Phantasie hat sie ja

Motte hat heute beschlossen, “Schlittschuhe zu laufen”. Ich sag`s ja immer wieder: diese ganzen teuren bunten Spielzeuge braucht man nicht wirklich. Die Kinder haben eine super Phantasie und spielen u.a. am liebsten mit Kartons aller Arten und Größen.

20161130_151557

Werbeanzeigen

Hauptsache immer so, wie die anderen wollen?

Und wieder wird in zweierlei Maß gemessen. ..

Gerade hat meine Ma mich angerufen und gefragt, ob wir skypen wollen. Normalerweise meint sie nicht mich, sondern Motte, mit der sie skypen möchte. Also habe ich ihr gesagt, dass Motte nicht da ist, weil sie bei Oma ist (war sie am Freitag übrigens auch, als meine Mama mit ihr skypen wollte). Was sagte meine Ma da? “Schon wieder?!” Ja, stellt euch vor, ich “Glucke” habe mein Kind doch tatsächlich “schon wieder” zu Oma gebracht. Gesagt habe ich dazu nichts. Die nächste Frage war dann, ob mein Mann noch vor Weihnachten gesund geschrieben wird. Ja, das wird er. (Da er nicht wieder ins Krankengeld fallen möchte, wird er ab Montag wieder arbeiten gehen. Ich hoffe, sein Knie ist dann so weit wieder hergestellt! Letztes Jahr war er ja auch so lange krank, dass er Krankengeld bekommen hat (Hätte der Arzt das letztes Jahr richtig diagnostiziert und behandelt, wäre er dieses Jahr gar nicht erst krank geworden) und daher haben sie ihm das Weihnachts- und Urlaubsgeld anteilig gekürzt. Das kann er dieses Jahr so überhaupt nicht gebrachen, da er aufgrund seiner Elternzeit da sowieso schon Kürzungen hat) Also wird er ab nächster Woche nicht mehr krankgeschrieben sein. Was sagte meine Ma da? “Ach nee!?” “Wieso?” “Wegen des Weihnachtsmarktes! Es wäre doch besser, wenn wir in der Woche gehen würden. Samstags ist es da immer so voll!” Was sollte das denn jetzt??? Für den Weihnachtsmarkt ist es möglich unter der Woche zu kommen, aber zu Motte`s Geburtstag nicht??? Auch dazu habe ich nichts gesagt, ich hätte mich sonst nur wieder aufgeregt. Mal sehen, was mein Mann nachher dazu sagt, wenn er von der Oma nach Hause kommt…

Was ihr schon immer über die Schnullerfee wissen wolltet….

Wie die meisten von euch ja wissen, haben meine Kinder es nicht mit Schullern. Beide haben die ersten fünf Wochen ihres Lebens keinen bekommen und auch danach wollten sie keinen. Auch Murmel spielt zwar mit seinem, aber im Mund behält er ihn nicht und zur Beruhigung brauche ich ihm damit gar nicht erst kommen. Bei Motte war es genauso. Daher habe ich mich nie ausgiebig mit dem Thema “Schnullerfee” beschäftigt bzw. beschäftigen müssen. Anders als Berit vom blog babyleaks Sie hat eine wunderschöne Geschichte über die Schnullerfee geschrieben, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet….

Einladung zum Mittagessen und zwei “Meisterköche”

Heute haben wir Schwiegermama zum Essen eingeladen, es gab Paprikaschoten mit Reis und Tomatensoße.

IMG_0969

Leider ist mir beim zubereiten der Soße der Pfeffer weggerutscht, so dass die Soße ziemlich scharf geraten ist. Aber für ihre Verhältnisse hat die Oma recht gut gegessen, das hat mich wirklich gefreut.

Murmel interessiert sich jetzt immer mehr dafür, was seine Schwester so treibt und spielt. Dann “raupt” er sich gerne an sie heran. Dann ist es total süß, wie sie ihn in ihr Spiel mit einbezieht – heute haben die zwei backen und kochen gespielt,

IMG_0978-1

wobei sie ihrem Brüderchen genau erklärt hat, was und wie sie es macht.

Motte ist die Schärfste ;)

Kurz vor dem Abendessen: Die Kleine spielte heute einkaufen und schob ihren Einkaufswagen immer zwischen Kinderzimmer und Schlafzimmer (da waren Murmel und der Papa; ich machte in der Küche Abendessen) hin und her. Als ich alle zum Abendessen “rief”, wollte sie ihren Wagen wieder in ihr Zimmer bringen, ist aber gestolpert und der ganze Inhalt des Wagens lag auf dem Fußboden im Weg.

