“Bin ich dann dran?”

Meine Eltern sind mit meiner Schwester und meinem Neffen an die Ostsee gefahren. Für sie freut es mich natürlich sehr. Aber für mich und die Prinzessin finde ich das wieder traurig. Denn uns haben sie nie gefragt. Als ich darüber mit meiner Ma gesprochen habe, dass sie so was mit meiner Schwester und meinem Neffen öfter machen, uns aber noch nie gefragt hätten, meinte sie, sie hätte ja auch nur 4 Plätze im Wohnmobil. Sie haben uns aber auch nie gefragt, ob vielleicht nur die Prinzessin und ich mitkommen möchten (damit meine ich natürlich die Zeit VOR Murmel). Das Gespräch war als die Kleine noch in der KiTa war, sie hat also von dem Telefonat nichts mitbekommen…

Heute hat mir meine Familie ein Foto aufs Handy geschickt und die Kleine hat das natürlich mitbekommen und wollte es sehen. Dann sagte sie: “Benjamin soll nihz an die Ostsee. Wieso is der an der Ostsee?” Ich habe ihr dann gesagt, dass ihre Tante ja Urlaub hat, er mit Oma, Opa und seiner Mama da ist und dass sie ja am Dienstag schon wieder kommen. Ihre Frage: “Bin ihz dann dran?” Oh Motte! Da blutet mir das Herz! Was willst du da antworten? Du kannst ja schlecht sagen: “Nein Motte, Oma und Opa konnten das mit dir nie machen, weil du Mama UND Papa hast. Und jetzt geht es erst recht nicht, weil du jetzt auch noch einen Bruder hast” Also sagte ich nur: “Nein, mein Schatz, das geht leider nicht! Aber wir fahren im Oktober mit Oma und Opa in den Urlaub” (Und auch wenn das nicht die Ostsee ist, nicht im Sommer ist und sie Oma und Opa mit Cousin und Bruder teilen muss, freue ich mich riesig darauf – und Motte sicher auch)

Da sitzt noch was ganz schön tief :’( oder: Da haben wir die Quittung

Morgen heißt es mal wieder Augenklinik und Kontrolltermin dort (es ist übrigens das Krankenhaus, in dem heute ein Arzt erschossen wurde) Mein Mann hat der Kleinen natürlich erzählt, dass ich morgen zum Augenarzt muss (wir wollen sie ja nicht anlügen) und sie daher bei der Oma ist und mit ihr zur Physiotherapie geht. Die Kleine hat solche Angst, dass ich morgen da hin muss. Sie hat so einen Weinkrampf bekommen und sich so sehr an mich geklammert. Sie sagte, sie möchte nicht, das ich da hin gehe. Sie hat auch gesagt, sie würde mich so vermissen Ich habe ihr versprochen, dass ich morgen Nachmittag auf jeden Fall wieder bei ihr bin, dass mir keiner weh tun wird und dass der Papa ja auf mich aufpassen wird. Außerdem meinte ich, ich würde mich auch beeilen. Sie schluchzte: sie möchte nicht, dass ich mich beeile, weil ich mir sonst weh tun würde.Ach Motte!

Heute am Spätabend habe ich das Bastelzeug weg geräumt – die Oma hat bald Geburtstag und sich u.a. Geburtstagskarten zum Verschenken gewünscht, daran arbeite ich gerade (wenn sie fertig sind, könnt ihr sie bei bastel-kathinka sehen) und als ich über den Flur gegangen bin, habe ich Motte herzerweichend weinen gehört.  Normalerweise ruft sie nach uns oder kommt zu uns, aber das sie im Bett liegt und weint, kenne ich nicht. Natürlich bin ich sofort zu ihr und habe sie gefragt, was sie denn hat. Sie schluchzte: “Iz möhzte niz, dass du, dass du, dass du morgen zun Augenarzt gehst!” Och, meine arme Motte!!! Da haben wir nun die Quittung, dafür, dass sie sie im letzten Jahr nicht zu mir ins Krankenhaus gelassen haben! Und wer darf es jetzt ausbaden: Motte und ich – da bricht einem das Herz! Ich habe sie in den Arm genommen, ihr noch mal versprochen, dass ich nachmittags auf jeden Fall wieder komme und dass mir nichts passiert. Ich habe sie so lange gehalten und mit ihr gekuschelt, bis sie in meinen Armen eingeschlafen ist.

