “Vorsicht” hättet schreien können; nein, zum einen war ich sauer auf mich, weil ich einfach immer vergesse, dass ich nicht sehen kann, ob was von rechts kommt (im Straßenverkehr drehe ich mittlerweile den ganzen Kopf, aber auf dem Spielplatz rechne ich doch nicht mit so etwas). Und zum anderen und am meisten auf die Planer und Konstrukteure. Wer bitte stellt denn so was in die Mitte des Spielplatzes??? Das ist ja gemein gefährlich!!! (Ich mag diese Dinger ohnehin nicht besonders, weil ich sie für eine Gefahren- und Unfallquelle halte, aber auf “unserem” Spielplatz steht das Teil wenigstens am Rand, so dass die Gefahr gering gehalten wird)

Normal laufen ist jetzt nicht mehr drin, geschweige denn “normales” Treppen steigen… Der ganze rechte Oberschenkel ist ein einziger Schmerz und wird morgen ein einziger blauer Fleck sein. (Und der Rücken (links) hat auch was abbekommen, ich weiß nicht, ob die Füße vom Kind mich da auch noch getroffen haben oder ich mich mal wieder beim stürzen “verrenkt” habe…) Ich habe mich über den Spielplatz “geschleppt”, mich hinter meinem Neffen auf den Bagger plumpsen lassen und erst mal drauf gewartet, dass der Schmerz nach lässt – dieses Mal vergeblich; er ließ (und lässt) einfach nicht nach…

Aua! Oh nein, bitte nicht!

Die Hüpfburgen waren toll, einige mehr, andere weniger und es hatte natürlich auch jeder nach Alter und/oder nach Geschmack andere Vorlieben. So kommt dort jeder auf seinen Geschmack.

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Die Prinzessin wollte unbedingt, dass Mama mitkommt (Ich war ja froh, dass sie überhaupt erwog, auf eine Hüpfburg zu gehen. Bisher mochte sie das nämlich nicht) – und die Erwachsenen dürfen auch überall mit rauf. Aber hätte ich das gewusst, hätte ich doch keine hellgrauen Socken angezogen…

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Die Kleine steuerte die erste Hüpfburg an, diese bestand eigentlich nur aus Umrandung und einem Berg.

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So berauschend fanden wir die beide nicht und für den ersten Versuch war es auch ziemlich wackelig. Also sind wir zur nächsten gegangen; die war besser. Sie hatte eine kleine Rutsche, einen “Ring” zum durchklettern und so ne Art Punschingballpuppen. Die war echt lustig und die Kleine hatte ihren Spaß.

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Danach sind wir zu der mit den großen Rutschen gegangen. Man glaubt ja nicht, wie schnell die Prinzessin da hoch kommt. Und es hat auch richtig Spaß gemacht, darunter zu rutschen. Was ich ganz toll fand, dass die “älteren” Jungs (5-7 Jahre alt) von sich aus Rücksicht auf die Kleine genommen und auf sie aufgepasst haben.

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Ich glaube zwei Hüpfburgen mit “nur” Fläche haben wir ausgelassen, dann gab es noch eine mit großer Fläche und angrenzender Rutsche, die fand die Kleine auch ganz toll.

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Aber ihr Favourit war eine mit Rutsche, Tieren und “Hindernissen”. Die Rutsche musste auch über “Klettersteine” erklommen werden.