20161118_173852

Ich: “Räumst du das bitte auf, Motte?” Sie: “Nein” “Mach mal bitte, hier kann ja keiner treten!” “Nein” Der Papa: “Räum das mal bitte auf Motte, sonst kann ich mir weh tun” “Nein” “Warum nicht?” “Das will ich mit Romy zusammen aufräumen!” (nennen wir ihre beste Freundin hier einfach mal Romy)

Kurz vor der Schlafenszeit: Motte zu Papa: “Papa, was machst du?” “Aufräumen” Motte mit Nachdruck: “Mir is langweilig! Ich geh jetz ins Bett!” Also kam sie zu mir ins Schlafzimmer: “Mama, ich geh jetz schlafen!” “Gut, mach das” “Du mich in mein Bett legen, wenn ich schlafe?!” (Vollständige Sätze gingen wohl nicht mehr). “Okay, können wir gerne machen.” “Kuscheln!?!” “Klar, gerne, Süße, aber dann muss ich erst Murmel in sein Bett legen” (Murmel war kurz vorher an meiner Brust eingeschlafen). Also legte ich den Kleinen in sein Beistellbettchen und legte mich mit Motte in das große Bett. Sie gab mir einen Schmatzer, kuschelte sich fest an mich und sagte: “Mama, sinen?!” “Klar, Süße!” Ich fing an zu singen: “Weißt du wieviel Sternlein stehen, an dem blauen Himmelsz…” Da flüsterte sie: “Mama, ich bin schon eingeschlafen, du kannst mich jetzt in mein Bett tragen”

Probebacken 2016

Da der Geburtstag von Motte näher rückt, bin ich schon wieder am Überlegen, was ich so backen kann/soll. Ich bin ja noch immer für Muffins und Cakepops im Prinzessinnendesign, aber für die KiTa muss ich mir dieses Jahr auch was einfallen lassen – etwas was einfach geht, aber trotzdem genial wirkt. Und wie ich die letzten Tage auf der Suche nach einer Idee im Netzt herumgeservt bin, habe ich “Muffins im Waffelbecher” für mich entdeckt. Die Idee ist vielleicht für manche alt, aber ich habe das noch nie ausprobiert – bis heute. Motte war schwer begeistert, dass sie mal wieder mit Mama backen konnte. Das Rezept ist super einfach und geht schnell – kommt mir und meiner “Chaos-Küche” also entgegen. 😉

IMG_0830-1

Es braucht nur ein paar Zutaten. Wie man auf dem Bild erkennen kann, hat Motte mit dem Mehl gespielt. (100g Butter oder Margarine, 90g Zucker, 1Päckchen Vanillezucker, 125g Mehl, 1/2 Teelöffel Backpulver und 2 Eier und 20 Waffelbecher)

Alles vermengen und in die Waffelbecher füllen, zu 3/4 sagte das Rezept. Das gestaltete sich echt schwierig mit Löffeln – dementsprechend sah mein Ergebnis auch aus.

IMG_0850

Bei uns sind es nur 19 Becher geworden, da Motte einen samt Teig gegessen hat. Dann alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und für 15-20 Minuten in den Backofen (ich habe einen Gasherd und auf Stufe 5 gebacken).

Umgepurzelt sind die Becher erst beim Herausnehmen aus dem Backofen.Sie ließen sich aber ganz leicht wieder hinstellen.

IMG_0860  IMG_0865-1-1

Nachdem wir sie so probiert und für gut befunden haben, haben wir beschlossen, dass diese nicht dekoriert/verziert werden. Sie schmecken echt lecker, aber mir persönlich fehlt das “gewisse Extra”, der Clou, das Besondere sozusagen.Vielleicht mache ich das nächste Mal Schokostreusel oder Schokotropfen rein… für die KiTa werden wir die aber auf jeden Fall machen – mit Verzierung versteht sich…

Ich soll ne Glucke sein??? Geht`s noch?!?!