Noch so eine Aussage, die mir Angst macht….

Da spielte ich heute mit der Kleinen mal wieder mit ihren PlayBig Bloxx Bausteinen gespielt und gerade als wir mitten im schönsten spielen waren, sagte die Prinzessin zu mir: “Stell dir mal vor, der Papa kommt nie wieder naht Hause! Wenn wia dann traurig sind!” Was sollte das denn??? Das hatte nicht das Geringste mit dem zu tun, was wir gerade spielten. Ich habe sowieso schon solche Angst davor, dass meinem Mann was passiert. Er ist so kurz vor`m Zusammenbruch und hört einfach nicht auf mich oder seinen Körper. Das war wieder so eine Aussage, die mir Angst macht und mich zum weinen brachte. Dabei sollte ich doch hier die Starke sein…

Wer hat ihr nur so einen Schwachsinn erzählt???

Die Kleine ist gestern morgen aufgewacht und meinte: “Oh, meine Füße sind ja noht da!” Ja, wieso sollten sie denn nicht mehr da sein? Ich habe mich doch etwas gewundert, aber manchmal haut sie halt solche Schoten raus….

Am Mittag/Nachmittag wollte ich ihr dann ihre Schuhe anziehen und sie hatte Angst, dass dann ihre Füße weg sind. Sie weinte fast. “Aba wenn meine Füße weg sind! Dann kann iz niz mehr laufen!” Ich habe sie dann doch gefragt, wie sie darauf kommt, dass ihr Füße weg sein könnten. Aber eine Antwort darauf habe ich nicht bekommen.

Vor dem Einschlafen heute sagte sie auch wieder: “Iz will niz, dass die weg gehen!” Ich fragte sie, wer nicht weggehen soll. Und sie meinte: “Meine Füße!”  Ich habe sie dann noch mal gefragt, wie sie darauf kommt und wer ihr das erzählt hat, aber auch hier habe ich wieder keine Antwort bekommen. Wie kommt sie denn jetzt schon wieder darauf? Als ob sie sich nicht schon genug Sorgen um alles mögliche machen würde. Wer hat meiner kleinen Prinzessin nur solch einen Schwachsinn erzählt???

Jetzt doch nicht mehr

Die Kleine beschäftigt sich jetzt jeden Abend mit der bevorstehenden Geburt, hat immer einige, meist die gleichen Fragen dazu. “Warum musst du das Baby rauspressen?” Warum kann es niz alleine raus kommen? Aba, wenn dis weh tut? Wann bin ich geboren? Wer hat dia dabei geholfen?” (diese Fragen stellt sie seit Samstag) und jedes Mal (schon einige Wochen lang) sagt sie: “Iz will niz, dass du in Krankenhaus musst!” oder “Du sollst niz in Krankenhaus!” Meist weint sie dann. Meine arme Motte! Ich wusste doch, dass ihr das vom letzten Jahr immer noch schwer zu schaffen macht (Ich könnt mich darüber immer noch aufregen). Wir reden dann natürlich ganz viel darüber und ich versuche so gut es geht, ihr die Angst zu nehmen. Aber heute hat sie den Vogel abgeschossen: Sie: “Iz war heute gar niz tanzen!” Ich: “Nein, ich habe dir doch erklärt, dass wir eine neue Tanzstunde für dich suchen, wenn dein Brüderchen erst mal da ist” Ihre Antwort: “Iz will doht kein Brüderzen mehr haben!” Ah ja! Ich dachte, sie vermisst das Tanzen so sehr, dass sie am liebsten gleich los legen würde, aber der Papa meinte, das hätte sie gesagt, weil sie solche Angst hat, wenn ich ins Krankenhaus gehe…