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Ich weiß nicht mehr warum, aber irgendwann wollte sie noch mal auf die Hüpfburg mit “nur Berg”, also bin ich mit ihr noch mal da hin gegangen. Wir sind unten am Rand geblieben, da war es schon wackelig genug. Sie hat sich gegen den Berg geschmissen – in dem Moment ist von oben ein Junge über sie rüber gekullert. Sie hat einen ganz schönen Schrecken bekommen, aber zum Glück hat sie sich nicht weh getan. Ich habe sie in den Arm genommen, getröstet und habe zu ihr gesagt, wir gehen wieder zu einer Hüpfburg mit Rutsche. Wir wollten gerade gehen, ich hatte mich noch nicht bewegt, da flog etwas mit voller Wucht auf mich rauf. Boah, waren das Schmerzen! Meine Gedanken in genau der Reihenfolge: “Aua!!! Nein, bitte nicht schon wieder Krankenhaus!!! Mein Kind?! War mir gerade schwarz vor Augen? Ist meinem Auge was passiert? Zum Glück ist mir was auf die Schultern und nicht auf dem Kopf geflogen. Zum Glück geht es meinem Kind gut! Die Nähte!? Warum wollte ich auch unbedingt was unternehmen?! Aua! Scheiße, tut das weh! Einfach still sitzen bleiben und nicht bewegen! Kann ich mich bewegen? Ja! Bitte, bitte lass dem Auge nichts passiert sein! Warum brüllt mein Mann so? (Er schrie: “Ey, jetzt ist aber mal gut! Könnt ihr mal n bisschen Rücksicht nehmen?!”) Oh, das war ein Mädchen, was auf mich gefallen ist. (ca 7-8 Jahre alt) Geht es ihr gut?”  Mein Mann hatte die Prinzessin inzwischen von der Hüpfburg runter gelotst und auch ich habe mich jetzt getraut, mich zu bewegen und runter zu krabbeln. Wie sich herausstellte, wollten einige Kinder, dass Jugendliche sich so gegen den Berg schmissen, dass die Kinder fliegen. (Das haben die Jugendlichen wenigstens meinem Mann erzählt und es war ihnen wohl auch peinlich, was da passiert ist) Mein Mann hat mir erzählt, dass die Kleine, die auf mich rauf geflogen ist (die wohl auch nicht zu denen gehörte, die fliegen wollten), so doll geflogen ist, dass er sie vor seinem geistigen Auge schon hat über die Umrandung fliegen sehen. Da hätte sie sich sonst was brechen können. Wir haben sie gefragt, ob es ihr gut geht, aber sie hat wohl zum Glück auch nur einen Schrecken bekommen. Das Mädchen ist dann auch zu seiner Mama gegangen, aber diese saß nur da und hat sich gar nicht gerührt… so was verstehe ich nicht…

Wir sind dann wieder zur Lieblingshüpfburg der Prinzessin gegangen und ich habe mich erst mal da hingesetzt und gewartet, dass der Schmerz nachlässt…

Streber? Autsch! Aua! Auweia!

Freitag! Schwimmtag! Juchhu! Natürlich war meine kleine Wasserratte wieder voll in ihrem Element! 😉

Unsere Kursleiterin meinte irgendwann in die Runde, wo denn die Socken der Kinder wären (im Kurs sollen alle Kinder ab dem Moment, in dem sie krabbeln können, Socken anziehen) und sang dann mit uns das Lied “Zeigt her eure Socken, zeigt her eure Schuh”… Wie sich da herausstellte, hatte bis auf mein Kind keines der anderen Socken an… also wurden wir gleich als “Streber” bezeichnet – von der Kursleiterin, also wirklich! 😉 Das hat man nun davon, wenn man sich an die Regeln hält… Aber nach dem Kreis hat die Kursleiterin noch mal darauf hingewiesen, warum es so wichtig ist, dass die Kleinen Socken anhaben. Und zwar meinte sie, die Kids würden ja jetzt doch schon mal stiften gehen wollen (das ist meine Ausdrucksweise, sie hat das natürlich anders ausgedrückt) und wenn sie dann auf den nassen Fliesen unterwegs sind, können sie mit nackten Füßen ausrutschen, hinfallen und auf den Hinterkopf stürzen. “Kleine Kinder fallen so”. Der Rest der Schwimmstunde war lustig wie immer, nur wurden wir auch heute ermahnt, dass wir zu viel quatschen würden… wir verstehen uns einfach zu gut 😉

Als wir wieder angezogen waren, habe ich einfach unsere Schwimmsocken nicht finden können 😦 Na toll! Ich habe alles abgesucht, sämtliche unserer Taschen aus- und wieder eingeräumt… nichts zu finden… ob die jemand anders versehentlich eingesteckt hatte? Oder hatten wir sie vielleicht auf dem Weg von der Dusche in den Ruheraum verloren? Wir sollten noch mal nachsehen gehen… Also habe ich der Kleinen gesagt, sie möchte doch mal mitkommen und wir schauen mal… Und was passierte? Wir “Streber” hatten natürlich für den kurzen Weg keine Socken angezogen… mein kleiner Sonnenschein rutschte auf den nassen Fliesen auf und fiel… Autsch! Das hat bestimmt weh getan… ich hab sie schon mit dem Kopf auf die Fliesen knallen sehen… aber zum Glück hat die Kleine sich super abgefangen und ist “nur” auf den Po und auf den Rücken gefallen(letzteres zum Glück wohl nicht allzu doll), denn sie ist sofort aufgestanden und hat kurz darauf mit den anderen Kindern weiter getobt.