Ich muss mal wieder ausholen: Wie ihr ja wisst, möchte meine Schwester mit meinem Neffen nicht unter der Woche zum Geburtstag meiner Tochter kommen, da sie arbeiten muss. Bis dahin kann ich das verstehen. /wenn ich auch ihre Begründung nicht nachvollziehen kann. Sie meinte, dass mein Neffe eher mit Motte spielen würde, wenn nur er da ist und kein anderes Kind – das finde ich irgendwie ziemlich egoistisch – aber was soll`s…) Motte hatte ich auch schon erklärt, dass ihr geliebter Cousin erst am Wochenende zur Erwachsenenparty kommen wird. Sie war unendlich traurig, aber hat sich wohl damit abgefunden. Als wir das letzte Mal bei meiner Familie waren, habe ich mit meiner Schwester noch mal darüber geredet und sie hat IN MOTTES BEISEIN gesagt, sie überlegt es sich noch mal. Ich hatte meine Schwester auch gefragt, ob der Kleine denn nicht vielleicht mit Oma und Opa kommen könnte…

Vor ein paar Tagen hat mir meine Schwester jetzt per Mail mitgeteilt, dass sie erst am Wochenende kommen wird. Heute habe ich dann meine Ma angerufen, um zu fragen, ob sie denn mit meinem Neffen unter der Woche kommen würden. Sie sagt “Nein!” Schon als wir da waren und ich auch sie gefragt habe, da hat sie gesagt, dass sie ja an dem Tag Sport hätte und daher nicht kommen könne. Da habe ich ihr schon gesagt, dass das ja wohl nicht ihr Ernst sein könne: dass der Sport ihr wichtiger ist, als mein Kind. Heute haben wir uns am Telefon so richtig gefetzt. Diese Begründungen, warum das nicht geht, sind so was von bescheu….!!! Sie können nicht unter der Woche kommen, weil sie dann durch Berlin durchfahren müssten (Ja, man fährt am Anfang von Berlin auf die Stadtautobahn und bei uns wieder runter, zwei mal abbiegen und man ist vor unserer Haustür – man muss also NICHT durch den Berliner Stadtverkehr!) Ich könne mir aussuchen, ob sie am Dienstag mit meinem Neffen oder am Sonntag mit meinem Opa (also Mottes Uropa) kommen würden. (Geht`s noch? Die sind Rentner, sie könnten also ohne Probleme an beiden Tagen kommen, umgekehrt wird das von uns ja auch erwartet) Motte hätte ja viel mehr davon, wenn ihr Cousin am Wochenende kommen würde, sie hätte ja genug andere Freunde an ihrem Geburtstag da. (Ja, nee, is klar! Umgekehrt wird wohl eher ein Schuh draus, meine Schwester will, dass der Kleine, Motte für sich alleine hat. Außerdem durfte sie so viele Kinder einladen, wie alt sie wird und nur mit ihm sind es nun mal vier). Ich müsste es Motte doch nur vernünftig erklären (DAS HATTE ICH BEREITS!!!!) und ich würde ihr einreden, dass sie darüber traurig sein soll (Geht`s noch? Ich rede ihr überhaupt nie was ein und schon gar nicht, dass sie traurig zu sein hat. Ich möchte mein Kind nicht so traurig sehen – es ist jetzt aber schon das dritte Jahr, in dem sie geliebte Menschen an ihrem Geburtstag versetzen. Beim zweiten Geburtstag stand sie hier und hat bei jedem Klingeln gefragt, ob das jetzt ihr bester Freund Levi ist und das obwohl ich ihr vorher erklärt habe, dass dieser nicht kommen wird. Beim dritten Geburtstag ist mein Papa aufgrund einer Erkrankung samt seiner Frau nicht dagewesen. An ihrem Geburtstag hat Motte dazu nichts gesagt, aber kurz danach war sie so traurig und unglücklich darüber. Und dieses Jahr? An ihrem viertem Geburtstag: Nachdem ich ihr erzählt hatte, dass ihr Cousin nicht kommen kann, hat mir die Schwiegermutter erzählt, dass Motte ihr tieftraurig davon erzählt hat und das mehr als einmal.