War das ne Nacht

Die Kleine hat so unruhig (bis gar nicht) geschlafen. Alle 5-10 Minuten sagte/fragte sie: “Mama?!” und das immer ziemlich weinerlich. Manchmal hat sie auf meine Antwort reagiert, manchmal aber auch nicht. Bis sie weitere Minuten später wieder “Mama?!” fragte… Sie hat sich auch die ganze Nacht hin und her gewälzt, hat Körperkontakt gesucht, wollte kuscheln und schmusen, war quengelig (und das im Schlaf!) dann wieder nicht. Irgendwann fragte sie “Mama?!” Ich: “Ja, was ist denn mein Schatz?” “Das hält einfaht niz!” “Was hält denn nicht?” “Meine Türme! Die falln imma um!” Sie war echt frustriert, aber wach war sie nicht, denn in unserem Bett gibt es keine Türme. Später klagte sie über Ohrenschmerzen und das ziemlich lange. Ich habe uns heute Morgen schon beim Kinderarzt sitzen sehen… Gegen Morgen (natürlich ein halbe Stunde bevor der Wecker für den Papa klingelte, ist sie dann doch eingeschlafen und hat ruhig geschlafen. Den Wecker habe ich ausgemacht, als er klingelte und es kam wie es kommen musste: der Papa hat verschlafen. War das ne Nacht – Geschlafen habe ich so gut wie gar nicht.

Nach dem Aufstehen waren die Ohrenschmerzen plötzlich weg, dafür humpelte mein Kind jetzt. Sie trat mit dem rechten Fuß nicht richtig auf, nur mit dem Ballen. Sie sagte, das geht nicht anders, weil ihr Bein weh tun würde und zeigte auf den Oberschenkel. Als ich sie in der KiTa verabschiedet habe, hüpfte sie aber mit beiden Beinen auf und ab. Ich habe vorsichtshalber trotzdem ihrer Erzieherin Bescheid gesagt….

Von einem weinenden Kind und kurzen Beinchen

Da die Kleine sich gestern Abend wieder ganz schön lange geweigert und gewehrt hat, einzuschlafen, heute Morgen aber schon wieder um 06.30 Uhr aus dem Bett “sprang” (sie war so aufgeregt, da heute Fahrzeugtag in der KiTa war), war sie heute Morgen dementsprechend “gnatschig”. Bevor es zur Fotografin ging, hatte ich der Kleinen ja noch zwei Ketten mit zugehörigem Armband (Kette + Armband € 1,49) gekauft. Eine ist ja gleich kaputt gegangen, aber auf die andere achtet sie jetzt wirklich sehr. Gestern Abend hatte sie diese Kette um, hat Eis gegessen und natürlich ist das halbe Eis auf der Kette gelandet und diese klebte fürchterlich. Also habe ich zu ihr gesagt, ich wasch sie bzw. wisch sie ab und dann kann sie sie wieder haben. Da es aber schon so spät war und sie bettfertig gemacht wurde, habe ich das an dem Abend wieder völlig vergessen. Also klebte sie heute morgen immer noch. Die Kleine wollte die Kette haben, ich habe zu ihr gesagt, ich muss sie erst abwischen, weil sie noch klebt. Na, das gab vielleicht ein Theater. Sie fing bitterlich an zu weinen (man merkte sofort, dass sie total übermüdet war), schluchzte: “Aba die is so wunderzön!” Ich: “Ja, Süße, die bleibt doch auch wunderschön!” Sie schluchzte weiter: “Aba die glitzat so zön!” 

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Sie dachte wohl, wenn die Kette nass wird (die ist aus Plastik), dann ist der “glänzende Schimmer” ab. Ich habe sie in den Arm genommen und ihr erklärt, dass auch der Glanz bleibt und sie weiterhin so schön glitzert. Sie hat sich langsam wieder beruhigt.

Da das Laufrad schon seit Herbst hier rumsteht, war es natürlich etwas staubig (es war zwar im Karton, aber der Karton nicht richtig zu – dafür hätten wir den Lenker abbauen müssen), also haben die Kleine und ich heute Morgen das Staubtuch geschwungen und das Rad gesäubert. Sie hatte richtig Spaß daran. Auf dem Weg zur KiTa war sie richtig gut drauf und ich habe gestaunt, wie toll, sie das inzwischen jetzt schon kann.