Am frühen Abend zu Hause hat sie mit Papa gekuschelt, während ich in der Wohnstube Geschenke eingepackt habe… Irgendwann rief die Kleine “Mama?” Und ich hab ihr geantwortet, wie immer. Dann hat es plötzlich ganz doll gerumst… ich bin sofort aufgesprungen und schon fing sie ganz doll an zu schreien. Der Papa hat mir erzählt, sie wollte zu mir in die Stube, hat aber wieder mal nicht nach vorne geguckt (wie oft hatten wir ihr das schon gesagt: “Guck bitte hin, wohin du läufst!”?), sie hatte wohl auch mal wieder ein ganz schönes Tempo drauf (auch das predigen wir immerzu: “Lauf bitte langsam!”) und als sie sich schließlich doch umdrehte, konnte sie nicht rechtzeitig genug bremsen bzw. ausweichen und ist gegen den Vorsprung im Flur gelaufen. Aua! Boah, war das vielleicht ne dicke Beule! Wir haben erst mal einen kalten Lappen drauf gelegt und das Ganze gekühlt. Und wir haben unsere Prinzessin natürlich ganz viel getröstet und mit ihr gekuschelt. Schließlich wollte sie an die Brust und dort hat sie sich mit Lappen auf der Stirn dann auch beruhigt.

Eine Stunde später hat sie im Schlafzimmer gespielt und sah dabei so süß und gleichzeitig so frech aus, dass ich den Fotoapparat geholt habe… Kaum hatte ich ein paar Bilder gemacht, ist sie über unser Bett gerannt (tja, ihr könnt es euch ja denken: auch das hatten wir ihr schon zigfach untersagt und versucht, ihr zu erklären, dass sie sich da weh tu kann, aber sie scheint den letzten Bett-Sturz schon wieder vergessen zu haben). Ich habe sie gar nicht so schnell aufhalten können… Da ist sie auf Papas Kopfkissen gerannt, von dort abgerutscht und mit der Stirn auf die Bettkante geknallt – für mich sah es aus, als wäre es dieselbe Stelle wie zuvor.  Au! Auweia! Ich hab die Kleine gleich genommen getröstet und gleichzeitig dem Papa zugerufen, er möchte schon mal den kalten Lappen holen. Natürlich hat es ganz schön lange gedauert, bis sie sich beruhigt hat. Und dann habe ich es gesehen: die Beulen waren nicht übereinander, so dass die eine die andere verdeckte, nein die waren nebeneinander, eine ein waagerechter blauer Strich und schön säuberlich daneben eine runde blaue Beule. Natürlich wollte sie wieder an die Brust (ich sage dazu dann immer “Tröstebrust”) Als es wieder einigermaßen ging, habe ich sie gefragt, ob sie den Lappen alleine halten will. Sie meinte “ha” (was bei ihr “ja” heißt, nickte und als ich ihr den Lappen gegeben habe, hat sie ihn sich auf den Kopf gelegt. Da mussten dann doch alle wieder lachen…

Blut! Alles voller Blut…

Heute Nacht ist die Kleine aufgewacht und dachte, sie müsste die Nacht zum Tag machen und wollte spielen…. Alles ermahnen half nichts… Müde wie sie war, hat sie sich total verschätzt und rumgetobt und geklettert, natürlich alles mit Schlafsack (so was hält doch meinen Wirbelwind nicht auf) und dann kam es wie es kommen musste….

Sie ist vom Bett abgerutscht und beim Fallen mit dem Mund/den Vorderzähnen auf die Bettkante geknallt. 😦 Sie hat geschrien… Alles war voller Blut: ihr Mund, ihr ganzes Gesicht, ihre Hände, ihr Schlafanzug, ihr Schlafsack. 😥 Mein armer kleiner Schatz! Verletzungen im Mund bluten aber auch „wie Sau“. Wir haben solche Panik geschoben, dass ihr Lippenbändchen gerissen ist und/oder sie sich an den Zähnen verletzt hat… Ich habe das alle paar Minuten kontrolliert… unter dem vielen Blut konnte man ja nicht so viel sehen…

Ich habe das heute auch im Laufe  des Tages noch ein paar mal kontrolliert.. zum Glück scheint nichts weiter passiert zu sein…

Ich werde am Freitag beim Schwimmen noch mal die Mama fragen, die das mit ihrem Kind schon durch hat…

Was ich aber bereits über “Dr. Google” erfahren habe, sollte man für solche Fälle immer ein kleines Päckchen Zucker in der Tasche haben. Das soll wohl die Blutung im Mund stoppen, desinfizieren und die Kleinen beruhigen….