So nun zurück zum eigentlichem Thema: ich sagte meiner Ma also am Telefon, dass Motte traurig ist – schon wieder und sie sie eben nicht so gut kennt wie ich. Da sagte sie doch tatsächlich zu mir, dass könne sie ja auch nicht, weil ich wie so ne Glucke bin. Was? Wer? Ich??? Geht`s noch??? Das hätte man ja in Linstow gesehen, kaum war das Kind außer Sichtweise hätte ich sofort nach ihr geschrien. Ich??? nach ihr??? Waren wir im selben Urlaub? Ich habe die Kleine ganz allein mit Oma und Opa Drachen steigen gehen lassen. Als wir in der  Schwimmhalle waren, habe ich sie allein mit Oma im großen Becken gelassen, während ich mit Murmel im Whirlpool war, also sogar außer Sichtweite. Ich habe sie allein mit meinem Bruder rutschen lassen und nach dem Abendbrot habe ich sie allein mit Opa und/oder Oma gehen lassen, weil diese immer wollten, dass die Kinder auf diesen Wackelfahrzeugen fahren. Natürlich war das zwischen Motte, dem Papa und mir vorher abgesprochen, weil ich einfach finde, dass auch ihre Meinung wichtig ist. Wenn sie lieber bei Papa bleiben wollte oder mit Mama essen gehen holen wollte, dann war das auch okay und wurde gemacht. Hier (in Berlin) darf sie auch oft alleine zu Oma (natürlich wird sie gebracht, auch wenn Oma “nur” um die Ecke wohnt, aber bei Oma ist sie ab und zu auch ohne Mama und Papa) – und das schon seit sie zwei Jahre alt ist! Bin ich ne Glucke? Nein! Bin ich für sie da, wenn sie nach mir verlangt? Natürlich! Sofort! Ist sie manchmal sehr anhänglich? Ja, aber das hat immer einen Grund! An dem Tag, an dem sie untergegangen ist, brauchte sie natürlich die Nähe von Mama und Papa etwas mehr, das ist ja wohl normal. Habe ich eine enge Bindung zu meinem Kind? Ja! Aber auch das finde ich natürlich und normal! Lasse/n ich/wir sie allein bei Oma und Opa schlafen? Nein, denn diese wohnen 80 km weit weg von uns und da kann man nicht mal eben das Kind mitten in der Nacht abholen, wenn sie nach Mama und Papa weint. Und meine Ma hat mir letztes Jahr noch einen Zeitungsartikel in die Hand gedrückt, in dem es darum ging, dass Kinder doch auch mal bei den Großeltern übernachten können. Scheinbar hat sie aber nur die Überschrift gelesen, denn in dem Artikel stand drin, dass der Zeitpunkt vom Kind abhängig ist und bei sensiblen Kindern (zu denen Motte nun mal gehört) sollte erst ab 4 Jahren darüber nachgedacht werden. Mal abgesehen davon möchte sie noch nicht mal bei Oma um die Ecke schlafen. Meine Ma hat das Gegenbeispiel ja praktisch bei sich wohnen bzw. sogar zwei Gegenbeispiele. Das erste ist mein Bruder, der nicht nur wieder zu den Eltern zurück gezogen ist, sondern auch eine Etage tiefer (oben hat er sein (mein altes) Reich) neben das Elternschlafzimmer – mit 27 lässt er sich also noch immer von vorne bis hinten bedienen, aber das geht mich nichts an. Und das zweite Beispiel ist mein Neffe. Da meine Schwester im selben Haus wie meine Eltern wohnt (aber in einer eigenen Wohnung) ist es natürlich einfach, den Kleinen mal eben da abzugeben und auszugehen, zum Sport zu gehen oder andere Sachen ohne Kind zu machen und natürlich übernachtet der Kleine da auch oft (so oft, dass mein Bruder das letzte Mal schon gesagt hat, er hätte gern mal wieder ein Wochenende für sich). Mein Neffe ist es also gewöhnt, bei Oma und Opa zu übernachten, das kann man doch mit Motte überhaupt nicht vergleichen! Er hat halt auch Oma und Opa (und meinen Bruder) neben seiner Mama als engste Bezugspersonen, aber für Motte sind es nun mal Mama und Papa.

Ich finde, wir machen alles richtig. Auch wenn sie erst 3 bzw. fast 4 Jahre alt ist, so ist doch ihre Meinung wichtig! Und daher wird sie gefragt, ob es für sie in Ordnung ist, dies oder jenes mit Oma oder Opa zu tun. Haben wir mit der Abnabelung schon begonnen? Natürlich, aber nur soweit wie es dem Alter entsprechend angemessen ist. Sie darf mit ihrer Freundin und deren Mama (ohne mich) auf den Spielplatz und/oder auch allein für ein paar Stunden bei Oma bleiben, aber nur, wenn sie das auch möchte. Haben wir noch viel Abnabelung vor uns? Na klar! Und das ist auch gut so! Sie hat noch Zeit. Ich möchte sie zu einem eigenständigem, selbstbewussten Menschen erziehen und sie irgendwann (bis dahin ist noch viiiiiiieeeeellll Zeit) guten Gewissens ins Leben entlassen. Bin ich deswegen ne Glucke? Ich sage: “NEIN!”