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Am Vormittag musste ich dann zur Frauenärztin und habe auf dem Weg dorthin noch die Matschhose der Kleinen (die hatte ich vergessen heute Morgen mitzunehmen) in die KiTa gebracht. Ich komme zur Tür rein und meine kleine Maus saß auf dem Boden im Flur und weinte und schluchzte jämmerlich. Natürlich habe ich sie sofort in den Arm genommen und gefragt, was los ist. Vor lauter schluchzen, hat sie aber kein Wort raus bekommen. Da kam eine Erzieherin und hat mir erzählt, was “passiert” ist. Heute hatte die Gruppe ja Fahrzeugtag. (Normalerweise hat die Gruppe dienstags Spielzeugtag und jeder darf ein Spielzeug mitbringen. Seit dieser Woche wurden aus den Spielzeugtagen wieder Fahrzeugtag und jeder darf ein Fahrzeug mitbringen (Bobbycar, Dreirad, Laufrad, Roller, Fahrrad – jede/r wie sie/er mag) und dann fahren sie auf dem Hof der KiTa und basteln dafür auch Verkehrszeichen. Die Kinder hatten letztes Jahr schon sehr viel Spaß dabei. Und die Gruppe der Kleinen hat eben dienstags Fahrzeugtag, also auch heute.) Sie wollten also auch heute raus, haben sich gerade angezogen, sind raus und dann hat es angefangen zu regnen und sie mussten alle wieder rein. Genau da begann das “Problem” der Kleinen. Wie sich herausstellte schluchzte und weinte sie so bitterlich, weil ihr Laufrad nass werden könnte. (Auch dass das Rad unter einem Dach stand, wurde ihr von den Erzieherinnen erklärt, aber sie hatte immer noch Angst, dass es nass werden könnte). Sie hat wohl auch erzählt, dass Mama das Rad heute Morgen extra gewaschen hat. Also habe ich es ihr auch noch mal erklärt: erstens dass das Rad unter einem Dach stand und gar nicht nass werden kann und zweitens, selbst wenn es nass werden sollte, dann wird es doch gewaschen und wir trocknen es danach einfach wieder ab. Da hat sie sich langsam beruhigt und ist wieder in ihre Gruppe gegangen. Wie sie dem Papa und mir Abends erzählt hat, sind sie mit der Gruppe und den Fahrzeugen dann doch noch raus gegangen, als es aufhörte zu regnen.

Ich ging weiter zur Frauenärztin. Das CTG hat wieder Mal eine Stunde lang gedauert. Ich habe da jedes Mal das Gefühl, dass die mich vergessen. Dieses Mal war das CTG aber wohl in Ordnung. Dann hieß es wieder auf die Frauenärztin warten… Schließlich wurde ich aufgerufen und sie hat alles ausgemessen. Ich wollte ja wissen, wie groß und schwer der Kleine jetzt ist und wie er ca. bei der Geburt sein wird. Bei der Kleinen wusste ich das die gesamte Schwangerschaft über und bei dem Baby jetzt (bis auf die Feindiagnostik) gar nicht bzw. kaum. Ich fragte die Ärztin also, wie groß der Kleine ist und sie meinte: “Sehr kurze Beinchen!” Was sollte DAS denn jetzt wieder heißen??? Die machte mir schon wieder Angst. Sollte das heißen, der Kleine hat ZU kurze Beinchen oder die Proportionen stimmen nicht? Oder was? Dann erklärte sie mir, dass man anhand der Oberschenkellänge die Gesamtgröße des Babys ermittelt. Also bedeuten kurze Beine eben kleines Baby. Aber gut, die Prinzessin war auch nicht gerade die Größte und so lange die Proportionen stimmen und ich mir keine Sorgen machen muss, ist alles okay.

Da die Kleine mich heute Morgen gebeten hatte, einen “Anliezer” für ihr Laufrad zu kaufen, ich aber den halben Tag bei der Ärztin verbracht habe, sind wir heute Nachmittag beide zusammen los gezogen (sie natürlich mit Laufrad), um ein Schloss für Rad zu kaufen. Der Vorteil: So konnte sie es sich selbst aussuchen. Erst wollte sie ein ganz normales rosafarbenes, aber dann hat sie sich (sehr zu meiner Freude) doch für ein grünes für Kinder entschieden. Und es hat exakt den gleichen Farbton wie ihr Laufrad.

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